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Neues aus Merzig
Ausgabe 13/2026
Redaktioneller Teil
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Freiwillige Feuerwehren der Kreisstadt Merzig blicken auf einsatzreiches Jahr 2025 zurück

Im Rahmen ihrer Jahresdienstbesprechung am 21.03.2026 haben die Freiwilligen Feuerwehren der Kreisstadt Merzig eine umfassende Bilanz des Berichtsjahres 2025 gezogen. Neben einem Rückblick auf Einsätze, Personalentwicklung und Ausbildung standen auch Ehrungen sowie ein Gedenken an verstorbene Kameraden im Mittelpunkt.

Wehrführer Michael Gunkel berichtete, dass die Feuerwehren der Kreisstadt Merzig im Jahr 2025 zu insgesamt 304 Einsätzen alarmiert wurden. Damit liegt die Zahl weiterhin auf einem konstanten Niveau im Vergleich zu den letzten Jahren. Insgesamt wurden 526 Alarmierungen verzeichnet. Den größten Anteil der Einsätze machten erneut die technischen Hilfeleistungen aus, gefolgt von Brandeinsätzen und Fehlalarmen. Die Einsätze setzen sich zusammen aus: 147 technische Hilfeleistungen, 68 Brandeinsätze, 74 Fehlalarme, 29 gerettete Personen, 6 geborgene Personen

 

Im Bereich der Brandeinsätze zeigte sich eine breite Streuung von kleinen bis hin zu größeren Schadenslagen. Die Gesamtzahl der geleisteten Einsatzstunden lag bei 4.741 Stunden. Dies zeigt eindrucksvoll die hohe Belastung und den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrkameradinnen und Kameraden. Die Feuerwehr Merzig konnte im Jahr 2025 laut Wehrführer Gunkel auf eine gute Personalstärke zurückblicken. „Wir konnten aktive Leute dazu gewinnen und auf dem Niveau von 465 aktiven Einsatzkräften stabilisieren.“ Auch die Anzahl der Frauen in den Wehren stieg von 69 auf 76 weiter an. Die Alterswehr verzeichnete ebenfalls einen Zuwachs von 159 auf 164 Mitgliedern. Die Entwicklung zeigt insgesamt eine solide personelle Basis, auch wenn langfristig weiterhin Nachwuchsgewinnung ein wichtiges Thema bleibt.

Ein besonderer Fokus lag erneut auf der Aus- und Weiterbildung. Zahlreiche Lehrgänge auf Stadt-, Kreis- und Landesebene wurden erfolgreich absolviert. Dazu zählten unter anderem Truppmann- und Truppführerlehrgänge, Atemschutz- und Funklehrgänge sowie Spezialausbildungen wie Kettensägenführer oder Bootsführer. Diese kontinuierliche Qualifizierung stellt die hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität der Feuerwehr sicher.

Im Jahr 2025 konnten wichtige Ausrüstungsgegenstände beschafft werden, darunter befanden sich Akkubetriebene hydraulische Rettungsgeräte, neue Tragkraftspritzen für mehrere Löschbezirke, die Beschaffung eines neuen TSFWs für den Löschbezirk Silwingen sowie einen Ersatz des MTW im Löschbezirk Brotdorf. Ebenfalls wurde die Beschaffung eines Waldbrandtankers und einer Drehleiter in die Wege geleitet.

Für die Jugendfeuerwehr berichtete Anna Luckas über ein engagiertes und vielseitiges Programm im Jahr 2025. Im Rahmen der Jahresdienstbesprechung zog sie ein insgesamt positives Fazit. Mit 35 Neueintritten und 29 Austritten blieb die Mitgliederzahl nahezu stabil. Insgesamt engagieren sich aktuell 181 Jugendliche – darunter 62 Mädchen und 119 Jungen – in den 14 Jugendgruppen der Stadt. Acht Mitglieder konnten in den aktiven Feuerwehrdienst übernommen werden.

Das Jahr 2025 war geprägt von hoher Aktivität: Mehr als 400 Veranstaltungen, Übungen und Gruppenabende wurden durchgeführt. Neben feuerwehrtechnischer Ausbildung – etwa Löschangriff, Erste Hilfe oder Verkehrssicherung – standen auch zahlreiche gemeinschaftliche Aktionen im Mittelpunkt. Dazu gehörten unter anderem Tannenbaumsammelaktionen, die Teilnahme an der Picobello-Umweltaktion, Zeltlager, St.-Martins-Umzüge sowie das Kinderfest im Stadtpark. Ein besonderes Highlight war der Kreisjugendfeuerwehrtag in Brotdorf mit rund 230 Teilnehmenden in 26 Gruppen. Auch traditionelle Veranstaltungen wie der Rosenmontagsumzug oder gemeinsame Projekte – etwa die Apfelsaftaktion mit rund 500 Litern Ertrag – stärkten den Zusammenhalt der Jugendlichen.

Insgesamt stehen der Jugendfeuerwehr 57 Betreuerinnen und Betreuer zur Seite, die die umfangreiche Nachwuchsarbeit ermöglichen. Anna Luckas, dankte insbesondere den ehrenamtlichen Betreuern, der Wehrführung und allen Unterstützern für ihr großes Engagement in der Jugendarbeit.

 

Zufrieden vernahm der Merziger Oberbürgermeister und Chef der Wehr, Marcus Hoffeld, die Bilanz der beiden Verantwortlichen, Michael Gunkel und Anna Luckas. Er betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit der Feuerwehr und bedankte sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für ihr großes Engagement. In seinem Grußwort erwähnte er die gute Zusammenarbeit zwischen Wehrführung, Löschbezirken und Kreisstadt am Beispiel der  geplanten Zusammenlegung der Löschbezirke Mondorf und Silwingen. Auch bei den Mitgliedern des Stadtrates bedankte sich Hoffeld für ihre Unterstützung.

Ein großes Lob für die Arbeit der Feuerwehren in der Kreisstadt kam auch von Landesbrandinspekteur Timo Meyer. Er betonte vor allem die gute und wichtige Jugendarbeit. „Ich komme immer gerne nach Merzig“, sagte Meyer. Er lobte die ausgezeichnete Ausbildung und Ausrüstung sowie die Einbeziehung der Alterswehr.

Sowohl der Oberbürgermeister als auch der Landesbrandinspekteur begrüßten ausdrücklich die neue Vergütungsverordnung für die Feuerwehren, die zwischen dem Land und den Städten und Gemeinden vereinbart wurde. Der Stadtrat Merzig wird diese in seiner nächsten Sitzung verabschieden.

Weitere Grußworte folgten von Georg Flesch, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Merzig-Wadern e.V., Gerhard Sauer vom Landesfeuerwehrverband Saarland e.V. und Ralf Bernady von Seiten des Landkreises, der in seinem Grußwort auf das Festwochenende zum 200- jährigen Bestehen des Löschbezirks Merzig sowie dem Kreisfeuerwehrtag am 29.-31. Mai 2026 hinwies.

 

Im Anschluss erfolgten Ehrungen für lange Treue und für 25-70 Jahre Zugehörigkeit in der Feuerwehr.

Die Freiwilligen Feuerwehren der Kreisstadt Merzig blicken auf ein arbeitsintensives, aber erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Die Zahlen belegen eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Kräfte. Gleichzeitig zeigt sich, dass kontinuierliche Ausbildung, moderne Ausstattung und Nachwuchsarbeit entscheidend für die Zukunft der Feuerwehren bleiben.