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Neues aus Merzig
Ausgabe 17/2026
Redaktioneller Teil
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Städtische Wohnungsbaugesellschaft plant neuen sozialen Wohnraum mit zwei identischen Neubauten in Merzig

 

Die Merziger Verwaltungsgesellschaft für Wohnungswirtschaft mbH und Co. KG plant in den Straßen „Am Graben“ und „Zum Wiesenhof“ den Bau zweier identischer, jeweils viergeschossiger Neubauten, um dem stetig wachsenden Bedarf an sozialem Wohnraum gerecht zu werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 9 Millionen Euro. Ziel der Maßnahme ist es, geförderten Wohnraum mit einer Gesamtwohnfläche von 2.883 Quadratmetern in 44 neuen Wohneinheiten zu schaffen. Die Wohnungsgrößen reichen von 47 bis 95 Quadratmetern, sodass sowohl Singlehaushalte als auch Familien adäquate Wohnungszuschnitte finden sollen. Derzeit laufen die notwendigen Ausschreibungen für das Projekt, der Baubeginn ist für August 2026 vorgesehen.

Inklusion steht bei diesem Bauvorhaben zusätzlich im Vordergrund. Die Merziger Verwaltungsgesellschaft für Wohnungswirtschaft betont, dass auch körperlich eingeschränkte Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden. Die neuen barrierefreien Wohnungen sollen ein beschwerdefreies Wohnen ermöglichen und so das Angebot am Wohnungsmarkt verbessern.

„Ich freue mich über die zwei neu geplanten Mehrfamilien-wohnhäuser, die wir zur Verfügung stellen können. Mit je-weils 22 Wohnungen sollen diese gänzlich barrierefrei gestaltet werden. In jedem Gebäude werden darüber hinaus vier Wohnungen rollstuhlgerecht ausgebaut“, beschreibt Oberbürgermeister Marcus Hoffeld, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Merziger Verwaltungsgesellschaft für Wohnungswirtschaft ist, das Bauvorhaben.

Zur Umsetzung der Bauprojekte wurden bereits im Februar Förderbescheide der Saarländischen Investitionskreditbank (SIKB) an die beiden Geschäftsführer der Merziger Verwaltungsgesellschaft, Werner Gasper und Andreas Beul, übergeben. Die Förderung setzt sich aus Landes- und Bundesmitteln zusammen und ermöglicht die Bewilligung zinsgünstiger Baudarlehen in einer Gesamthöhe von rund 8,5 Millionen Euro. Als nicht zurückzahlbarer Zuschuss wird zudem ein Tilgungszuschuss von insgesamt rund 3,84 Millionen Euro gewährt. Dieser wesentliche Zuschuss ist eine direkte Gegenleistung für die Schaffung von preisgebundenem Wohnraum, da die Wohnungen einer 30-jährigen Belegungs- und Mietpreisbindung unterliegen.

Am Montag, 20.04.2026, fand gemeinsam mit dem saarländischen Innenminister Reinhold Jost ein Vor-Ort-Termin statt. Hierbei wurden auch Baubeginn und Fördermaßnahme erläutert. Es wurde auch deutlich, dass mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Region, in Verbindung mit der gezielten Nutzung von Fördermitteln sowie der klaren Beachtung von Barrierefreiheit die Kreisstadt Merzig Vorbild für andere Kommunen sein möchte.

Innenminister Reinhold Jost: „Mit der Neuausrichtung der sozialen Wohnraumförderung und verlässlichen baurechtlichen Rahmenbedingungen haben wir den sozialen Wohnungsbau im Saarland wieder auf Kurs gebracht. Ich begrüße es sehr, dass die Merziger Verwaltungsgesellschaft für Wohnungswirtschaft mbH und Co. KG mit Projekten wie diesem, Verantwortung bei der Umsetzung der wohnungspolitischen Ziele des Landes übernimmt und einen konkreten Beitrag zur Ausweitung des geförderten Wohnraums leistet. Besonders hervorheben möchte ich, dass hier Barrierefreiheit nicht nur mitgedacht, sondern konsequent umgesetzt wird. So schaffen wir Wohnraum, der allen Menschen – unabhängig von Alter oder körperlichen Einschränkungen – ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.“