Kreisstadt Merzig informiert im Gesundheitscampus über Erkrankung und Behandlungsmöglichkeiten
Anlässlich des Welt-Lipödem-Tages am 18. Mai 2026 laden die Kreisstadt Merzig und der Gesundheitscampus Merzig zu einem Informationsabend ein. Die Veranstaltung findet von 18:00 bis ca. 20:00 Uhr im SHG Klinikum Merzig (Altes Personalcasino/Versammlungsraum, Trierer Straße 148, Gebäude A) statt.
Unter dem Titel „Leben mit Lipödem“ informiert die Fachärztin Anke Dörr (Nardiniklinikum Zweibrücken) über Diagnostik, Therapie und Behandlungsmöglichkeiten. Im Fokus stehen unter anderem konservative Ansätze, Ernährung, Kompressionsversorgung sowie operative Optionen.
„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, das Thema Lipödem stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und betroffenen Frauen Mut zu machen. Aufklärung hilft, Vorurteile abzubauen und den Weg zu einer besseren Versorgung zu ebnen“, betont Oberbürgermeister Marcus Hoffeld.
Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung, die nahezu ausschließlich Frauen betrifft. Schätzungen zufolge leiden etwa 5 bis 10 Prozent aller Frauen weltweit daran, in Deutschland rund 4 Millionen. Die Erkrankung tritt häufig im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen auf und wird noch immer oft spät erkannt oder mit Übergewicht verwechselt.
Die Referentin Anke Dörr legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Diagnostik und Therapie des Lipödems und informiert zudem über die aktuellen Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als Voraussetzung für eine operative Behandlung.
Schirmherr des Themenabends ist Dr. Magnus Jung, Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, der die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnet.
„Mit dem Informationsabend im Gesundheitscampus Merzig möchten wir Betroffene unterstützen und einen offenen, respektvollen Austausch ermöglichen,“ erklärt Campusvorsteher Dr. h.c. Armin Streit.
Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstandsvorsitzender der IKK Südwest, wird die Erkrankung und deren Behandlungsansätze aus Sicht der Krankenkassen darstellen.
Informationsstände zur Kompressionsversorgung und physiotherapeutischen Versorgung sowie entsprechendes Informationsmaterial ergänzen das Angebot. Zudem sind Betroffene sowie Selbsthilfegruppen zum persönlichen Austausch vertreten.
Auch medizinisches Fachpersonal, insbesondere Ärztinnen und Ärzte sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, sind herzlich eingeladen, mehr über die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten zu erfahren.
„Im Rahmen unserer Reihe ‚Medizin vor Ort‘ greifen wir bewusst auch Erkrankungen auf, die in Merzig nicht vollständig fachärztlich oder operativ begleitet werden können“, erklärt Pia Schäfer, Campusmanagerin und Gesundheitsbeauftragte der Kreisstadt Merzig. „Gerade sensible Gesundheitsthemen, wie zum Beispiel das Lipödem, erfordern ein hohes Maß an Empathie und Aufklärung, da sie häufig mit Scham oder Ängsten verbunden sind.“
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Parkplätze stehen rund um das Klinikum Merzig im Gesundheitscampus zur Verfügung.