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Ausgabe 26/2026
Allgemeine Nachrichten
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Die Kleinen ganz groß

Grundschulprojekt in Nonnweiler begeistert über 170 Kinder

Mit viel Begeisterung, Kreativität und musikalischem Engagement hat sich das Grundschulprojekt der Gemeinde Nonnweiler in den vergangenen zwei Schuljahren zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Was ursprünglich aus zwei Herausforderungen entstand – dem Nachwuchsmangel in den örtlichen Musikvereinen und dem Fehlen von Musikpädagogen an der Grundschule – entwickelte sich zu einem gemeinschaftlichen Bildungsprojekt mit großer Strahlkraft.

Die Initiative entstand durch die Zusammenarbeit des damaligen Schulleiters Herrn Hort mit Rainer Serwe und Stefan Barth vom Musikverein Braunshausen. Gemeinsam mit den Musikvereinen MV Braunshausen, Kolpingkapelle Nonnweiler-Bierfeld, Pfarrkapelle Primstal und Pfarrkapelle Schwarzenbach wurde eine Kooperation mit der Grundschule Nonnweiler ins Leben gerufen. Ziel war es, Kinder wieder stärker an Musik und Instrumente heranzuführen und gleichzeitig langfristig den musikalischen Nachwuchs in den Vereinen zu fördern.

Zum Start des Projekts im Schuljahr 2024/2025 erhielten die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen wöchentlich eine Musikstunde im regulären Unterricht. Unter der Leitung von Verena Müller und begleitet von den Lehrkräften wurden musikalische Grundlagen vermittelt und erste praktische Erfahrungen gesammelt. Finanziert wurde das Projekt zunächst aus Rücklagen des ehemaligen Gemeindejugendorchesters.

Die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten: Anfang 2025 meldeten sich 67 Kinder für die zusätzlichen Projekte Blockflöte und Percussion an. Den Höhepunkt bildete ein gemeinsames Abschlusskonzert am 15. Juni 2025 im Bürgerhaus Braunshausen. Begleitet wurden die Kinder von einem eigens zusammengestellten Projektorchester mit rund 30 Musikerinnen, Musikern und Jungmusikern aus den beteiligten Vereinen unter der Leitung von Rainer Serwe. Im Anschluss konnten die Kinder bei einem Instrumentenkarussell zahlreiche Instrumente – von Flöte und Oboe über Klarinette, Horn, Trompete, Posaune, Euphonium und Tuba bis hin zu Schlagzeug und Mallets – selbst kennenlernen und ausprobieren. 

Auch wenn die direkte Anschlussresonanz zunächst hinter den Erwartungen blieb, entschieden sich die Verantwortlichen bewusst für eine Weiterentwicklung des Projekts.

Mit Beginn des Schuljahres 2025/2026 wurde das Angebot deutlich ausgeweitet: In Kooperation mit der Kreismusikschule St. Wendel entstand ein erweitertes Musikprogramm für die Grundschulen Nonnweiler und Primstal für alle Klassenstufen von 1 bis 4. Neu hinzu kam außerdem die Pfarrkapelle Kastel. Die Finanzierung wird seitdem gemeinsam durch Rücklagen des Gemeindejugendorchesters, Beiträge der Musikvereine sowie Zuschüsse der Gemeindestiftung Wagner Tiefkühlprodukte und des Ministeriums für Bildung und Kultur des Saarlandes getragen.

Die musikalische Leitung übernahm Kimberley Schummer-Kraß, die den Kindern im regulären Musikunterricht neue musikalische Zugänge eröffnete. Ergänzt wurde das Angebot durch weitere Instrumentenkarusselle im Januar und Februar 2026.

Besonders eindrucksvoll zeigte sich der Erfolg des Projekts beim großen Musicalprojekt 2026: Insgesamt rund 170 Kinder meldeten sich zur Teilnahme an. Aufgrund des großen Interesses wurden zwei eigenständige Aufführungsformate entwickelt.

Am Mittwoch, 17. Juni 2026, präsentierten rund 70 Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen in der Kurhalle Nonnweiler das Musical „Zirkus Kriminale“, begleitet von einem Projektorchester mit Musikerinnen und Musikern aus allen beteiligten Vereinen.

Am Donnerstag, 18. Juni 2026, folgte die Aufführung des „musikalischen Zirkus“ durch etwa 100 Kinder der ersten und zweiten Klassen – begleitet von einem kleineren Ensemble.

Bereits bei der gemeinsamen Generalprobe am 16. Juni war spürbar, mit wie viel Freude und Einsatz die Kinder bei der Sache waren. Vor den Aufführungen sorgte Kimberley Schummer-Kraß mit spielerischen Lockerungs- und Gesangsübungen auf der Bühne für eine entspannte und motivierte Atmosphäre. Für zusätzliche Zirkusstimmung sorgten die Kinder selbst: Mit Bauchläden zogen sie durch die Halle und verkauften Popcorn, Chips und Gummibärchen.

Die Veranstaltungen wurden durch Begrüßungs- und Abschlussworte von Sabine Reisdorf sowie einer Abschlussrede des Schulleiters Herrn Becker begleitet.

Auch in Zukunft soll das Projekt weiter wachsen: Für das Schuljahr 2026/2027 ist eine zusätzliche Musik-AG geplant. Darüber hinaus sollen weitere Arbeitsgemeinschaften der Schule – beispielsweise im Bereich Werken – aktiv in die Gestaltung der Abschlussveranstaltungen eingebunden werden. (LeWe)