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mein Nonnweiler
Ausgabe 22/2026
Allgemeine Nachrichten
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Ein Platz für Kinderrechte

Recht auf Privatsphäre

Recht auf eine saubere Umwelt

Recht auf Gesundheit

Recht auf Schutz vor Ausbeutung

Recht auf elterliche Fürsorge

Recht auf Teilhabe am Leben

Recht auf Meinungsfreiheit

Recht auf Schule und Bildung

Recht auf Spiel und Freizeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leseclub gestaltet kreativen Ort für Sichtbarkeit, Beteiligung und gesellschaftliche Aufmerksamkeit

Im Mehrgenerationenhaus Nonnweiler ist ein besonderer Ort entstanden: Der Leseclub Nonnweiler hat gemeinsam mit Kindern im Vorschulalter einen „Platz für Kinderrechte“ gestaltet. Die feierliche Einweihung fand am 19. Mai 2026 statt. Das kreative Projekt setzte ein sichtbares Zeichen dafür, dass Kinder einen festen Platz in unserer Gesellschaft haben und mit ihren Anliegen ernst genommen werden müssen.

Über einen Zeitraum von fünf Wochen beschäftigten sich die Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren intensiv mit dem Thema Kinderrechte. Initiiert wurde das Projekt von Sozialpädagogin Johanna Feid-Esseln, die im Leseclub großen Wert auf Sprach- und Lebensförderung legt.

„Leseförderung ist alles, um Sprache auch verstehen zu können. Kinder müssen in die Welt der Bücher eintauchen können“, erklärt Johanna Feid-Esseln. Besonders wichtig sei ihr dabei die partizipative Arbeit mit den Kindern. „Die Kinder werden gefragt, worauf sie Lust haben. So entstand schließlich die Idee, sich mit Kinderrechten zu beschäftigen.“

Gemeinsam wurden verschiedene Bücher gelesen und besprochen, um den Kindern einen altersgerechten Zugang zu den oft abstrakten Themen zu ermöglichen. Rechte wie das Recht auf Privatsphäre oder Meinungsfreiheit wurden gemeinsam erarbeitet und kreativ interpretiert. Die Kinder malten Bilder dazu und entwickelten eigene Vorstellungen davon, was Kinderrechte für sie bedeuten.

Bearbeitet wurden unter anderem das Recht auf eine saubere Umwelt, das Recht auf Gesundheit, Teilhabe am Leben, Schule und Ausbildung, Spiel und Freiheit sowie das Recht auf Meinungsfreiheit und Schutz vor Ausbeutung.

Johanna Feid-Esseln zeigte sich begeistert von der Kreativität und den Gedanken der Kinder: „Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Wissen und Fantasie die Kinder eingebracht haben. Besonders schön war es, die Perspektive aus Kinderaugen zu erleben.“

Zum Abschluss des Projekts stand die Frage im Mittelpunkt, wie Kinderrechte sichtbar gemacht werden können. Daraus entstand der „Platz für Kinderrechte“ – ein bewusst auffälliger Ort, über den Menschen „stolpern“ und dadurch ins Nachdenken kommen sollen.

„Kinder sollen gesehen werden und in die Mitte der Gesellschaft gerückt werden“, betont Feid-Esseln. Der gestaltete Platz erinnere daran, wie wichtig es sei, Kindern Raum, Aufmerksamkeit und Beteiligung zu geben. Gleichzeitig lade er dazu ein, über Kinderrechte ins Gespräch zu kommen und Kindern aufmerksam zuzuhören.

Kinderrechte sind grundlegende Rechte, die allen Kindern weltweit zustehen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion. Sie basieren auf der UN-Kinderrechtskonvention und umfassen unter anderem das Recht auf Schutz, Bildung, Beteiligung und persönliche Entwicklung.

Mit dem Projekt verbindet der Leseclub Nonnweiler kreatives Arbeiten mit gesellschaftlich wichtigen Themen und schafft einen Ort, an dem Kinderrechte sichtbar und erlebbar werden. Johanna Feid-Esseln zeigt sich dankbar für die gemeinsame Zeit: „Die Kinder haben die Erwachsenen im Rahmen dieses Projekts an ihrer Kreativität teilhaben lassen – das war etwas ganz Besonderes.“ (LeWe)