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Ausgabe 40/2026
Allgemeine Nachrichten
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Blieskasteler Schutzengelverein übernimmt Kosten in Höhe von 5.411 Euro für Aktiv-Rollstuhl von 15jährigem Moritz

 

www.blieskasteler-schutzengel.de

Der 15-jährige Moritz leidet seit seiner Geburt an Muskeldystrophie, einer Muskelerkrankung mit der Folge eines stetigen Abbaus der Muskelsubstanz. Der Junge ist auf einen Rollstuhl und bei vielen Alltagstätigkeiten auf Unterstützung angewiesen. Eine Heilung ist medizinisch ausgeschlossen.

Moritz benötigte zusätzlich zu seinem Elektro-Rollstuhl dringend einen Aktiv-Rollstuhl, damit er sich auch innerhalb der Wohnung bewegen kann. Für den Wohnbereich ist der Elektro-Rollstuhl zu groß und sperrig, demnach ungeeignet und insoweit im Haus nicht nutzbar. Sein Elektro-Rollstuhl ist gut geeignet, um sich draußen im Freien, für die Schule und in der Freizeit so selbständig wie möglich bewegen zu können. Indes wird der Aktiv-Rollstuhl aber auch noch in weiteren Bereichen des Alltags, z. B. für Arztbesuche, benötigt und mehrere ärztliche Gutachten bescheinigen die Notwendigkeit des Aktiv-Rollstuhls zur Erhaltung und Unterstützung der Armmuskulatur.

Zwar besitzt Moritz noch einen alten Aktiv-Rollstuhl für den Wohnbereich, jedoch wurde dieser schon vor Jahren angeschafft, als Moritz deutlich jünger und kleiner war. Für den heute 15-jährigen Jungen ist er viel zu klein geworden und von daher nur sehr eingeschränkt nutzbar mit der Folge, dass Moritz sich im eigenen Zuhause nicht ohne Hilfe fortbewegen kann.

Die Krankenkasse hat den Antrag der Familie auf einen neuen adäquaten Aktiv-Rollstuhl auch in zweiter Instanz kategorisch abgelehnt und begründet ihre Entscheidung damit, dass sie „keine Zweitversorgung genehmigen und der Elektro-Rollstuhl reichen muss“.

Tatsächlich aber handelt es sich vorliegend keinesfalls um eine Zweitversorgung im klassischen Sinne. Die Krankenkasse verkennt, dass Moritz lediglich ein weiteres adäquates Hilfsmittel benötigt, um unter anderem in den Wohnräumen normal am Familienleben teilhaben zu können und damit seine Pflege und seine medizinische Versorgung gesichert bleiben. Empathielos lässt die Krankenkasse völlig unberücksichtigt, dass der viel zu kleine Rollstuhl bei Moritz Druckstellen und Druckgeschwüre verursacht, die nicht nur sehr schmerzhaft, sondern schwer zu behandeln sind. Vor allem aber ist Moritz ein 15-jähriger aufgeweckter Junge, der kognitiv nicht beeinträchtigt ist und sich seiner Situation sehr deutlich bewusst ist. Gerade deshalb sollte ihm so viel Eigenständigkeit und Lebensqualität wie möglich zuteilwerden, was immens wichtig für sein Selbstwertgefühl ist.

Die Eltern von Moritz haben in der Angelegenheit Klage beim Sozialgericht eingereicht, jedoch kann es bis zu einer abschließenden Entscheidung Monate bis Jahre dauern. Dies aber hilft Moritz aktuell nicht weiter, sodass hiervon ausgehend dringendstes Bedürfnis die Anschaffung eines neuen Aktiv-Rollstuhls war. Die für das so wichtige Hilfsmittel aufzuwendenden 5.411 Euro konnten die Eltern jedoch nicht „stemmen“, da sie ihre gesamten Ersparnisse erst kürzlich beim barrierefreien Wohnungsaus- und Wohnungsumbau aufgebraucht haben. In ihrer schwierigen Lage wandte sich die Familie aus Weiskirchen hilfesuchend an unseren Verein mit der Bitte um Unterstützung. Natürlich war es keine Frage, dass wir Moritz sofort helfen und die Kosten in Höhe von 5.411 Euro komplett übernehmen.

Inzwischen kann sich Moritz über seinen neuen Aktiv-Rollstuhl vom Sanitätshaus Stein & Bayer GmbH freuen, der individuell auf seine persönlichen Bedürfnisse angepasst wurde und ihm nun wertvolle Dienste leistet.

Wir freuen uns, auch in diesem schwierigen Sachverhalt schnell und unbürokratisch einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität, insbesondere der Mobilität und des Selbstwertgefühls von Moritz geleistet sowie einen Herzenswunsch erfüllt zu haben. Moritz und seiner sympathischen Familie wünschen wir alles Gute und sind gerne weiterhin zur Stelle, wenn "Schutzengel-Hilfe" benötigt wird.