Die Urlaubszeit ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres – für Einbrecher hingegen oftmals eine besonders lohnende Gelegenheit. Während viele davon ausgehen, dass Täter Häuser über längere Zeit beobachten, handeln die meisten Wohnungseinbrecher spontan. Sie achten auf offensichtliche Hinweise, die auf eine längere Abwesenheit der Bewohner schließen lassen.
Ein überquellender Briefkasten, dauerhaft geschlossene Rollläden, ungemähter Rasen oder ordentlich gestapelte Gartenmöbel signalisieren schnell, dass niemand zu Hause ist. Ziel sollte daher sein, das Haus oder die Wohnung auch während des Urlaubs möglichst bewohnt erscheinen zu lassen. Hierfür stehen heute zahlreiche technische Hilfsmittel zur Verfügung – von Zeitschaltuhren für die Beleuchtung bis hin zu automatisierten Rollladensteuerungen oder WLAN-Türklingeln. Bereits eine Beleuchtung, die sich in den Abendstunden für einige Stunden einschaltet, kann dazu beitragen, Anwesenheit vorzutäuschen. Ebenso sinnvoll ist eine automatische Rollladensteuerung, die einen normalen Tagesablauf nachbildet.
Ein Wohnungseinbruch bedeutet für die Betroffenen häufig weit mehr als einen materiellen Schaden. Viele Opfer leiden noch lange unter dem Verlust des Sicherheitsgefühls in den eigenen vier Wänden. Umso wichtiger ist es, mit einfachen und oft kostengünstigen Maßnahmen das Risiko eines Einbruchs zu verringern.
Die Polizei und die Seniorensicherheitsberater der Gemeinden geben hierzu folgende Empfehlungen:
Sprechen Sie unbekannte Personen gegebenenfalls freundlich an und verständigen Sie bei einem konkreten Verdacht sofort die Polizei über den Notruf 110. Versuchen Sie niemals, einen Einbrecher selbst aufzuhalten. Nachbarschaftliche Aufmerksamkeit ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit. Wer aufeinander achtet, hilft mit, Straftaten zu verhindern und das Sicherheitsgefühl im Wohnumfeld zu stärken.
Wer sich individuell zum Einbruchschutz beraten lassen möchte, kann sich an die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle wenden. Diese ist unter der Telefonnummer (0681) 96235-35 erreichbar. Weitere Informationen – auch für Vereine und Gruppen – sind in der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater beim Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel unter der Telefonnummer 06851/801-5201 oder per E-Mail an seniorenbuero@lkwnd.de erhältlich. Dorthin können auch Anfragen für kostenfreie Vorträge und Beratungen gerichtet werden.