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Ausgabe 23/2026
Allgemeine Nachrichten
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Stichwahl in Nonnweiler

 

 

Reiter und Bock kämpfen weiter ums Bürgermeisteramt

Die Bürgermeisterwahl in Nonnweiler hat am vergangenen Sonntag kein eindeutiges Ergebnis gebracht. Keiner der drei Kandidaten erzielte die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen. Damit müssen Jonas Reiter (CDU) und Henning Bock (Einzelbewerber, von der SPD unterstützt) am 14. Juni 2026 in die Stichwahl.

Mit 46,40 Prozent der Stimmen ging Jonas Reiter als Erstplatzierter aus dem ersten Wahlgang hervor. Auf Platz zwei folgte Henning Bock mit 33,38 Prozent. Johannes Peter, der Kandidat der Freien Wähler, erhielt 20,22 Prozent und schied damit aus dem Rennen aus.

Die Wahlbeteiligung lag bei beachtlichen 68,3 Prozent – von 6.864 Wahlberechtigten gaben 4.688 ihre Stimme ab.

Die drei Kandidaten im Porträt

Jonas Reiter (30) tritt für die CDU an. Der Landtagsabgeordnete ist der jüngste der drei Bewerber und setzt auf seine politische Erfahrung aus dem saarländischen Landtag. Henning Bock (48) ist Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Trier und stellvertretender Vorsitzender des SPD-Gemeindeverbandes Nonnweiler. Er kandidierte bewusst als unabhängiger Einzelbewerber, wurde jedoch von der SPD unterstützt. Johannes Peter (37) bewarb sich als Kandidat der Freien Wähler. Der Versicherungskaufmann schied nach dem ersten Wahlgang aus dem Rennen aus.

Deutliche Unterschiede zwischen den Ortsteilen

Das Bild variiert je nach Ortsteil erheblich. In Primstal fuhr Reiter mit über 82 Prozent ein beachtliches Ergebnis ein. In Schwarzenbach hingegen lag Bock mit rund 53 Prozent klar vorne. Besonders ausgeglichen war das Rennen in Otzenhausen, wo Peter und Bock mit je knapp 40 Prozent nahezu gleichauf lagen und Reiter mit gut 20 Prozent dahinter zurückblieb.

Inhaltlich weitgehend einig

Bei den Podiumsdiskussionen im Mai hatten sich alle drei Kandidaten inhaltlich als vergleichsweise nah beieinander erwiesen. Alle sprachen sich für eine bürgernähere Verwaltung aus, darunter die Abschaffung der Terminpflicht. Auch das touristische Potenzial der Gemeinde – mit dem Freizeitzentrum Peterberg, dem Dollberg, dem Keltischen Ringwall und der Sternwarte Peterberg – solle stärker ausgeschöpft werden.

Nach 15 Jahren

Der bisherige Amtsinhaber Dr. Franz Josef Barth hatte sich nach rund 15 Jahren an der Rathausspitze nicht erneut zur Wahl gestellt und tritt in den Ruhestand. Wer seine Nachfolge an der Spitze der rund 8.500 Einwohner zählenden Gemeinde antritt, wird nun die Stichwahl entscheiden.

Stichwahl am 14. Juni

Am 14. Juni 2026 stehen sich Jonas Reiter und Henning Bock erneut gegenüber. Entscheidend wird dabei sein, wie sich die rund 20 Prozent der Wählerinnen und Wähler verhalten, die im ersten Wahlgang Johannes Peter ihre Stimme gegeben haben. Sowohl Reiter als auch Bock werden nun um diese Wählerschaft werben müssen. (LeWe)

Statements 

Jonas Reiter

Zunächst danke ich allen Wählerinnen und Wählern für die Unterstützung und das Vertrauen, das sie mir im ersten Wahlgang entgegengebracht haben.

Natürlich freue ich mich, als Erstplatzierter aus dem ersten Wahlgang hervorzugehen. Das Ergebnis zeigt, dass viele Menschen in allen Ortsteilen den Wunsch nach frischem Schwung und neuen Impulsen für unsere Gemeinde teilen.

Gleichzeitig ist mir bewusst: Die Wahl ist noch nicht entschieden. In zwei Wochen ist Stichwahl – und damit beginnt jetzt die entscheidende Phase dieses Wahlkampfes.

Ich werde die kommenden Tage nutzen, um weiter mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und um Vertrauen zu werben. Mit derselben Energie, Leidenschaft und Begeisterung, die mich bereits in den vergangenen Monaten getragen haben.

Das Ergebnis gibt Rückenwind. Aber entschieden wird in zwei Wochen. Deshalb gehe ich mit großer Motivation, Demut und voller Tatkraft in die nächste Runde.

Henning Bock

Die Bürgermeisterwahl für die Gemeinde Nonnweiler am Sonntag geht in die Verlängerung. In fünf Ortsteilen hat die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler für mich gestimmt – das macht mich stolz und ist eine gute Grundlage für die kommende Stichwahl, der ich mit Zuversicht entgegensehe. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich erhalten.

Bei der Wahl am 14. Juni geht es darum, wie die Gemeinde Nonnweiler in Zukunft gestaltet wird. Es soll kein einzelnes Dorf bevorzugt behandelt werden. Als Bürgermeister werde ich die ganze Gemeinde im Blick haben und die unterschiedlichen Herausforderungen in allen acht Ortsteilen anpacken. Dafür werde ich mich einsetzen und in den nächsten zwei Wochen noch einmal alles geben, um die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen.

Wie im Sport werde ich bis zur letzten Minute der Nachspielzeit vollen Einsatz zeigen. Denn ich habe mehr denn je „Bock auf Nonnweiler“.