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Neues aus Merzig
Ausgabe 34/2023
Redaktioneller Teil
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Saarländischer Jägertag 2023 und Mitgliederversammlung der Vereinigung der Jäger des Saarlandes

Gut besucht war die Merziger Stadthalle am vergangenen Samstag beim Landesjägertag der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS). Themen waren unter anderem der in Rheinland-Pfalz aktuell diskutierte neue Entwurf des Landesjagdgesetzes, Photovoltaikanlagen auf Freiflächen oder die Streckenentwicklung des abgelaufenen Jagdjahres für Schalenwild. Insgesamt sorgte der Nachmittag bei den saarländischen Jägerinnen und Jägern für intensiven, aber auch freundschaftlichen Gesprächsstoff.

Jagd ist eine wichtige Form der Landnutzung und steht zunehmend auch im öffentlichen Fokus. Bedingt durch den Klimawandel, zeigen viele Baumarten im Wald massive Schäden, die bis zum Absterben ganzer Bestände führen. Daher hat der möglichst ungehinderte Aufwuchs der Naturverjüngung in den Waldflächen höchste Priorität. Naturverjüngung bedeutet die Reproduktion eines Baumes oder Bestandes, Heute verläuft diese auf natürliche Weise, ohne besondere fördernde Maßnahmen. Zu hohe Wilddichten in den Wäldern können aber unter anderem dieses Ziel verhindern. Durch den Einsatz der Jägerinnen und Jäger wird beispielsweise die sogenannte „Verbissbelastung“ in den Naturverjüngungsflächen reduziert und kontrolliert. Die Kreisstadt Merzig steht als größter kommunaler Waldbesitzer mit ungefähr 2500 ha Waldfläche im Saarland für eine naturnahe Waldgestaltung. Dies bezieht sich auf die Überwachung des Wildbestandes, insbesondere auf die Bestandsdichte und Bestandsentwicklung, um das Ökosystem Wald nicht nachhaltig zu schädigen. Oberstes Ziel ist es dabei, Wildschäden zu verringern und der Übertragung von Wildtierkrankheiten vorzubeugen.

„Wir sind als Kreisstadt Merzig der größte Kommunale Waldbesitzer im Saarland und haben daher sehr häufig mit den Jägerinnen und Jägern hier vor Ort zu tun. Unsere Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Die Wege sind kurz und wir tauschen uns regelmäßig mit allen wichtigen Informationen zum Thema aus. Aus diesem Grund sage ich danke für das vertrauensvolle Miteinander, aber auch für das große Engagement, welches Sie als Jägerinnen und Jäger im Sinne des Natur- und Artenschutzes leisten“, betonte Oberbürgermeister Marcus Hoffeld bei seinem Grußwort.

Jägerinnen und Jäger investieren viel Zeit für Artenschutz und Biotoppflege, insbesondere für Prävention von Wildschäden in Wald und Feld. Weiterhin trainieren sie mit ihrer Waffe auf dem Schießstand oder im Schießkino, um Unfälle in der praktischen Ausübung ihrer Tätigkeit zu vermeiden und die Sicherheit bei der Jagd zu erhöhen. Mit der Pflicht zur Hege sprechen sie sich für einen artenreichen, gesunden Wildbestand aus, aber auch für die Pflege zur Lebensgrundlage und des Lebensraumes der Wildtiere.