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Neues aus Merzig
Ausgabe 4/2026
Redaktioneller Teil
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Neujahrsempfang der Freiwilligen Feuerwehr: Löschbezirk Merzig blickt auf einsatzreiches Jahr und kündigt Jubiläum an

Im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs hat der Löschbezirk Merzig der Freiwilligen Feuerwehr Bilanz für das Jahr 2025 gezogen und zugleich auf ein besonderes Jubiläum hingewiesen. Löschbezirksführer Philip Johannes erinnerte daran, dass die Feuerwehr Merzig in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen feiert. Die Wurzeln reichen bis zur Gründung der Feuerlösch-Kompanie im Mai 1826 zurück. Das Jubiläum wird am letzten Maiwochenende begangen.

Im vergangenen Jahr wurde der Löschbezirk Merzig zu insgesamt 206 Einsätzen alarmiert. Dabei konnten 13 Menschen gerettet werden, für vier Personen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Einsatzstatistik umfasst 38 Brände, 64 technische Hilfeleistungen, 50 nachbarliche Hilfen auf Stadtebene sowie zwölf auf Kreisebene. Hinzu kamen 49 Fehlalarme.

Der Löschbezirk zählt derzeit 92 Mitglieder. In der Einsatzabteilung engagieren sich 47 Feuerwehrangehörige, darunter sechs Frauen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs um drei Mitglieder, unter anderem durch den Übertritt eines Jugendlichen aus der Jugendfeuerwehr. Die Altersabteilung umfasste zum Jahresende 24 Mitglieder. In der Jugendfeuerwehr waren 21 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 16 Jahren aktiv, darunter drei Mädchen.

Besonders hob Philip Johannes die Bedeutung der Tagesalarmbereitschaft hervor: Zwischen fünf und 17 Uhr unterstützen 22 in Merzig beschäftigte Einsatzkräfte den Löschbezirk. „Ohne diese Unterstützung stünden wir vor großen Problemen“, betonte er. Positiv fiel zudem die Bilanz der umfangreichen Renovierungsarbeiten im Feuerwehrgerätehaus aus, die größtenteils in Eigenleistung umgesetzt wurden und zusätzliche Räume für die Jugendfeuerwehr schufen.

Für ihr besonderes Engagement wurden Markus Hissler und Markus Jakob ausgezeichnet. Hissler erhielt eine Dankesplakette für die kostenfreie Aufbereitung des Parketts im Flur und Büro, Jakob für Trockenbau- und Tapezierarbeiten. Insgesamt leisteten die Mitglieder des Löschbezirks im Jahr 2025 rund 15.561 ehrenamtliche Stunden, davon 1.460 Stunden auf Stadtebene und 1.224 Stunden für den Landkreis.

Oberbürgermeister Marcus Hoffeld würdigte die Arbeit der Feuerwehr und lobte die neue Führung um Philip Johannes sowie dessen Stellvertreter Stefan Zang und Moritz Scheid. Auch die Nachwuchsarbeit bezeichnete er als vorbildlich. Die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den weiteren Löschbezirken hob Hoffeld ebenso hervor wie das soziale Engagement der Feuerwehr, etwa bei der Unterstützung des querschnittsgelähmten Feuerwehrmanns Dennis aus Fitten oder bei Veranstaltungen wie dem Nikolausmarkt und der Merziger Fastnacht.

Mit Blick auf die Zukunft kündigte der Oberbürgermeister die Auslieferung eines neuen Löschfahrzeugs im Wert von rund 1,2 Millionen Euro für Februar an. Dieses sei aus seiner Sicht „gut investiertes Geld“.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich dankte den Einsatzkräften für ihren hohen ehrenamtlichen Einsatz und betonte die zentrale Bedeutung des Löschbezirks Merzig im Landkreis, unter anderem als Standort der Atemschutzlogistik. Neben dem Brandschutz seien die Feuerwehrangehörigen auch im Katastrophen- und Zivilschutz sowie in der Gemeinschaftspflege unverzichtbar.

Auch der stellvertretende Landesbrandinspekteur Sebastian Quinten sprach von einer eindrucksvollen Leistung. Eva Pilger, Vorsitzende des Feuerwehrvereins Merzig, zeigte sich erfreut über die breite Anerkennung der Arbeit der Hilfsorganisationen in der Bevölkerung. Die Wertschätzung, die den Ehrenamtlichen entgegengebracht werde, sei ein wichtiges Signal und Motivation für das weitere Engagement.