Im Keltenpark Otzenhausen wird Geschichte nicht nur erzählt, sondern mit allen Sinnen erlebbar – besonders eindrucksvoll beim „Keltenmahl“, einem Abend, der Besucher an eine festlich gedeckte Tafel in die Welt der Eisenzeit entführt. Zwischen keltischem Dorf, stimmungsvoller Musik und Speisen nach überlieferten Rezepten verbindet die Veranstaltung Genuss, Schauprogramm und lebendige Archäologie zu einem besonderen Heimat-Erlebnis.
Beim Keltenmahl nehmen die Gäste an einer großen keltischen Tafel im Keltenpark Otzenhausen Platz und erleben einen Abend, der sich eng an historische Vorbilder anlehnt. Aufgetischt werden Gerichte, die sich an überlieferte keltische Rezepte anlehnen und zeigen, wie vielfältig die Küche Mitteleuropas lange vor Kartoffeln, Tomaten und Co. gewesen ist. Dazu gehören unter anderem Fleisch- und Getreidespeisen, Gemüse und Kräuter, wie sie auch in archäologischen Funden nachgewiesen sind.
Untermalt wird das Ganze von Musik und einer Atmosphäre, die an ein antikes Gastmahl erinnert: Holz, Feuer, einfache Geschirrformen und der Blick in das nachgebildete Keltendorf machen deutlich, dass es nicht um Folklore, sondern um ein möglichst authentisches Eintauchen in eine vergangene Lebenswelt geht.
Showprogramm und Atmosphäre
Das Keltenmahl ist nicht nur ein Abendessen, sondern ein inszeniertes Erlebnis mit Showelementen. Brillante Darbietungen, Erzählungen und szenische Elemente lassen die Gäste in die Sagen- und Mythenwelt der Kelten eintreten, während zwischen den Gängen immer wieder keltische Geschichte und Alltagskultur aufgegriffen werden. So entsteht ein spannender Wechsel aus Information und Unterhaltung, der auch Besucher anspricht, die sich sonst eher selten mit Archäologie beschäftigen.
Die besondere Kulisse des Keltenparks trägt wesentlich zur Wirkung des Abends bei: Im Keltendorf mit seinen rekonstruierten Häusern und Anlagen wird sichtbar, wie die Menschen der Region vor rund 2.500 Jahren lebten, arbeiteten und feierten. Mit Einbruch der Dämmerung sorgt das Lichtspiel in den Häusern und auf dem Gelände für eine Atmosphäre, die viele Gäste als „Zeitreise-Gefühl“ beschreiben.
Kulturgeschichte, die man schmecken kann
Hinter dem Keltenmahl steht der Anspruch, Geschichte nicht trocken im Museum, sondern mitten im Leben zu vermitteln. Die Kombination aus archäologischem Wissen, rekonstruiertem Keltendorf und passender Küche macht deutlich, dass Esskultur immer auch ein Spiegel von Handel, Gesellschaft und Glauben ist. Gewürze, Getreide und Tierprodukte, wie sie bei den Kelten nachgewiesen sind, erzählen von alten Handelswegen, regionalen Ressourcen und sozialen Unterschieden – und werden beim Keltenmahl mit modernen Hygienestandards und Kochtechniken für heutige Gaumen aufbereitet.
Wer sich auf das Keltenmahl einlässt, lernt nebenbei, dass viele unserer heutigen Vorstellungen von „einfacher“ früherer Küche nicht stimmen: Die Kelten nutzten bereits eine erstaunliche Vielfalt an Zutaten und verfeinerten ihre Speisen mit Kräutern und importierten Produkten aus dem Mittelmeerraum.
Ein Ausflugstipp für die ganze Region
Dank der Lage im Nationalpark-Tor Keltenpark eignet sich das Keltenmahl ideal, um den Besuch mit einer Wanderung oder einem Ausflug in die Natur zu verbinden. Tagsüber können Gäste das Keltendorf und die Ausstellung besuchen oder eine Rangertour unternehmen, bevor am Abend die festliche Tafel eröffnet wird. Damit ist das Angebot nicht nur für Einheimische, sondern auch für Besucher aus der weiteren Region ein attraktiver Anlass, den Keltenpark (neu) zu entdecken.
Die Plätze für das Keltenmahl sind begrenzt und eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Reservierung beziehungsweise dem Erwerb eines Tickets möglich. Termine und Buchungsmöglichkeiten sind im Online-Auftritt des Café-Bistro Keltenpark zu finden. Wer einmal erleben möchte, wie sich „Feierabend“ in der Eisenzeit angefühlt haben könnte, findet hier eine besondere Mischung aus regionaler Gastronomie, Geschichte zum Anfassen und einem stimmungsvollen Abend in außergewöhnlicher Umgebung. (LeWe)