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Ausgabe 2/2026
Allgemeine Nachrichten
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Hand in Hand für Weihnachten

Aktion für LKW-Fahrerinnen und -Fahrer

Weihnachten fern der Familie auf der Autobahn verbringen – für viele LKW-Fahrer ist das Realität. Mit einer besonderen Aktion hat Florian Blaes mit vielen Freiwilligen diesen Menschen nun eine Freude bereitet.

Vor rund drei Wochen herrschte im Mehrgenerationenhaus in Hermeskeil reger Betrieb. Kartons wurden gestapelt, Anhänger entladen und Spenden sortiert. Im Zentrum der Aktion stand Florian Blaes, der gemeinsam mit seiner Familie, freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Trier rund 250 „Weihnachtseimer“ für LKW-Fahrer vorbereitete. Die Geschenke wurden am 25. Dezember auf Raststätten entlang der A1 und A6 übergeben.

Eine Idee aus persönlicher Beobachtung

Die Initiative entstand aus einer persönlichen Beobachtung Blaes’. Jedes Jahr, wenn er zu Weihnachten nach Trier fuhr, fiel ihm auf, wie viele LKW auf der Raststätte Hochwald standen. „Ich habe mich gefragt, wie viele Fahrer dort alleine im Führerhaus sitzen, fern von ihrer Familie“, berichtet Blaes. Aus diesem Gedanken heraus entstand der Wunsch, diesen Menschen zu Weihnachten eine kleine Freude zu bereiten.

Da Blaes selbst aus der Region stammt, bot sich der Rastplatz Hochwald für die erste Station der Aktion an. Später wurde die Aktion auch auf den Rastplatz Eifel und weitere Standorte wie etwa Ramstein ausgeweitet, um noch mehr Fahrer zu erreichen.

Überwältigende Resonanz aus der Region

Um Unterstützung zu gewinnen, veröffentlichte Blaes seine Idee über soziale Netzwerke – mit großem Erfolg. Zahlreiche Menschen meldeten sich, brachten Sach- und Geldspenden ein oder boten ihre tatkräftige Hilfe an. Auch der ASB Trier signalisierte sofort Unterstützung. Blaes: „Der Gedanke, Menschen in besonderen Situationen zu helfen, passt genau zum Auftrag des Verbandes.“

Neben dem ASB packte auch die Familie Blaes tatkräftig mit an: Von Frau und Kindern über Eltern und Geschwister half jeder mit. Weitere Helferinnen und Helfer aus der Region waren ebenfalls vor Ort.

Packaktion nach Fließbandprinzip

Statt Geschenktüten entschied sich Blaes kurzfristig für Eimer, die stabiler sind und mehr Platz bieten. In jeden der 250 Eimer kamen praktische und weihnachtliche Inhalte: Hygieneartikel wie Deo und Duschgel, Getränke, Warnwesten, Süßigkeiten, Lebkuchen, kleine Engel als Glücksbringer und später auch frische Würstchen.

Unterstützung aus Institutionen, Schulen und Unternehmen

Neben privaten Spendern beteiligten sich Schulen, Seniorenheime, Unternehmen und Vereine an der Aktion. Rund 3.000 Euro an Geldspenden kamen zusammen. Zudem spendete ein Altenheim 20 Liter Gulaschsuppe für die LKW-Fahrer, um ihnen eine warme Mahlzeit zu bieten.

Wertschätzung für eine oft übersehene Berufsgruppe

Für Florian Blaes war die Aktion vor allem eine Herzensangelegenheit: „Diese Menschen liefern das ganze Jahr über Waren, Lebensmittel und Materialien – gerade an Weihnachten stehen sie oft allein auf Rastplätzen. Wir wollten Danke sagen.“

Mit der Aktion hat Florian Blaes nicht nur 250 LKW-Fahrer glücklich gemacht, sondern auch gezeigt, wie groß die Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Region ist – und dass selbst kleine Gesten wie ein „Weihnachtseimer“ große Freude bringen können. (LeWe)