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Neues aus Merzig
Ausgabe 23/2026
Redaktioneller Teil
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Löschbezirk Merzig blickt auf gelungenes Jubiläumswochenende zum 200-jährigen Bestehen zurück

Mit einem beeindruckenden Festwochenende hat der Löschbezirk Merzig der Freiwilligen Feuerwehr der Kreisstadt Merzig sein 200- jähriges Bestehen gefeiert. Vom 29. bis 31. Mai 2026 standen Kameradschaft, Tradition, ehrenamtliches Engagement und die Verbundenheit mit der Bevölkerung im Mittelpunkt der Jubiläumsveranstaltungen.

Schon Anfang Mai hatte in der Pfarrkirche St. Peter ein ökumenischer Festgottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrendenkmal auf dem Propsteifriedhof stattgefunden.

 

Den feierlichen Auftakt bildete am Freitagabend nun der offizielle Festabend in der Stadthalle. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, Feuerwehrwesen, Hilfsorganisationen, Kirchen und Vereinen, unter ihnen Innenminister Reinhold Jost, waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf zwei Jahrhunderte Feuerwehrgeschichte zurückzublicken. In ihren Grußworten würdigten die Redner die herausragende Bedeutung der Feuerwehr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement der Kameradinnen und Kameraden über Generationen hinweg. Besonders hervorgehoben wurden die Werte Kameradschaft, Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt, die den Löschbezirk Merzig seit seiner Gründung prägen.

 

Löschbezirksführer Philip Johannes blickte in seiner Ansprache auf die Geschichte der Feuerwehr zurück und dankte allen, die den Löschbezirk in den vergangenen 200 Jahren geprägt haben.

Oberbürgermeister Marcus Hoffeld bedankte sich ebenfalls für das außerordentliche Engagement des Löschbezirks Merzig in der täglichen Arbeit, aber auch besonders an diesem Festwochenende und gratulierte herzlich zum Jubiläum.

Innenminister Reinhold Jost lobte das Engagement und die wichtige Arbeit der Feuerwehr: „Unsere Feuerwehren sind der ‚Kitt der Gesellschaft‘ und leisten unschätzbar Wertvolles“. Dafür galt sein herzlicher Dank. 

Der Schirmherr der Veranstaltung, Philipp Kohl, stellv. Vorsitzender der Kohl Medical AG, bedankte sich besonders bei den aktiven Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, den Alterskameraden, der Jugendfeuerwehr sowie den Familien, die das Ehrenamt oftmals im Hintergrund mittragen.

Ein weiterer Höhepunkt des Festabends war die Würdigung verdienter Feuerwehrkameraden. Hauptbrandmeister Joachim Maxheim erhielt für seine jahrzehntelangen Verdienste um die Feuerwehr das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Maxheim war über 31 Jahre in Führungsfunktionen tätig und leitete den Löschbezirk von 2001 bis 2025 als Löschbezirksführer.

Ebenfalls gewürdigt wurde Oberbrandmeister Michael Bautz, der insbesondere durch seinen langjährigen Einsatz in der Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung Maßstäbe gesetzt hat. Für seine Verdienste erhielt er das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze.

 

Mit der silbernen Ehrennadel der saarländischen Jugendfeuerwehr für seine besonderen Verdienste um die Nachwuchsarbeit wurde Markus Tritz ausgezeichnet. Seit dem 1. Dezember 2004 war er als Jugendbeauftragter im Löschbezirk Merzig tätig, seit 2011 zudem als Stadtjugendbeauftragter der Kreisstadt Merzig.

Offiziell wurde im Anschluss Siegbert Bauer aus seinem Amt als Kreisbrandinspekteur verabschiedet und ihm für sein langjähriges Wirken und sein außerordentliches Engagement gedankt.

Mit einem herzlichen Dankeschön für ihr jahrzehntelanges Engagement im Löschbezirk Merzig wurden Burkhard Giersberg und Günter Schramm aus dem aktiven Dienst in die Altersabteilung verabschiedet.

Den Abschluss des Festabends bildete der Große Zapfenstreich, gestaltet vom Musikverein Orscholz und dem Löschbezirk Brotdorf, der vor der eindrucksvollen Kulisse der Stadthalle zahlreiche Besucherinnen und Besucher bewegte und einen würdigen Schlusspunkt unter den ersten Veranstaltungstag setzte.

 

Auch die beiden folgenden Festtage stießen auf große Resonanz. Das Kinderprogramm mit Jongleur Christian Dirr, der „Tag der Alters- und Ehrenabteilung“ des „Kreisfeuerwehrverband Merzig-Wadern“ e.V., die Live-Musik mit der Band „Changes“ sowie das Frühschoppenkonzert mit dem „Musikverein Cäcilia 1907 Bietzen“ e.V. sorgten für beste Unterhaltung.

Besonders erfreulich war die hohe Besucherzahl bei der Ausstellung der Hilfsorganisationen am Samstag und im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages am Sonntag, die den Gästen einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben von Feuerwehr, Rettungsdiensten und weiteren Organisationen der Blaulicht-Familie bot. Großes Interesse fand auch die historische Ausstellung zur Geschichte der Feuerwehr Merzig. Zahlreiche Dokumente, Fotos und Ausrüstungsgegenstände veranschaulichten die Entwicklung der Feuerwehr von ihren Anfängen bis in die heutige Zeit.

 

Ein weiterer Höhepunkt war der Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Merzig-Wadern am Sonntag, bei dem Interessierte an 14 Stationen spannende Einblicke in die Arbeit der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden erhielten und beeindruckende Vorführungen hautnah erleben konnten. In einer Talkrunde mit Oberbürgermeister Marcus Hoffeld, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Landesbrandinspekteur Timo Meyer, dem Leiter der Katastrophenschutzbehörde Christian Thul, dem THW-Kreisbeauftragten Michael Schmitt und Kreisbrandinspekteur Thomas Jager wurde die Bedeutung der Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung sowie die enge Zusammenarbeit innerhalb des Landkreises erörtert.

 

Der Löschbezirk Merzig zieht insgesamt eine äußerst positive Bilanz des Jubiläumswochenendes. „Die große Besucherzahl, die vielen tollen Rückmeldungen und die Unterstützung zahlreicher Helferinnen und Helfer machten die Feierlichkeiten zu einem besonderen Ereignis“, freute sich Philip Johannes, sein herzliches Dankeschön galt allen, die zum Gelingen des Jubiläums beigetragen haben.“ „Das Jubiläumswochenende hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Feuerwehr Merzig auch nach 200 Jahren fest in der Bevölkerung verankert ist und weiterhin auf eine starke Gemeinschaft bauen kann“, ergänzte Johannes, „ganz im Sinne unseres Leitspruchs ‚Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr‘“.