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Nachrichtenblatt Maikammer
Ausgabe 39/2018
Amtlicher Teil
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Jungschaf im Beweidungsgebiet tot aufgefunden

In der Woche vom 12. bis 20. September wurde im Beweidungsgebiet Wingertsberg- West in Sankt Martin ein Junggschaf tot aufgefunden.

Fünf weitere Schafe sind mit Lähmungserscheinungen und Krampfanfällen in Behandlung. Auch der Zustand dieser Tiere ist kritisch, da die Symptome auf eine Schädigung des Zentralnervensystems hindeuten, die häufig durch Giftstoffe verursacht wird. Leider war eines der Tore zum Beweidungsgebiet nicht ordnungsgemäß verschlossen, was darauf schließen lässt, dass das Gebiet betreten wurde. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Einwirken von außen zum Erkranken bzw. zum Tod der Tiere führte.

Um weiteren Schaden zu vermeiden, wenden wir uns mit folgenden dringenden Anliegen an die Bürgerinnen und Bürger:

Die Tore zu den Beweidungsgebieten müssen immer geschlossen bleiben. Schon mehrfach war das trotz einer unmissverständlichen Beschilderung nicht der Fall, und wir mussten entwichene Tiere lange in der Umgebung suchen. Das stellt nicht nur einen enormen Zeitaufwand für uns Tierhalter, sondern auch eine Gefahr für die Sicherheit auf öffentlichen Straßen und Wegen dar.

Es dürfen keine Gartenabfälle in die Beweidungsflächen geworfen werden. Viele Gartenpflanzen sind den Tieren unbekannt und sie fressen sie, weil ihr natürlicher Instinkt gegenüber Giftpflanzen bei nicht einheimischen Gewächsen versagt. Thuja und Kirschlorbeer sind beispielsweise Pflanzen, die von Schafen gerne gefressen werden, obwohl sie für die Tiere giftig sind.

Bitte füttern Sie die Tiere nicht! Das Verdauungssystem der Wiederkäuer ist hochempfindlich, und schon eine Scheibe Brot mit leichtem, äußerlich nicht wahrnehmbaren Schimmelbefall kann bei einem Schaf eine schwere Hirnhautentzündung mit tödlichem Ausgang verursachen. Immer wieder finden wir auf den Weiden Kuchen, Wurst, volle Joghurtbecher und vieles andere, das schädlich für die Tiere ist.

Wenn Ihnen etwas Ungewöhnliches in den Beweidungsgebieten auffällt melden Sie dies bitte bei der Verbandsgemeinde Maikammer, Ordnungsamt, Tel. 06321/589920.

Die Schafhalter Gundula Berner und Josef Ziegler bedanken sich bei allen Mitbürgerinnen und Mitbürger für ihr Verständnis.

Text und Bild: Gemeinde St. Martin