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Ausgabe 21/2026
Allgemeine Nachrichten
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Sichere Fahrradsaison für Senioren

Infos des Seniorensicherheitsberaters

Mit den ersten sonnigen Tagen hat die Fahrradsaison begonnen – und immer mehr Menschen steigen wieder aufs Rad. Besonders die ältere Generation nutzt das Fahrradfahren zur Förderung der eigenen Fitness. Gleichzeitig warnen Polizei und Seniorensicherheitsberater vor erhöhten Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit der zunehmenden Nutzung von E-Bikes.

Seit der Corona-Pandemie ist die Zahl der Radfahrer insgesamt gestiegen, darunter auch viele Seniorinnen und Senioren. Dabei wird jedoch häufig unterschätzt, dass altersbedingte Einschränkungen wie verlangsamte Reaktionsfähigkeit oder Unsicherheiten im Fahrverhalten die Sicherheit im Straßenverkehr beeinträchtigen können. Diese Schwächen würden von den Betroffenen oft selbst nicht erkannt.

Insbesondere E-Bikes stellen laut Experten ein erhöhtes Unfallrisiko dar. Durch die Motorunterstützung erreichen viele ältere Fahrer Geschwindigkeiten, die ihre fahrerischen Fähigkeiten übersteigen. Dies führe häufig zu Kontrollverlust und Stürzen. Fachleute empfehlen daher, sich vor der Nutzung eines E-Bikes mit dessen Fahr- und Bremsverhalten vertraut zu machen – etwa im Rahmen eines Sicherheitstrainings.

Ein Blick auf die aktuelle Verkehrsunfallstatistik der saarländischen Polizei bestätigt diese Entwicklung: Im Jahr 2025 stieg die Zahl der registrierten Fahrradunfälle von 528 (2024) auf 760. Auch die Zahl der schwerverletzten Radfahrer nahm um 15 Prozent auf 133 zu. Drei Radfahrer kamen – wie bereits im Vorjahr – ums Leben. Besonders betroffen ist die Altersgruppe zwischen 55 und 64 Jahren. Auffällig ist zudem, dass viele Unfälle sogenannte Alleinunfälle ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer sind. Häufige Ursachen sind nicht angepasste Geschwindigkeit sowie alkoholbedingte Beeinflussung.

Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, geben Polizei und Seniorensicherheitsberater klare Empfehlungen: Das Tragen eines Fahrradhelms kann schwere oder tödliche Kopfverletzungen verhindern und sollte selbstverständlich sein. Gerade bei älteren Menschen, die häufig blutverdünnende Medikamente einnehmen, können Verletzungen schwerwiegendere Folgen haben. Zudem wird zu heller, reflektierender Kleidung geraten, um die Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu erhöhen.

Darüber hinaus wird auf die Vorbildfunktion gegenüber jüngeren Generationen hingewiesen: Wer selbst verantwortungsbewusst fährt, trägt auch zur Sensibilisierung von Kindern und Enkeln bei.

Ziel aller Maßnahmen ist es, die Fahrradsaison für alle Verkehrsteilnehmer möglichst sicher und unfallfrei zu gestalten.

Weitere Informationen – auch für Vereine und Gruppen – sind in der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater beim Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel unter der Telefonnummer 06851/801-5201 oder per E-Mail an senioren- buero@lkwnd.de erhältlich. Dorthin können auch Anfragen für kostenfreie Vorträge und Beratungen gerichtet werden.

Andreas Lauer
Seniorensicherheitsberater der Gemeinde Nonnweiler