Im Juni letzten Jahres erschütterte ein Gewaltverbrechen den Raum Hermeskeil. Auf dem Parkplatz „Am Tivoli“ an der Straße nach Nonnweiler war eine junge Frau tot aufgefunden worden.
Wie die Obduktion ergab war sie von zwei Kugeln aus einer Kurzwaffe getötet worden. Ein tatverdächtiger 35jähriger Mann wurde kurze Zeit später im nördlichen Saarland im Haus eines Bekannten von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen. Hintergrund des Verbrechens war, dass der Tatverdächtige eine Liebesbeziehung mit dem Opfer gehabt haben soll, diese hatte er am Tattag telefonisch beendet. Aus Verärgerung heraus soll das Opfer kompromittierende Fotos an die Schwägerin des Mannes geschickt haben, diese soll ihn gedrängt haben, sich seiner Frau, die zuvor ein Kind zur Welt gebracht hatte, zu offenbaren.
Der Angeklagte lockte seine Geliebte daraufhin unter einem Vorwand auf den besagten Parkplatz an der L 151. Dort zog er plötzlich eine Waffe und schoss zweimal auf die wehrlose Frau, das Opfer verstarb noch am Tatort. Die Waffe hatte der Täter legal besessen, er war Mitglied in einem saarländischen Sportschützenverein. Seit der Festnahme sitzt der Mann in Untersuchungshaft, im September war der Mann wegen Mordes angeklagt worden. Am vergangenen Dienstag hat vor dem Landgericht in Trier der Prozess begonnen, die Anklage lautet auf Mord. Am ersten Verhandlungstag haben bereits Zeugen ausgesagt, auch der Angeklagte hat sich zum Tathergang geäußert. Für den Prozess sind 5 Verhandlungstage angesetzt, Ende Januar soll das Urteil gesprochen werden.