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Waldecker Nachrichten
Ausgabe 12/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Aus dem Rathaus wird berichtet

Im Zusammenhang mit dem Netzentwicklungsplan Strom (NEP) 2037/2045 sind in den vergangenen Tagen vermehrt Fragen aus der Bevölkerung an die Stadt Waldeck herangetragen worden.

Hintergrund ist, dass im Umfeld des möglichen Netzstandortes derzeit vorbereitende Untersuchungen wie Kartierungen und Bodenproben durchgeführt werden.

Die Stadt Waldeck stellt hierzu klar:

Diese Untersuchungen sind Bestandteil der frühen Planungs- und Prüfphase und dienen der Bewertung möglicher Standorte und Varianten. Sie stellen keine Bauentscheidung und kein Baurecht dar.

Der aktuell vorliegende zweite Entwurf des Netzentwicklungsplans wurde durch die Übertragungsnetzbetreiber an die Bundesnetzagentur übergeben. Darin sind verschiedene Entwicklungsszenarien enthalten, die unterschiedliche Annahmen zur zukünftigen Energieversorgung zugrunde legen. Eine endgültige Entscheidung über konkrete Maßnahmen steht weiterhin aus.

Erst nach Abschluss der Prüfung durch die Bundesnetzagentur und einer möglichen Bestätigung sowie anschließenden politischen Entscheidungen auf Bundesebene wird festgelegt, welche Projekte umgesetzt werden.

Die im Raum Waldeck betrachtete Maßnahme gehört zu den sogenannten Punktmaßnahmen. Dabei handelt es sich um lokal begrenzte technische Anlagen zur Steuerung und Stabilisierung des Stromnetzes, die Engpässe reduzieren und die Integration erneuerbarer Energien ermöglichen.

Die Stadt Waldeck hat im Rahmen der laufenden Konsultation eine Stellungnahme abgegeben und setzt sich insbesondere für folgende Punkte ein:

* transparente Darstellung des Nutzens für die Region

* umfassende Prüfung von Alternativen

* Schutz von Landschaft, Tourismus und Lebensqualität

* Berücksichtigung kumulativer Belastungen

* angemessene Ausgleichs- und Strukturmaßnahmen

Bürgermeister Nicolas Havel betont: "Wir nehmen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst. Gleichzeitig ist wichtig zu wissen: Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Wir werden uns weiterhin aktiv einbringen und für eine verträgliche Lösung für unsere Region einsetzen."

Die Stadt wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens transparent informieren.