Mit geschäftigem Treiben, antikem Handwerk und keltischen Klängen hat das Keltenfest KELTOI am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Besucher ans Nationalpark-Tor Keltenpark nach Otzenhausen gelockt. Rund 1.500 Gäste nutzten die Gelegenheit, in die Welt der Kelten einzutauchen – und das trotz zahlreicher Parallelveranstaltungen in der Region.
„Mit rund 1.500 Besucherinnen und Besuchern sind wir ganz zufrieden. Dass so viele Menschen trotz der zahlreichen Veranstaltungen in der Region den Weg zu uns gefunden haben, freut uns ganz besonders“, zieht Michael Koch von den Hochwaldkelten eine positive Bilanz.
Dass Geschichte beim Keltenfest nicht hinter Absperrungen stattfindet, zeigte sich an den vielen Mitmachstationen. Beim Weben, Töpfern oder der Herstellung von Kräutersalz konnten die Besucher selbst aktiv werden. Das Einschlagen von Holznägeln entwickelte sich dabei zu einer kleinen Attraktion und sorgte bei Groß und Klein für jede Menge Spaß. Auch Bastelaktionen mit Naturmaterialien und Kinderschminken machten das Fest zu einem Erlebnis für Familien.
Großes Interesse fanden außerdem die Vorführungen traditioneller Handwerkstechniken. Vom Bierbrauen bis hin zu weiteren historischen Gewerken konnten die Besucher miterleben, wie einst gearbeitet wurde. „Gerade die Mitmachangebote und das antike Handwerk sind wieder hervorragend angenommen worden“, sagt Koch.
Auf dem Regionalmarkt präsentierten Handwerker und Erzeuger ihre Produkte – von kunstvoll gedrechselten Holzarbeiten über Honig bis hin zu Heilkräutern. Ergänzt wurde das Angebot durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald, dessen Ranger über die Natur- und Tierwelt der Region informierten.
Kampfvorführungen, „Alte Welt“-Musik verschiedener Künstler und viele Programmpunkte rund um das Leben der Kelten rundeten das Wochenende ab. Den stimmungsvollen Höhepunkt bildete am Samstagabend der keltische Abend mit dem Shamrock-Duo. Vor der Kulisse eines beeindruckenden Sonnenuntergangs genossen zahlreiche Besucher den musikalischen Ausklang des ersten Festtages.
„Das Keltenfest zeigt jedes Mal aufs Neue, welches reiche kulturelle Erbe der Hochwald zu bieten hat. Uns ist wichtig, diese Geschichte lebendig zu vermitteln und für alle Generationen erlebbar zu machen“, betont Koch.
Besondere Wertschätzung erfuhr die Veranstaltung durch den Besuch von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, die sich vor Ort über das Keltenfest und das Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen informierte.
Wer das Keltenfest verpasst hat, muss nicht bis zur nächsten Großveranstaltung warten: Bereits Anfang September werden die Hochwaldkelten erneut im Keltenpark zu Gast sein und historische Handwerkstechniken sowie das Leben der Kelten anschaulich präsentieren. (LeWe)
Bilder: Hochwaldkelten e.V.: Michael Koch, Daniela Mittelbach, Stefanie Seifert, Erich Fuchs, Katharina Kindgen