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Blickpunkt Merchweiler
Ausgabe 14/2024
Informationen der Seniorensicherheitsberater
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Einbruchsschutz durch Nachbarschaftshilfe

Immer wieder lesen wir in der Zeitung von steigenden Wohnungseinbrüchen. Die Polizei aber kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch Nachbarn, die einander helfen gibt es fast immer. Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn – für mehr Lebensqualität und Sicherheit. Warten Sie nicht auf die anderen, machen Sie den ersten Schritt. Sprechen Sie die Bewohner ihres Hauses oder der Nachbarhäuser an. Tauschen Sie untereinander Rufnummern aus, denn in einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher, Diebe und Betrüger kaum eine Chance. Ca. 50 % der Wohnungsdiebstähle bleiben im Versuchsstadium stecken, was wiederum heißt, dass die oder der Täter entweder beim Vorhaben durch aufmerksame Personen gestört oder vorhandene Sicherungsanlagen nicht überwunden wurden.

Tipps zur Nachbarschaftshilfe

  • Achten Sie bewusst auf gefährdende und verdächtige Situationen

  • Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken.

  • Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück; sprechen Sie sie an.

  • Sorgen Sie dafür, dass sowohl in Mehr- und Einfamilienhäusern Keller- und Bodentüren stets verschlossen sind.

  • Betreuen Sie die Wohnung länger abwesender Nachbarn, in dem Sie z.B. den Briefkasten leeren. Es geht darum, einen bewohnten Eindruck zu erwecken.

  • Alarmieren Sie bei Gefahr und in dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei über Notruf 110.

  • Der Notruf ist kostenlos; beim Handy auch ohne Karte erreichbar.

Wie aber ist es mit der eigenen Verhaltensweise beim Verlassen meiner Wohnung oder des Hauses? Auch hierzu ein paar Verhaltensregeln!

  • Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit.

  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben, wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus.

  • Auch wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlassen, ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie diese immer zweifach ab.

  • Verstecken Sie Ihren Haus- und Wohnungsschlüssel niemals draußen, denn Einbrecher kennen jedes Versteck.

  • Rollläden sollten zur Nachtzeit – und keinesfalls tagsüber – geschlossen werden; schließlich wollen Sie ja nicht schon auf den ersten Blick ihre Abwesenheit zeigen.

  • Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel nicht innen stecken.

  • Vorsicht, gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.

  • Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos und zeigen Sie Fremden gegenüber ein gesundes Misstrauen. Nutzen Sie den Türspion oder den Sperrbügel (Türspaltsperre).