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Namborner Nachrichten
Ausgabe 8/2026
Der Seniorensicherheitsberater informiert
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Warnung vor Betrugs-E-Mails

Derzeit sind zahlreiche gefälschte E-Mails im Namen des „Bundeszentralamtes für Steuern“ im Umlauf. In diesen Mails wird den Empfängern mitgeteilt, dass gegen sie ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. In der angehängten PDF-Datei werden hohe Beträge für Verfahrenskosten, Ordnungsgeld und Mahngebühren verlangt.

Mit dieser Betrugsmasche schaffen es die Kriminellen immer wieder, ahnungslose Bürger zur Überweisung von Summen im dreistelligen Euro-Bereich zu bewegen. Aktuelle Informationen zu Betrugsversuchen unter dem Namen des Bundeszentralamtes für Steuern finden Sie hier:

https://www.bzst.de/DE/Service/Betrug/warnung_betrugsversuche_node.html#js-tocentry1

Ähnlich gestaltet sich auch die Betrugsmasche durch gefälschte Mails, die angeblich von Banken stammen: „Ihr Konto wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.“ Dies ist ein typischer Einstieg in den Betrug. Unter dem Vorwand, die Online-Banking-Funktionen wiederherzustellen oder die Sicherheit zu gewährleisten, werden die Empfänger aufgefordert, ihre Kontodaten oder andere persönliche Informationen zu „aktualisieren“. In anderen Fällen versuchen die Betrüger per Telefon, die Opfer dazu zu bewegen, eine Fernwartungssoftware herunterzuladen, um dann auf deren Computer zugreifen und Zahlungen auszulösen.

So können Sie sich schützen, wenn Sie folgende Punkte beachten:

  • Ihre Bank fordert niemals per E-Mail oder Schreiben vertrauliche Daten wie NetKey, PIN oder TAN an! Klicken Sie niemals auf einen Link in einer verdächtigen E-Mail. Wenn Sie den Absender nicht kennen oder Zweifel an der Echtheit haben, klären Sie dies immer über eine sichere Kommunikationsmöglichkeit (z.B. telefonisch oder persönlich bei Ihrer Bank).

  • Bei Phishing-Mails nutzen Cyberkriminelle häufig Einschüchterung, das Fehlen von Misstrauen und mangelndes technisches Verständnis der Opfer aus. Das Prinzip hinter Phishing-Angriffen ist immer dasselbe: Sie erhalten eine gefälschte E-Mail, die Links zu ebenso gefälschten Webseiten oder Pop-up-Fenstern enthält. Dort werden Sie unter einem Vorwand aufgefordert, Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen einzugeben. So gelangen die Kriminellen, oft unbemerkt, an Ihre Login-Daten für Online-Banking oder Webshops. Wenn Sie den Verdacht haben, Opfer eines Phishing-Angriffs zu sein, ignorieren und löschen Sie die E-Mail sofort.

Hier einige Merkmale, an denen Sie Phishing-Mails erkennen können:

  • Die E-Mail spricht Sie unpersönlich an („Sehr geehrter Kunde“, „Sehr geehrter Nutzer“).
  • Die E-Mail enthält Drohungen oder Aufforderungen zum Handeln („Wenn Sie nicht innerhalb von drei Tagen überweisen, wird Ihr Konto gesperrt“).
  • In der E-Mail finden sich auffällige Rechtschreibfehler oder unübliche Formulierungen, wie etwa umständlich aufgelöste Umlaute (oe, ae statt ö, ä, ü).
  • Der Text ist in schlechtem Deutsch oder einer fremden Sprache verfasst.
  • Es wird zur Eingabe persönlicher Daten wie TAN oder PIN aufgefordert (Banken und Webshops tun dies niemals).
  • Die Webadresse der aufgerufenen Seite enthält Rechtschreibfehler oder ungewöhnliche Erweiterungen (z. B. statt „sparkasse.de“ eine Adresse wie „184tg.sparkasse.com“).
  • Eine verdächtige E-Mail könnte auch eine Antwort auf eine E-Mail sein, die Sie angeblich selbst versendet haben. Wenn Sie sich unsicher sind, löschen Sie diese E-Mail lieber oder ignorieren Sie sie.
  • Phishing-E-Mails sind zunehmend besser gemacht und oft schwer zu erkennen. Einige oder alle der genannten Merkmale können auftreten.

Wichtig:

Banken, Versicherungen oder Behörden wenden sich für dringende Anliegen oder sensible Daten stets per Post an Sie. Wenn der Betreff der E-Mail auf eine Rechnung, persönliche Daten oder besondere Angebote hinweist, ist dies oft ein Versuch, Ihr Vertrauen zu gewinnen. Sollten Sie Zweifel an der Echtheit einer E-Mail haben, reagieren Sie nicht darauf. Löschen Sie die E-Mail oder kontaktieren Sie Ihre Bank direkt, um nachzufragen.

Weitere Hinweise - auch für Vereine und Gruppen - erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater im Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel:

Telefon: 06851 8015201

E-Mail: seniorenbuero@lkwnd.de

Dorthin können auch Anfragen für kostenfreie Vorträge und Beratungen gerichtet werden.

Sowie bei Ihrem Seniorensicherheitsberater für die Gemeinde Namborn:

Norbert Lesch, 06852 7578

Norbert.Lesch@gmx.net