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Ausgabe 10/2026
Allgemeine Nachrichten
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Betrugsversuche per Telefonanrufe

Die Seniorensicherheitsberater informieren

Durch eine aufmerksame Seniorin aus einem Tholeyer Ortsteil wurde der Seniorensicherheitsberater über verschiedene Betrugsversuche in den letzten beiden Wochen informiert.

Da sich die Seniorin nach eigenen Angaben regelmäßig über die Hinweise zu Betrugsmaschen von den Seniorensicherheitsberatern informiert, war sie aber clever und ließ die Betrugsversuche ins Leere laufen.

Die Betrüger versuchten mit der Enkeltrickmasche (mehrfach angeblicher Verkehrsunfall eines Angehörigen sowie angeblich bevorstehender Wohnungseinbruch und hierbei die „sichere Verwahrung“ von Bargeld und Schmuck) die Seniorin um ihr Erspartes zu bringen. Die Seniorin ließ die Anrufer aber abblitzen.

Andere Betrugsanrufe zielten auf die Bestellung von Pflegehilfsmitteln hin. Auch hier wusste die Seniorin Bescheid und die Betrugsversuche scheiterten.

Letztendlich teilten Anrufer auch noch mit, dass eine beauftragte Firma bei der Seniorin ins Haus kommen würde und dort die richtige Installation der Rauchmelder überprüfen würde. Aber auch diese bereits mehrfach erfolgreiche Betrugsmasche (mit Diebstählen dabei aus der Wohnung) scheiterte bei der Seniorin.

Hier nochmals die ständigen Hinweise der Seniorensicherheitsberater zu derartigen Betrugsversuchen:

· Die Polizei (oder Staatsanwaltschaft) verlangt in Deutschland niemals eine Kaution bei derartigen angeblichen Verkehrsunfällen.

· Ebenso nimmt die Polizei niemals fremdes Eigentum in Verwahrung, um es vor Schaden ein Wohnungseinbrüchen zu schützen

· Bei angeblichen Anrufen durch Polizeibeamte immer selbst mit der Polizei unter der Notrufnummer 110 Kontakt aufnehmen und den Vorfall melden.

· Bezüglich Rauchmelderkontrollen wird darauf hingewiesen, dass derartige Kontrollen durch Behörden nicht in Wohnungen erfolgen, sondern dass dies für Betrüger die benutzte Masche ist, um Zutritt in Wohnungen zu bekommen, die anwesenden Bewohner abzulenken und dabei Diebstähle begehen zu können.

· Wenn es um Pflegefragen und Notrufmelder geht, sollte man mit dem Pflegestützpunkt beim Landratsamt St. Wendel (Tel. 06851 / 801-5254) Kontakt aufnehmen. Dort wird man ehrlich beraten.

Weitere Informationen – auch für Vereine und Gruppen – sind in der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater beim Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel erhältlich. Sie erreichen die Geschäftsstelle telefonisch unter 06851/801-5201 oder per E-Mail an seniorenbuero@lkwnd.de. Dorthin können auch Anfragen für kostenfreie Vorträge und Beratungen gerichtet werden.

Andreas Lauer
Seniorensicherheitsberater der Gemeinde Nonnweiler