Die Partnerschaft für Demokratie (PfD) im Landkreis Sankt Wendel ruft gemeinnützige Organisationen, Vereine und Initiativen dazu auf, Projektanträge für die zweite Förderphase 2026 einzureichen. Ziel ist es, Projekte zu unterstützen, die das demokratische Miteinander stärken, gesellschaftliche Vielfalt fördern und Extremismus vorbeugen. Anträge können noch bis zum 4. Mai gestellt werden.
Gefördert werden Vorhaben, die Menschen dazu ermutigen, sich aktiv in demokratische Prozesse einzubringen und Verantwortung vor Ort zu übernehmen. Im Bereich der Demokratieförderung stehen insbesondere Projekte im Fokus, die demokratisches Engagement stärken, Beteiligung ermöglichen und Kompetenzen wie Dialog- und Konfliktfähigkeit fördern. Dazu zählen beispielsweise Jugend- und Bürgerdialoge, Workshops oder Bildungsangebote, die demokratische Grundwerte vermitteln.
Ein weiterer Förderschwerpunkt liegt auf der Gestaltung von Vielfalt. Unterstützt werden Projekte, die ein respektvolles Miteinander im Landkreis fördern, Diskriminierung abbauen und die Teilhabe benachteiligter Gruppen stärken. Dazu gehören etwa Begegnungsprojekte, Empowerment-Workshops oder Bildungsangebote zu Antidiskriminierung und gesellschaftlicher Vielfalt.
Darüber hinaus richtet sich die Förderung auf die Prävention von Extremismus, Antisemitismus und Rassismus sowie weiterer Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Gefördert werden Maßnahmen, die zur Aufklärung beitragen, Handlungssicherheit im Umgang mit demokratiefeindlichen Entwicklungen vermitteln und die Medienkompetenz stärken. Auch Projekte zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und zur Erinnerungsarbeit sind möglich.
Die Projekte können frühestens am 1. Juni 2026 starten und müssen bis spätestens 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein. Nach Projektende ist ein Verwendungsnachweis vorzulegen. Die Entscheidung über die Förderung trifft ein Bündnis, das sich mehrheitlich aus zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammensetzt.
Antragsberechtigt sind ausschließlich gemeinnützige Organisationen. Voraussetzung für die Antragstellung ist unter anderem eine gültige Gemeinnützigkeitsbescheinigung sowie ein nachvollziehbarer Kosten- und Finanzierungsplan, in dem alle Ausgaben detailliert aufgeführt sind. Honorarkosten müssen transparent nach Qualifikation, Stundenumfang und Stundensatz dargestellt werden.
Interessierte können sich im Vorfeld kostenfrei beraten lassen. Die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie unterstützt bei der Entwicklung von Projektideen und bei der Antragstellung. Ansprechpartner ist Uwe Albrecht, erreichbar unter Telefon (06851) 8082794 oder per E-Mail an uwe.albrecht@adolf-bender.de.
Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Sankt Wendel wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Weitere Informationen sowie die Antragsunterlagen sind online unter https://pfd.landkreis-st-wendel.de abrufbar. (LeWe)