Titel Logo
Mitteilungsblatt der Gemeinde Nalbach
Ausgabe 28/2019
Seite 3
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner

Auch in Nalbach melden immer mehr Bürger den Eichenprozessionsspinner (EPS)

Die Raupe des EPS (eines recht unscheinbaren Nachtfalters) häutet sich ca. 5- bis 6-mal in ihrer Entwicklung und baut dabei mit vielen Artgenossen ein gespinstartiges Nest. Die unterschiedlich großen gräulich-braun gefärbten Nester befinden sich häufig in Astgabeln, an der Unterseite von starken Ästen oder am Stamm von Eichen, und zwar nur an Eichenbäumen. Ab dem dritten Stadium wachsen den Raupen die gefährlichen Brennhaare, die den Giftstoff Thaumetopoein enthalten; ein Eiweißgift, das bei Mensch und Tier auf der Haut, in den Augen und in den Atemwegen juckende und entzündliche Reaktionen hervorruft. Bei starken Beschwerden sollte man dringend einen Arzt aufsuchen. Der beste Schutz gegen eine Kontamination durch die Gifthaare ist, Abstand von den Nestern zu halten und auf keinen Fall sollte man Raupen oder Nester berühren.

Aufgrund der enormen Anzahl befallener Bäume auf Gemeindeflächen kann die Beseitigung der Nester nur im Innenbereich und auf stark frequentierten Stellen im Außenbereich vorgenommen werden. Dazu beauftragt die Gemeinde geeignete Fachfirmen.

Im Spätsommer schlüpfen aus den Puppen die fertigen Nachtfalter. In den verlassenen Nestern sind die Raupenhaare bei trockener Lagerung allerdings noch bis zu 12 Jahre lang wirksam.

Sollten Sie einen Befall auf öffentlichen Flächen (insbesondere auf Schulhöfen, Kinder-spielplätzen, Sportplätzen etc.) bemerken, melden Sie diesen bitte per E-Mail an m.klein@nalbach.de oder telefonisch unter der Nummer 06838 9002-170 mit einer genauen Ortsangabe. Im Einzelfall wird dann entschieden, wie weiter vorgegangen wird.

Wir beraten Sie auch gerne bei einem Befall auf Ihrem privaten Grundstück.

Peter Lehnert, Bürgermeister