Bei den Vorschulkindern der evangelischen KiTa „Allenfeldmäuse“ in Merchweiler drehte sich vor Kurzem alles rund um das Thema Brandschutz. Am 20. und 22. Mai vermittelten Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Merchweiler auf kindgerechte Weise wichtige Grundlagen zum Verhalten im Brandfall.
Der erste Projekttag führte die Vorschulkinder direkt ins Feuerwehrgerätehaus nach Merchweiler. Dort erhielten sie eine umfassende Führung durch die Räumlichkeiten – vom Schlauchturm über die Fahrzeughalle bis hin zur Umkleide. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung der Schutzausrüstung: Ein Feuerwehrmann zeigte sich in voller Einsatzkleidung inklusive Atemschutzgerät. So konnten die Kinder lernen, dass sie im Ernstfall keine Angst vor dem ungewohnten Aussehen und den Geräuschen der Feuerwehr haben müssen.
Außerdem wurde gemeinsam geübt, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird. Mithilfe eines Notrufkoffers durften die Kinder sogar selbst in die Rolle der Leitstelle schlüpfen und die „Notrufe“ ihrer Freunde entgegennehmen.
Im Anschluss konnten die Feuerwehrfahrzeuge aus nächster Nähe erkundet werden. Die Kinder lernten zahlreiche Geräte wie Schere und Spreizer, Lüfter oder Wärmebildkamera kennen und erfuhren, wofür diese bei Einsätzen benötigt werden. Natürlich durften sie die Fahrzeuge auch von innen bestaunen.
Besonders eindrucksvoll war die Demonstration einer Fettexplosion. Dabei wurde den Kindern anschaulich gezeigt, wie gefährlich falsches Verhalten bei einem Fettbrand sein kann.
Am zweiten Projekttag war die Feuerwehr dann zu Gast in der KiTa selbst. Mit einem sogenannten Rauchdemohaus erklärten die Einsatzkräfte anschaulich, wie wichtig Rauchmelder für die frühzeitige Erkennung von Bränden sind. Die Kinder lernten dabei, wie sie sich sowohl in der KiTa als auch zu Hause im Brandfall richtig verhalten sollten. Ebenso wurden der Unterschied zwischen „gutem“ und „bösem“ Feuer sowie mögliche Gefahrenquellen im Alltag thematisiert.
Ein weiterer Programmpunkt war der verantwortungsvolle Umgang mit offenem Feuer. Unter Anleitung durften die Kinder selbst eine Kerze mit einem Streichholz anzünden.
Währenddessen hatten auch die übrigen Kinder der KiTa die Gelegenheit, ein Feuerwehrauto aus nächster Nähe zu erkunden.
Den krönenden Abschluss bildete für alle Kinder das „Löschen“ mit Schlauch und Strahlrohr. Bei den sommerlichen Temperaturen sorgte dies gleichzeitig für eine willkommene Abkühlung.
Als Erinnerung an die erlebnisreichen und lehrreichen Tage erhielt jedes Kind zum Abschluss ein Teilnahmezertifikat.
Text: Lars Johänntgen