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Vom Kuckuck und Esel (Guxhagen-Körle)
Ausgabe 27/2026
Amtliche Bekanntmachungen Guxhagen
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Amtliche Bekanntmachungen Guxhagen

Kartenausschnitt Fuldablick/Schiffstatt

Kartenausschnitt Weserring

Kartenausschnitt Baunsbergring

Gemeinde Guxhagen
Der Ortsbeirat von Guxhagen

 

 — Guxhagen, 15.06.2026

Niederschrift über die 2. öffentliche Sitzung des Ortsbeirates Guxhagen am 08.06.2026

im Sitzungsaal der Gemeindeverwaltung, Zum Ehrenhain 2, 34302 Guxhagen

Anwesende:

Mitglieder:

Konrad J. Rysiewski, Ortsvorsteher, SPD

Manuel Brandenstein, 1. stellvertretender Ortsvorsteher, SPD

Alexandra Ried, 2. stellvertretende Ortsvorsteherin, GL-FWG

Falk Edelmann, stellvertretender Schriftführer, SPD

Anke Hohlbein-Hühne, Mitglied, SPD

Manfred Hollstein, Mitglied, GRÜNE

Bernhard Rupieper, Mitglied, CDU

TeilnehmerInnen mit beratender Stimme:

Susanne Schneider, Bürgermeisterin

Schriftführer:

Florian Reichhold, Schriftführer, SPD

Gäste:

21 Personen

Entschuldigt:

Ulrike Friedrich, Mitglied, GL-FWG

Edgar Farin, Mitglied, FREIE WÄHLER

1. Eröffnung und Begrüßung

Der Ortsvorsteher, Herr Rysiewski, eröffnete die Sitzung um 19:15 Uhr und begrüßte die Anwesenden.

Die ordnungsgemäße Ladung und die Beschlussfähigkeit werden festgestellt. Gegen die Niederschrift der Sitzung vom 27.04.2026 gibt es keine Einwände.

2. Mitteilungen aus dem Bürgermeisteramt

Die Bürgermeisterin berichtet über eine geplante Graffiti-Aktion durch die Jugendpflege im Bereich des Bahnhofs sowie der Bahnhofskurve.

Weiterhin teilt sie mit, dass die Förderzusage für die Umgestaltung der „Altschmiede“ vorliegt. Für die Maßnahme sind rund 3.500 € vorgesehen. Der Stromanschluss muss neu verlegt werden; diese Kosten sind jedoch nicht in der Förderung enthalten.

Frau Schneider berichtet über einen erstmaligen Befall mit dem Eichenprozessionsspinner an der Grundschule. Die Nester werden durch einen Fachbetrieb entfernt. Ein weiterer Befall wurde im Eichenhain gemeldet. In diesem Zusammenhang wird auf die Sicherungspflicht der Gemeinde hingewiesen, die sich auf stark frequentierte Wege, Straßen und Gemeindegebäude erstreckt. Bei den Schulen liegt die Zuständigkeit beim Schulträger (Kreis). Als Hintergrund für den Befall wird auch der Rückgang des Meisenbestands genannt; das Aufhängen von Nistkästen für Meisen kann hier Abhilfe schaffen.

Der Ortsvorsteher, Herr Rysiewski, weist darauf hin, dass das Straßenschild im Bereich „Schöne Aussicht“/am Schwimmbad versetzt werden soll.

3. Änderung der Fahrtrichtung der Straße Fuldablick

Der Ortsvorsteher berichtet gemeinsam mit dem Schriftführer über die verkehrliche Engstelle an der Einmündung der Straße Fuldablick in die Straße Schiffstatt (in Fahrtrichtung Sellestraße). Hintergrund der Problematik ist ein direkt an der Ausfahrt stehendes Gebäude, das die Sicht nach rechts in Richtung Sellestraße massiv einschränkt, wodurch herannahender Verkehr erst sehr spät wahrgenommen werden kann. Zudem wird die Passage dadurch extrem verengt, dass auf der gegenüberliegenden Seite der Straße Schiffstatt fast dauerhaft Fahrzeuge parken.

Zur Entschärfung dieser Gefahrenstelle – insbesondere im Hinblick auf den regen Radverkehr in den Sommermonaten – wird vorgeschlagen, die Fahrtrichtung der Einbahnstraße umzukehren. Die Einfahrt soll künftig von der Straße Schiffstatt (aus Richtung Sellestraße kommend) erfolgen, während die Ausfahrt in die Straße Schiffstatt in Richtung Moselweg führen soll.

Die Bürgermeisterin teilt mit, dass hierzu eine offizielle Verkehrsschau durchgeführt werden sollte.

 

Der Ortsbeirat nimmt die Informationen zur Kenntnis und befürwortet die Durchführung einer Verkehrsschau.

4. Beratung Einbahnstraßenregelung im Weserring und Baunsbergring

Der Ortsbeirat berät gemeinsam mit den Anwohnern über die Parksituation und mögliche Einbahnstraßenregelungen im Weserring und im Baunsbergring.

Im Weserring führt das Parkverhalten zu beengtem Begegnungsverkehr. Zudem ist die Kurve zur Straße „Schiffstatt“ durch eine dortige Mauer erst sehr spät einsehbar. Laut einer privaten Zählung eines Anwohners wurde im Weserring an einem Samstagmittag zwischen 12:00 und 13:00 Uhr eine Frequenz von bis zu 100 Fahrzeugen gemessen. Es besteht die Sorge, dass eine Einbahnstraßenregelung zu einer Verkehrsverlagerung in den Moselweg (Mischgebiet) führt.

 

Im Baunsbergring führt beidseitiges Parken ebenfalls zu Engstellen. Hierdurch werden regelmäßig die Randsteine beschädigt. Konkrete Verkehrszahlen liegen für den Baunsbergring nicht vor.

 

In der anschließenden Diskussion mit den Anwohnern der beiden Straßen werden folgende allgemeine Punkte erörtert:

  • In Einbahnstraßen in Guxhagen wird der Radverkehr in der Regel (bis auf wenige Ausnahmen) für beide Richtungen freigegeben.
  • Gegenverkehr in engen 30er-Zonen hat einen entschleunigenden Effekt, da er zu Vorsicht und Rücksichtnahme zwingt. Eine reine Einbahnstraße könnte die Fahrgeschwindigkeiten erhöhen.
  • Bei einer reinen Einbahnstraßenregelung besteht bei Blockaden (z. B. durch Entsorgungs- oder Lieferfahrzeuge) keine legale Möglichkeit mehr, zu wenden oder rückwärts auszuweichen.
  • Als eventuelle Ausgleichsmaßnahmen zur Geschwindigkeitsdämpfung müssten bauliche Bremshügel geprüft werden.
  • Insbesondere für den Baunsbergring wurden von Seiten der Anwohner Hinweise auf die Umsetzung von verkehrsberuhigenden Maßnahmen gegeben.
  • Eine Umwandlung in einen verkehrsberuhigten Bereich („Spielstraße“) scheidet aufgrund der hohen rechtlichen und baulichen Anforderungen aus.
  • Die steigende Anzahl von Fahrzeugen pro Haushalt stellt ein strukturelles Problem dar, dem die Stellplatzsatzung und der vorhandene Parkraum nicht mehr gerecht werden können.

Die Bürgermeisterin wird die Erkenntnisse aus der Diskussion mit den Anwohnern mit in die kommende Verkehrsschau einfließen lassen und hierzu die Einschätzung der Fachbehörden und Verkehrsdirektion einholen. In dem Gespräch soll mit der Verkehrsdirektion auch erörtert werden, ob eine „Testphase“ der Einbahnstraßenregelung erfolgen kann, entsprechend dem Wunsch der Anwohner.

Die Ergebnisse dieses Termins sollen anschließend wieder im Ortsbeirat vorgestellt werden. Die Verwaltung steht für weitere Hinweise und Gespräche zur Verfügung.

Der Ortsbeirat nimmt die Ausführungen zur Kenntnis und stimmt dem Vorschlag zur Durchführung eines Vor-Ort-Termins mit den Verkehrsbehörden zu.

5. Anfrage der SPD-Ortsbeiratsmitglieder zur Retentionsfläche auf der Gemeindewiese

Die SPD-Ortsbeiratsmitglieder richten folgende Anfrage bezüglich der Retentionsfläche auf der Gemeindewiese an die Verwaltung:

Nach augenscheinlicher Betrachtung ist die Maßnahme auf der Retentionsfläche der Gemeindewiese bislang noch nicht abgeschlossen, obwohl die Fertigstellung bereits vor längerer Zeit vorgesehen war. Die dort eingebrachten Steine sind teilweise abgerutscht. Zudem fehlen nach aktuellem Stand sowohl die notwendige Befestigung als auch die vorgesehene Bepflanzung vollständig.

Daher wird um Auskunft zu folgenden Punkten gebeten:

  • Welche Arbeiten müssen noch durchgeführt werden, damit das Projekt vollständig abgeschlossen werden kann?
  • Wann ist mit der endgültigen Fertigstellung der Maßnahme zu rechnen?

Stellungnahme der Bürgermeisterin:

1. Rechtlicher Hintergrund und Notwendigkeit

Die Schaffung der Retentionsfläche war eine zwingende Auflage der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) im Zuge der Baugenehmigung für den Anbau des Rathaus- und Feuerwehrgebäudes. Durch diesen Anbau geht dem Flusslauf der Fulda natürlicher Retentionsraum verloren. Als Ausgleich musste in unmittelbarer Nähe neuer Raum geschaffen werden. Aufgrund der behördlichen Vorgaben kam hierfür ausschließlich die Gemeindewiese auf der gegenüberliegenden Brückenseite in Betracht.

2. Technische Umsetzung und Kapazität

Die Retentionsfläche wurde exakt nach den Vorgaben der Unteren Naturschutzbehörde als Seitenarm der Fulda im Zuge der Tiefbauarbeiten hergestellt.

Erforderliches Volumen (durch Anbau entnommen): 128 m³, Tatsächlich geschaffenes Volumen der neuen Fläche: 140 m³

Die behördliche Auflage bezüglich des Fassungsvermögens wurde damit vollumfänglich erfüllt.

Die Absicherung der Böschungen erfolgte plangemäß mit Dolomitsteinen.

3. Status der Fertigstellung

Das Projekt ist offiziell noch nicht abgeschlossen. Eine formelle Fertigstellung war zum aktuellen Zeitpunkt bewusst nicht vorgesehen. Die finale Bepflanzung der Fläche erfolgt im Zuge der Neugestaltung der gesamten Außenanlagen. Dies stellt den finalen Arbeitsschritt des Gesamtbauvorhabens „Rathaus + Feuerwehr“ dar.

4. Vorfall bezüglich der Böschungssteine

Zur Nachfrage bezüglich der vermeintlich abgerutschten Steine: Es handelt sich hierbei nicht um einen Baumangel oder ein witterungsbedingtes Abrutschen. Die Steine wurden augenscheinlich unbefugt aus der Böschung entnommen, um im Flussbett platziert.

Der Ortsbeirat nimmt die Stellungnahme zur Kenntnis.

6. Anfrage der SPD-Ortsbeiratsmitglieder zur Umsetzung der Reinigung bzw. des Austausches von Hinweis- und Straßenschildern

Die SPD-Ortsbeiratsmitglieder richten folgende Anfrage zur Umsetzung der Reinigung bzw. des Austauschs von Hinweis- und Straßenschildern an die Verwaltung:

Wie ist der aktuelle Stand hinsichtlich der Umsetzung der Reinigung beziehungsweise des Austauschs von Hinweis- und Straßenschildern? Wurde seitens des Bauhofs bereits geprüft, welche Schilder gereinigt werden können und welche gegebenenfalls erneuert werden müssen?

Des Weiteren ist das Hinweisschild am Wincheringer Platz mit Farbe besprüht worden. Da sich dort häufig Radfahrer sowie Spaziergänger aufhalten und die Sitzmöglichkeiten nutzen, wäre es wünschenswert, wenn das Schild in naher Zukunft gereinigt oder ausgetauscht werden könnte. Daher wird um eine kurze Rückmeldung zum aktuellen Sachstand sowie zu den geplanten Maßnahmen gebeten.

Stellungnahme der Bürgermeisterin

Die Bürgermeisterin teilt mit, dass beschädigte oder verschmutzte Schilder sukzessiv gereinigt oder ausgetauscht werden, sobald der Bauhof diese im Rahmen seiner Arbeiten feststellt. Allerdings darf auch der Kostenfaktor nicht außer Acht gelassen werden, da ein Standard-Schild zwischen 50 und 100 Euro kostet. Daher werden in der Regel auch nur Schilder ausgetauscht, die die Verkehrssicherheit gefährden könnten.

Der Ortsbeirat nimmt die Stellungnahme zur Kenntnis.

7. Aktuelles

Der Ortsbeirat bespricht Themen für die kommende Sitzung. Unter anderem soll der Abbau des Schilderbaums der IGG (Interessengemeinschaft Guxhagener Gewerbetreibender e. V., welche nicht mehr existiert) auf die Tagesordnung gesetzt werden, da die dortigen Wegweiser-Informationen teilweise veraltet sind.

Weiterhin wird über Vandalismus und Diebstahl von Gießkannen am Friedhof berichtet. Eine Beschriftung der Kannen brachte bislang keinen Erfolg. Es wird diskutiert, ob analog zu den Schubkarren ein Münzpfandsystem für Gießkannen eingeführt werden kann. Dies wird jedoch aufgrund der voraussichtlich hohen Kosten als unwirtschaftlich eingeschätzt.

8. Benennung von Mitgliedern für den Seniorenbeirat

Der Ortsbeirat Guxhagen beschließt einstimmig, Karin Thumeyer und Cornelia Oetterer für den Seniorenbeirat zu benennen. Eventuelle weitere Bewerber können als Nachrücker benannt werden.

Der Ortsvorsteher schließt die Sitzung um 20:44 Uhr. Er dankt den Anwesenden für ihre Mitarbeit.

Konrad J. Rysiewski
Florian Reichhold
Ortsvorsteher
Schriftführer