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Nohfelder Nachrichten
Ausgabe 25/2026
Der Bürgermeister informiert
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Köhlerhalle Walhausen nach umfassender Sanierung feierlich wiedereröffnet

Nadja König, Horst Künzer, Stefanie Bastuck-Hild, Stefan Kemmer, Andreas Veit, Oliver Thome



Mit zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Bevölkerung wurde am Sonntag die umfassend sanierte Köhlerhalle in Walhausen offiziell wiedereröffnet. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit und einem mehrjährigen Planungs- und Förderverfahren steht die Halle nun wieder als moderner Mittelpunkt des Dorflebens zur Verfügung.

Seit ihrer Errichtung im Jahr 1990 wird die Halle intensiv für Vereinsveranstaltungen, kulturelle Angebote, private Feiern und zahlreiche weitere Aktivitäten genutzt. Nach mehr als 30 Jahren war eine grundlegende Sanierung erforderlich geworden. Möglich wurde das Projekt durch die Aufnahme in das Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Nadine Schön hatte auf das Förderprogramm aufmerksam gemacht und sich für die Bewerbung von Nohfelden eingesetzt. Von den bundesweit zahlreichen Bewerbungen wurden im Jahr 2021 lediglich 200 Projekte ausgewählt. Die Gemeinde Nohfelden erhielt für die Köhlerhalle eine Förderzusage in Höhe von 720.000 Euro, was 90 Prozent der ursprünglich geschätzten Kosten entspricht.

Der Weg bis zur Umsetzung erwies sich jedoch als lang und anspruchsvoll. Nach der Antragstellung im Jahr 2020 folgten umfangreiche Abstimmungen mit dem Fördermittelgeber sowie mehrere Überarbeitungen der Planungsunterlagen. Erst 2024 wurde das Projekt endgültig vom Bund freigegeben. Der Baubeginn erfolgte schließlich im November 2024. Auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Preissteigerungen führten zu erheblichen Mehrkosten. Insgesamt belaufen sich die Investitionen nun auf rund 1,3 Millionen Euro.

Im Rahmen der Sanierung wurde die Köhlerhalle technisch und energetisch modernisiert sowie gestalterisch umfassend aufgewertet. Besonderen Wert legten die Planer darauf, die historische Identität Walhausens sichtbar zu machen. So finden sich in der Gestaltung zahlreiche Bezüge zur örtlichen Tradition des Erzbergbaus und der Köhlerei, die der Halle ihren Namen gegeben haben.

Während der Eröffnungsfeier sorgten musikalische Beiträge des Chors „Juist Voices“, von Rüdiger Wack sowie des „Köhler-Chors“ für den festlichen Rahmen. Die Köhlerfrauen bereicherten das Programm mit einem Tanzauftritt. Als Ehrengäste waren Landrat Udo Recktenwald und Dr. Magnus Jung, Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, gekommen, der auch ein Grußwort sprach. Ortsvorsteher Oliver Thome nutzte die Gelegenheit, um allen Beteiligten für ihr Engagement zu danken. Sein besonderer Dank galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, den beteiligten Architekten und Fachplanern, den ausführenden Unternehmen, den Fördergebern sowie der Arbeitsgemeinschaft Walhauser Vereine, die das Projekt während der gesamten Laufzeit aktiv begleitet und unterstützt hatte.