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Marpinger Nachrichten
Ausgabe 23/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Rückblick

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Marpingen 1876 - Ein Dorf schreibt Geschichte wird die Geschichte rund um die Marienerscheinungen von 1876 auf vielfältige Weise erlebbar gemacht. Die Reihe verbindet historische Einordnung, spirituelle Perspektiven und kulturelle Formate und lädt Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich auf unterschiedliche Zugänge mit diesem prägenden Kapitel der Ortsgeschichte auseinanderzusetzen.

In der vergangenen Woche standen dabei besonders vielfältige Veranstaltungen im Mittelpunkt:

Klangschalen Zeitreise im Härtelwald

Bei bestem Wetter versammelten sich am Mittwoch, den 27. Mai 2026 rund 70 Besucherinnen und Besucher aller Altersklassen an der Marienquelle im Härtelwald. Die drei Klangschalen-Künstlerinnen Barbara Scheuer-Kessler, Jutta Pfeffer und Susanne Finkeldei nahmen die Gäste mit auf eine besondere Entspannungsreise, die durch die harmonischen Klänge der Klangschalen und weiterer Instrumente eine eindrucksvolle Zeitreise in das Marpingen vor 150 Jahren ermöglichte.

Die Veranstaltung wurde von vielen als sinnlich und kurzweilig erlebt. Die Zeit verging dabei spürbar schneller als gedacht. Bei einem Glas Quellwasser blieb im Anschluss noch Gelegenheit für Austausch und gemeinsames Nachspüren der Eindrücke in entspannter Atmosphäre.

Wir bedanken uns bei den drei Künstlerinnen für diese gelungene und sehr einfühlsame Darbietung aus, die den Abend zu einem besonderen Erlebnis gemacht hat.

Die im Rahmen der Veranstaltung gesammelten Spenden werden dem Familienberatungszentrum (FBZ) Marpingen zugutekommen und sollen dessen wichtige Arbeit im Bereich der Beratung, Begleitung und Unterstützung von Familien stärken. Damit erhält der Abend neben seinem kulturellen und spirituellen Charakter auch eine konkrete soziale Wirkung für die Gemeinde. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Seniorenbeauftragten Silvia Schu gemeinsam mit Barbara Scheuer-Kessler sowie der Stabsstelle der Gemeinde.

 

Vortrag von Maike Jung: Marienverehrung und katholische Frömmigkeit im 19. Jahrhundert

Am Freitag, dem 29. Mai 2026, luden die Gemeinde Marpingen, die Stiftung Marpinger Kulturbesitz und das Geschichtsforum Alsweiler zu einem interessanten Vortragsabend ein.

Unter dem Titel „Eine Epoche, in welcher Mariensäulen ohne Zahl aus der Erde emporwuchsen? Marienverehrung und katholische Frömmigkeit im 19. Jahrhundert“ beleuchtete die Referentin Maike Jung (Universität des Saarlandes) die Entwicklung der Marienverehrung in einer Zeit tiefgreifender religiöser, gesellschaftlicher und politischer Veränderungen. Anschaulich erläuterte sie die Bedeutung von Marienerscheinungen, wundersamen Heilungen und neuen Formen der Frömmigkeit, die im 19. Jahrhundert zahlreiche Menschen bewegten und Wallfahrtsorte wie Lourdes zu internationalen Pilgerzentren werden ließen.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten den Vortrag mit großem Interesse. In der anschließenden Fragerunde wurden die vorgestellten Themen lebhaft diskutiert und zahlreiche Fragen beantwortet. So entwickelte sich ein informativer und zugleich angenehmer Abend, der bei den Gästen großen Anklang fand.

Vielen Dank nochmal an Maike Jung für ihren fundierten und kurzweiligen Vortrag, an Rita Schreier für die Bewirtung vor Ort sowie bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse und die anregenden Gespräche.

 

Konzert der VielHarmonie

Weiter ging es am Sonntag, den 31. Mai 2026 mit dem Konzert der „VielHarmonie“ in der Pfarrkirche Marpingen, das den musikalischen Abschluss des Wochenendes bildete. Aufgrund der zunächst gemeldeten Wetterlage, die sich im Tagesverlauf glücklicherweise nicht bestätigte, wurde die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen im Vorfeld von der Marienquelle in die Pfarrkirche verlegt.

Dies tat der Konzertstimmung jedoch keinen Abbruch und auch die Pfarrkirche bot eine besondere Atmosphäre.

Rund 100 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und sorgten für eine gut besuchte Veranstaltung. Nach einer kurzen Begrüßung durch Pfarrer Volker Teklik begann das etwa 90-minütige Konzert unter der Leitung von Bernd Bachmann. Am Klavier begleitete Thomas Layes das abwechslungsreiche Programm und trug zur musikalischen Gestaltung bei. Dargeboten wurde Chormusik zu den Themen „Natur und Frühling“, „Hoffnung und Zuversicht“ sowie Mariengesänge, unter anderem von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms, Dan Forrest und Franz Biebl.

Im Anschluss an das Konzert bestand vor der Kirche noch Gelegenheit zu Begegnung und Austausch bei Getränken. Ein besonderer Dank gilt Bärbel Meisberger und Rita Schreier für ihre engagierte Unterstützung bei der Organisation und Durchführung des Umtrunks sowie Silvia Schu. Die im Rahmen des Konzerts gesammelten Spenden kommen der Marienverehrungsstätte zugute.

Insgesamt war es ein gelungener Konzertnachmittag. Vielen Dank an die VielHarmonie!