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Blickpunkt Merchweiler
Ausgabe 29/2026
Mitteilungen des Bürgermeisters
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Stellungnahme der Gemeinde zur aktuellen Baustellensituation

Durch die jüngste Berichterstattung in der Saarbrücker Zeitung zum Thema „Baustelle in der Hauptstraße“ sehen wir uns veranlasst, die derzeitige Sachlage und die zu erwartenden künftigen Herausforderungen, vor denen wir alle zusammen stehen, nochmals darzulegen.

Uns ist bewusst und es liegt auch in der Natur der Sache, dass die aktuelle Baustellensituation für unsere Bürgerinnen und Bürger, insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner und die Gewerbetreibenden eine große Herausforderung darstellt. Wir haben großes Verständnis für die Sorgen, den zusätzlichen Aufwand und die Einschränkungen, die mit einer solchen Maßnahme verbunden sind.

Die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde sind stets bemüht, bei konkreten Anfragen und Anliegen zu unterstützen und - sofern möglich - Abhilfe zu schaffen.

Eine halbseitige Sperrung der Straße wurde geprüft und ist aus technischen Gründen leider nicht möglich: Der zu sanierende Kanal verläuft mittig unter der Fahrbahn. Aufgrund der notwendigen Arbeiten sowie der geltenden arbeits- und verkehrsrechtlichen Vorschriften kann die Maßnahme nur unter einer Vollsperrung durchgeführt werden, da auf keiner Seite der Baugrube eine ausreichende, gesicherte Fahrbahnbreite verbleibt. Die Sicherheit aller Beteiligten hat hierbei oberste Priorität.

Auch die Frage nach einer innerörtlichen Umleitung wurde vielfach gestellt. Diese ist nicht ausgeschildert, da der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) Umleitungen ausschließlich über gleichwertige Straßen - in diesem Fall Landesstraßen - ausweisen darf. Zudem würde eine offizielle Umleitung durch die Ortslage die Belastung der Nebenstraßen zusätzlich erhöhen. Ortskundige Verkehrsteilnehmer finden dennoch alternative Wege.

Unser Ordnungsamt ist derzeit nahezu täglich vor Ort, um Anfragen zur Verkehrsführung und Verkehrssicherheit zu prüfen. Einige Verbesserungen konnten auf diese Weise umgesetzt werden, andere sind in Planung.

Uns ist wichtig zu betonen, dass die Gemeinde gemeinsam mit der Baufirma und dem LfS fortlaufend daran arbeitet, die Auswirkungen der Baustelle so gering wie möglich zu halten. Anregungen und Hinweise werden aufgenommen und, wo immer es möglich ist, umgesetzt.

So wurde beispielsweise auf Wunsch von H&D Shoes der Beginn der Sperrung räumlich nach hinten verschoben, damit die Zufahrt zum Geschäft so lange wie möglich erhalten bleibt. Auch der Bitte der Bäckerei Rullof, den neu angelegten Parkplatz der Filiale Hauptstraße, welcher sich in der Luisenstraße befindet, nutzbar zu halten, wurde entsprochen. Die geplante Absperrung wurde entsprechend angepasst.

Wichtig ist außerdem:

Alle Geschäfte, Einrichtungen und Häuser bleiben während der gesamten Bauzeit jederzeit fußläufig erreichbar!

Jedem ist wohl bewusst: Eine solche Maßnahme mitten durch unseren Ort kann nicht ohne massive Auswirkungen für alle Betroffenen durchgeführt werden. Daher fanden auch neben einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung spezielle Maßnahmenvorstellungen mit den unmittelbar betroffenen Gewerbetreibenden statt. Ergänzend zu diesen im Vorfeld durchgeführten Veranstaltungen wurden die Betroffenen schriftlich informiert und über die offiziellen Kanäle Informationen für alle abgesetzt. Begleitend ist der aktuelle Sachstand jederzeit über unsere Website oder den offiziellen Facebook-Account der Gemeinde verfolgbar. Zur Beantwortung konkreter Fragen wurde unterstützend eine 24-Stunden Baustellen-KI-Hotline eingerichtet.

Aber natürlich sind nicht alle Eventualitäten planbar. Auf Unvorhergesehenes, das sich im Zuge des Baufortschritts ergibt, muss reagiert werden, eingeleitete Maßnahmen müssen auf ihre Wirksamkeit überprüft und ggf. angepasst werden.

Alle Beteiligten verfolgen das gemeinsame Ziel, die Baumaßnahme möglichst reibungslos und mit den geringstmöglichen Belastungen für alle durchzuführen. Niemand möchte Anwohnern, Gewerbetreibenden oder Verkehrsteilnehmern unnötig Steine in den Weg legen. Wir bitten daher weiterhin um Ihr Verständnis, um Geduld und einen respektvollen Umgang miteinander.