Heimatforscher und Autor Hubert Schommer (rechts) überreicht Bürgermeister Helmut Harth ein Exemplar des neuen Sammelwerks zur Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland.
Das saarländische Innenministerium hat gemeinsam mit dem Verein für Landeskunde im Saarland ein besonderes Sammelwerk veröffentlicht: Es widmet sich den vergangenen 50 Jahren der Gebiets- und Verwaltungsreform und beleuchtet deren Entwicklung aus unterschiedlichen Perspektiven.
In ihren Beiträgen zu Landkreisen und Gemeinden schildern die 18 Autorinnen und Autoren anschaulich, wie die Menschen im Saarland die Planung, Umsetzung und Auswirkungen der Reform erlebt haben. Einer von ihnen ist der Heimatforscher und ehemalige Rektor Hubert Schommer, der sich in einem ausführlichen Beitrag mit der Geschichte der Gemeinde Losheim am See beschäftigt. Mit viel Engagement, Fachwissen und persönlicher Verbundenheit haben alle Beteiligten ihre Texte verfasst und dem Thema eine lebendige, spannende Note verliehen.
Die Gebiets- und Verwaltungsreform des Jahres 1974 gilt als Meilenstein in der saarländischen Landesgeschichte. Sie legte den Grundstein für die heutigen Strukturen von Landkreisen, Städten und Gemeinden. Im Zuge der Reform entstand auch die Einheitsgemeinde Losheim am See: Ihr wurden die zuvor eigenständigen Gemeinden Bachem, Bergen, Britten, Hausbach, Losheim, Mitlosheim, Niederlosheim, Rimlingen, Rissenthal, Scheiden, Wahlen und Waldhölzbach zugeordnet. Während Bachem zuvor dem Amt Merzig-Land angehörte und Mitlosheim dem Amt Weiskirchen, wurde die damalige Losheimer Gemeinde Oppen im Zuge der Neugliederung der Gemeinde Beckingen zugeteilt.
Das Werk mit dem Titel „50 Jahre Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland – Was ist, was war, was wird?“ lädt dazu ein, in die Vergangenheit einzutauchen und die Entwicklung des Saarlandes nachzuvollziehen.
Bei der Übergabe eines Exemplars des Sammelbandes dankte Bürgermeister Helmut Hart dem Autor Hubert Schommer ausdrücklich: „Mit Ihrem Beitrag über Losheim haben Sie nicht nur ein wichtiges Stück Geschichte festgehalten, sondern auch die enge emotionale Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht. Dafür danken wir Ihnen herzlich.“