Im Saarland sind Kraniche (Graukraniche, Grus grus) vor allem als beeindruckende Zugvögel bekannt – als Brutvögel brüten sie hierzulande fast gar nicht, aber zweimal im Jahr ziehen Tausende bis Zehntausende Exemplare über uns hinweg.
Eine der wichtigsten westlichen Zugkorridore führt von den großen Rastplätzen in Nord- und Ostdeutschland (z. B. Diepholzer Moor, Rhin-Havelluch oder Stausee Kelbra) über Hessen, Rheinland-Pfalz und genau durchs Saarland weiter Richtung Lac du Der in der Champagne (Frankreich) – und später in die Winterquartiere in Südfrankreich oder Spanien.
Das heißt:
Besonders bei gutem Zugwetter (Rückenwind, klare Sicht nach Kaltfronten oder nach Wintereinbrüchen) hört und sieht man im Saarland oft sehr viele Kraniche.
Der Frühjahrszug 2026 hat bereits begonnen – teilweise sogar sehr früh. In den letzten Wochen/Jahren gab es immer wieder Phasen, in denen plötzlich Tausende Kraniche über das Saarland zogen, z. B.:
Viele Beobachtungen kommen aus den Regionen Saar-Pfalz-Kreis, Saarbrücken, Saarlouis, Bliesgau, entlang der Nahe und der Mosel-Randgebiete.
Das charakteristische „kruu, kruu“-Rufen (meist in der Luft) ist oft schon von Weitem zu hören – besonders morgens und abends.
2025 gab es im Saarland bei der „Stunde der Wintervögel“ eine absolut verrückte Statistik: über 22.000 % mehr Kraniche gemeldet als im Vorjahr – natürlich weil fast alle nur durchgezogen sind und nicht überwintert haben.
Also: Ohren spitzen, öfter mal in den Himmel schauen – gerade jetzt Anfang Februar 2026 lohnt es sich wieder richtig! Hast du in letzter Zeit schon welche gehört oder gesehen?