Titel Logo
Mitteilungsblatt der Gemeinde Nalbach
Ausgabe 38/2018
Seite 3
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Vernissage Peter Becker

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 23.09.2018 lade ich Sie um 11 Uhr herzlich zur Vernissage des Bilsdorfer Künstlers Peter Becker ins Rathaus ein.

Umrahmt wird die Veranstaltung vom Trio An.Ke P. Peter Becker befasst sich bei seinen Werken mit dem Bewahren und Vergehen, die beiden Pole seiner Stillleben. Kronkorken und alte Zeitungen bilden den ersten Mittelpunkt der Serie. Beckers Künstlerherz hängt daran Wegwerfprodukte par Excellence vor dem Vergehen zu bewahren: Gegenständliches des Alltags, die Ästhetik des Gewöhnlichen und die subtilen Motive des Banalen hält er in seinen Stillleben fest.

Ab dem 24.09. kann die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.

Über Ihr Kommen würde ich mich sehr freuen.

Peter Lehnert

Bürgermeister

Peter Becker (*1954):

kehrt dem kleinbürgerlich-ländlichen Umfeld seiner Heimat Bilsdorf nur für die Jahre seines Studiums der Pädagogik den Rücken. Der Grundstein für sein künstlerisches Schaffen ist zu diesem Zeitpunkt (1977) längst gelegt: Zeichnungen in Blei und Kohle, fotografische Arbeiten und immer wieder Ausflüge in entlegene Gefilde wie Comic-Art und Bildgeschichte lassen schon in den frühen Jahren auf eine gewisse Experimentierfreudigkeit schließen.

Am Studienort Mönchengladbach absolviert Becker ein Studium bei einem Beuys-Schüler: das Plakative dieses Künstlers wird sich vielleicht später bei Becker Bahn brechen ...

Nach dem Studium mit den Schwerpunkten Kunst und Pädagogik beginnt für den Diplompädagogen eine bewegende Berufszeit.

Einsätze in einigen Brennpunkten sozialen Wirkens bis er 1990 seine Tätigkeit in einer großen Jugendhilfeeinrichtung antritt. Die Herausforderungen des Sozialen finden in der Familie ihren Gegenpol: Seine Heirat und die Geburt der beiden Kinder verschieben den Schwerpunkt in Beckers Leben in Richtung Familienmensch. Jährlich entstehen immer noch eine Handvoll mittelgroßer Arbeiten in Acryl, die oft ihren Weg in den Freundeskreis finden. Die Motive sind auch hier Gegenständlicher Art und entstehen mit Hilfe fotografischer Vorlagen.

Was nach Ostern 2008 einen wahren Schaffensrausch auslöst, wird wohl immer im Bereich des Spekulativen bleiben. Fast scheint es als habe ein Thema seinen Künstler gefunden und nicht umgekehrt. Geradezu manisch malt Becker im Laufe von neun Monaten über 30 Variationen eines Grundthemas.

So fand er neben dem Beruf auch seine Berufung.