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Ausgabe 32/2026
Allgemeine Nachrichten
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Saarland stärkt Bevölkerungsschutz und Vegetationsbrandbekämpfung über Grenzen hinweg

Löschroboter

 

Die Wald- und Vegetationsbrände 2026 zeigen die Leistungsfähigkeit unserer Einsatzkräfte – jetzt werden Ausstattung, Ausbildung, Zusammenarbeit und Rechtsrahmen konsequent weiterentwickelt.

Innenminister Reinhold Jost zieht eine positive Bilanz des bisherigen Einsatzgeschehens im Sommer 2026: „Unsere Feuerwehren und alle Partner im Bevölkerungsschutz haben auch unter extremen Bedingungen gezeigt, dass unser Bevölkerungsschutz leistungsfähig ist. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Strukturen konsequent weiter.“

Bis zum 20. August wurden 185 Wald- und Vegetationsbrände registriert, 14 davon als größere Einsatzlagen alarmiert. Besonders gefordert waren die Einsatzkräfte in Nonnweiler, Niederbexbach, an der Bahnstrecke Homburg–St. Ingbert, in Freisen und zuletzt am 16.08. in Hirzweiler. Dort breitete sich das Feuer auf 18 Hektar aus. Seit dem 19. August ist der Brand gelöscht. Im Namen der gesamten Landesregierung dankt Jost allen Einsatzkräften und Unterstützern, besonders den Landwirten. „Besonders beeindruckt hat mich das Zusammenspiel aller Beteiligten: Feuerwehren und Hilfsorganisationen arbeiteten Hand in Hand, Hessen unterstützte uns kurzfristig aus der Luft, Luxemburg mit einem Löschroboter und Anwohner wie Landwirte aus der Umgebung halfen ganz selbstverständlich bei der Löschwasserversorgung. Das ist gelebte Solidarität und Zusammenhalt.“

„Gerade die großen Wald- und Vegetationsbrände dieses Jahres haben gezeigt: Bei außergewöhnlichen Lagen brauchen wir nicht nur starke Strukturen im eigenen Land, sondern auch starke Partner in der Großregion. Deshalb bin ich mit unseren Partnern in Metz und Luxemburg sowie mit Rheinland-Pfalz im Gespräch über eine großregionale, grenzüberschreitende Einheit für solche Einsatzlagen.“

Ziel ist in einer Wald- und Vegetationsbrand - Einheit Personal, Wissen und Material grenzüberschreitend zusammenzuführen.

„Nicht jeder muss alles vorhalten – aber gemeinsam können wir mehr leisten. Das kann bei hochgeländegängigen Fahrzeugen oder Wassertransport beginnen und bei Spezialtechnik für außergewöhnliche Einsatzlagen weitergehen. Entscheidend ist, dass benötigte Fähigkeiten schnell verfügbar werden.“

Im Oktober soll der Vorschlag bei den Otzenhausener Gesprächen vertieft und in einem gemeinsamen Letter of Intent festgehalten werden. „Die Grenze darf im Katastrophenschutz keine Einsatzgrenze sein. Unsere Nachbarn sind nicht nur Nachbarn, sondern Einsatzpartner“, betont Jost.

Auch der saarländische Bevölkerungsschutz insgesamt wird gestärkt: Mehr als 12 Millionen Euro zusätzliche Investitionen in Ausstattung und Infrastruktur sind auf den Weg gebracht. Mit dem neuen Saarländischen Bevölkerungsschutzgesetz wird der ganzheitliche Ansatz rechtlich verankert. Der Ministerrat hat dem Entwurf am 18. August zugestimmt; die Einbringung in den Landtag ist für kommende Woche vorgesehen.

„Wir warten nicht auf die nächste Großschadenslage. Wir investieren, wir üben, wir verbessern die Zusammenarbeit und schaffen den passenden Rechtsrahmen. Damit machen wir den Bevölkerungsschutz im Saarland, in der Großregion und über Grenzen hinweg wetterfester, schlagkräftiger und zukunftsfähig“, erklärt Jost.