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Neues aus Merzig
Ausgabe 25/2026
Redaktioneller Teil
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Projektstart von Saar66 in den Merziger Stadtteilen - „Saar66-Merzig und seine Dörfer“

Seit dem 1. Januar 2026 ist die Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe Merzig e.V. Projektträgerin von Saar66. Durch das landesweite Förderprogramm sollen saarlandweit neue, altersfreundliche Strukturen in den Kommunen geschaffen werden.

„In der Kreisstadt Merzig gibt es ein breit aufgestelltes Angebot für ältere Menschen. Allerdings konzentrieren sich diese Angebote hauptsächlich auf die Merziger Kernstadt und größere Stadtteile. Insbesondere ältere Menschen aus den kleineren Dörfern, die teils weite Anfahrtswege nach Merzig haben, nutzen diese wenig“, so Oberbürgermeister Marcus Hoffeld.

Der Stadtrat beschloss aufgrund dieser Überlegungen mit einem neuen Projekt gezielt Angebote in die kleineren und weiter von der Kernstadt entfernten Merziger Dörfer zu bringen. Unter dem Motto „Saar66 – Merzig und seine Dörfer“ sollen gezielt ehrenamtliche Strukturen unterstützt und aufgebaut werden, um niedrigschwellige Angebote für die Menschen der Zielgruppe 60plus zu schaffen.

Nachdem in den letzten Wochen schon Gespräche mit den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern der kleineren Merziger Stadtteile gelaufen sind, fand am Freitag, dem 12. Juni in Zusammenarbeit mit dem Ortsrat Silwingen die erste Info- und Auftaktveranstaltung im Bürgerhaus Silwingen statt. Die Veranstaltung stieß auf viel Interesse und gute Resonanz.Die Silwinger sind positiv gestimmt, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Ein nächstes gemeinsames Treffen ist bereits vereinbart und findet am 3. Juli um 17 Uhr im Bürgerhaus statt. Erste Ideen werden nun umgesetzt: Einrichtung einer Spielesammlung aus gespendeten Spielen, sowie Bildung einer WhatsApp-Gruppe und eines WhatsApp-Kanals.

 

Eine weitere Auftaktveranstaltung für Büdingen, Wellingen und Weiler findet am 9. Juli im Bürgerhaus Büdingen statt.

Ziel des Projektes ist vor allem, die Generation ab 60 Jahren zusammen zu bringen und Gemeinschaftsangebote zu schaffen. Dabei setzen die Projektmitarbeiterinnen besonders auf bereits in den Dörfern vorhandene Gruppen und Vereine.

Bewusst gibt es dazu keine feste Altersgrenze – Projektleiterin Eva Conrath (2.v.l.) erklärt: „Wir haben in unserer Arbeit festgestellt, dass viele Menschen sich nicht angesprochen fühlen, sobald sie den Begriff „Senioren“ hören. Deswegen versuchen wir alle Menschen anzusprechen, egal zu welcher Gruppe sie sich zugehörig fühlen – und mit unserer Unterstützung das zu tun, was zu ihnen passt. Ob Walkingrunde im Dorf, Ausflug in die nähere Umgebung, Kaffee-, Musik- oder Spielenachmittag oder … die Ideen sind vielfältig. Im Projekt geht es aber nicht nur um Freizeitangebote. Generell sollen die Menschen ermutigt werden, darüber nachzudenken, wie sie im Alter leben möchten, welche Aspekte dazu gehören und was sie bereits jetzt dafür tun können, um ihr Alter gut zu gestalten. Dazu gehören auch die Themen: verschiedene Wohnformen, Pflege und Unterstützungsangebote, Vorsorge und die eigene Gesundheit, sowie rechtliche Aspekte, zum Beispiel die Anlage einer Vorsorgevollmacht oder einer Patientenverfügung.

Im Projekt sollen vor allem niedrigschwellige Angebote geschaffen, ehrenamtliches Engagement gefördert und unterstützt, sowie Beratung und Information angeboten werden. „Die Gesellschaft wandelt sich, auch das Ehrenamt ist heute anders als früher, viele Menschen wollen sich nicht mehr festlegen, möchten auch mal einen längeren Urlaub machen oder eine Pause vom Ehrenamt“, so die Projektleiterin. Die AG Altenhilfe ist seit über 30 Jahren tätig und erfahren in der Begleitung von über 60 aktiven Ehrenamtlichen. „Es soll auch möglich sein, bestimmte Angebotsformate nur zeitweise anzubieten, denn niemand soll sich in seinem Ehrenamt festgenagelt fühlen.“

Profitieren sollen von den Angeboten dann Menschen aller Altersgruppen in den Dörfern - auch hochaltrige Personen oder Kinder - je nachdem, was angeboten wird. Das Projekt „Saar 66 - Merzig und seine Dörfer“ ist auf drei Jahre Laufzeit bis Ende 2028 angelegt und wird finanziert durch den Spitzenverband Bund der Pflegekassen, das Saarland und die Kreisstadt Merzig. Die Kreisstadt Merzig unterstützt das Projekt mit bis zu 15.000 € jährlich. In der AG Altenhilfe Merzig e.V. wird Saar66 von Eva Conrath und Doris Lion (1.v.r) personalisiert, die ihre bestehenden Stellen beim Träger aufstocken konnten.

Informationen zum Projekt erhalten Sie unter Projektbüro Saar66, Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe Merzig e.V., Friedrichstr.1, 66663 Merzig, Eva Conrath, Tel. 0 68 61 / 7 86 30, Doris Lion Tel. 0 68 61 / 7 88 86 oder unter E-Mail: info@altenhilfe-merzig.de und Internet:

www.altenhilfe-merzig.de/saar66