Erstmals gibt es für den Landkreis Südliche Weinstraße ein Radverkehrskonzept! Der Kreistag Südliche Weinstraße hat es in seiner Herbst-Sitzung einstimmig beschlossen. „Der Landkreis Südliche Weinstraße trägt mit dem Konzept der gesteigerten Bedeutung des Radverkehrs Rechnung. Wir möchten den Alltag von Radfahrerinnen und Radfahrern an der Südlichen Weinstraße auf Grundlage des Konzepts in den kommenden Jahren verbessern“, so Landrat Dietmar Seefeldt.
Ein externes Planungsbüro mit entsprechender Expertise hatte das Konzept zwischen November 2024 und Mai 2026 erstellt. Teil dieses Prozesses waren auch intensive, mehrstufige und mehrjährige Beteiligungen verschiedener Akteurinnen und Akteure sowie der allgemeinen Öffentlichkeit. Das Konzept steht nun im Internet als interaktive Karte zur Verfügung, unter https://rv-k.de/LK_Suedliche_Weinstrasse/Radverkehrskonzept/Ergebnis/WebGIS.html. Den Link zur Karte, einen detaillierten Erläuterungsbericht, der die Ergebnisse in Textform zusammenträgt, sowie weitere Informationen finden sich auch unter www.suedliche-weinstrasse.de/radverkehrskonzept.
„Soll“ des Radnetzes an der SÜW
Das im Konzept skizzierte Zielnetz für den Alltagsradverkehr im Landkreis umfasst insgesamt 654 Kilometer Radwege, plus rund 60 Kilometer an alternativen Radverbindungen. Um zu diesem idealen Soll-Zustand zu kommen, schlägt es 502 konkrete Maßnahmen vor, darunter 227 Streckenmaßnahmen und 276 Punktmaßnahmen. Außerdem unterscheidet es in ein Sofortprogramm, das schneller umgesetzt werden kann, zum Beispiel Einmündungen sichern oder Einbahnstraßen als durchgängig für Fahrräder kennzeichnen, und ein Planungsprogramm, bei dem es um langfristige Veränderungen wie Radwege-Neubau geht. Auch eine sogenannte Bike-and-Ride-Analyse liegt als Teil des Radverkehrskonzepts nun vor. Diese Teilstudie hat die Schnittstelle zwischen Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr (ÖPNV) untersucht, also unter anderem Abstellplätze für Räder an Bahnhöfen in den Blick genommen.
Text: Kreisverwaltung Südliche Weinstrasse