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Ausgabe 4/2026
Allgemeine Nachrichten
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Von Schubkarrenrennen zur modernen KG

Karnevalsgesellschaft 1954 Nonnweiler e.V.

Seit über sieben Jahrzehnten prägt die Karnevalsgesellschaft (KG) 1954 Nonnweiler e.V. das närrische Treiben in der Hochwaldgemeinde. Aus einer provisorischen Initiative im Jahr 1954 hervorgegangen, hat sich der Verein zu einem festen kulturellen Pfeiler mit heute über 200 Mitgliedern entwickelt. Die Chronik erzählt von bewegten Zeiten – von der Gründung im Gasthaus Hower, über eine Phase der Stille in den späten 50er Jahren bis zum gelungenen Neuanfang 1973 mit der damals neuen Kurhalle als Heimstätte. Heute wird der Verein von Vorsitzendem Christian Greiber geführt, der den Einsatz aller Mitglieder hervorhebt: „Jedes Mitglied macht das mit Herzblut.“

Die Wurzeln des organisierten Karnevals in Nonnweiler reichen bis in die 1920er Jahre zurück, damals noch unter dem Dach des Männergesangvereins. Ein skurriler Höhepunkt der Frühzeit waren die traditionellen Schubkarrenrennen am Rosenmontag, bei denen dekorierte Karren mit „Originalen“ eine Slalomstrecke bis zur Bahnhofswirtschaft Reinert bewältigen mussten. Der Impuls zur Vereinsgründung erfolgte nach einer erfolgreichen provisorischen Kappensitzung 1954. Um behördlichen Vorgaben zu genügen, wurde am 11.11.1954 um 20.11 Uhr im Gasthaus Hower die offizielle Gründungsversammlung mit 53 Geladenen abgehalten. Der erste Rosenmontagszug in der gleichen Session bestand aus 15 Wagen.

Nach einer Zwangspause Ende der 50er Jahre, als der Saal Lauer zum Kino umgebaut wurde, erlebte der Verein 1973 einen fulminanten Neuanfang, gefördert durch die neue Kurhalle als Veranstaltungsort. Meilensteine der folgenden Jahrzehnte waren der Beitritt zum Verband Saarländischer Karnevalsvereine (1980), die Etablierung der „Hochwaldrammen“ als Gesangsgruppe (1983) und die Eingliederung in die Nonnweiler Vereinsgemeinschaft Kirmes (1987).

Neue Strukturen und Dynamik

Der Verein steht auf soliden Fundamenten. Ein neu aufgestellter Elferrat-, der zur Hälfte aus Frauen besteht, sorgt für frischen Wind in der Organisation. Besonderen Fokus legt die KG auf die Nachwuchsarbeit. Die junge Prinzengarde zeige sich hochmotiviert, so der Verein, und habe das ambitionierte Ziel, den Tanzsport in Nonnweiler wieder „hochzuziehen“. Interessierte ab 14 Jahren sind zum Mitmachen eingeladen und können sich bei Leonie Finkler melden oder per Mail an info@kg-nonnweiler.de.

Das neue Prinzenpaar: Andreas III. und Manuela I.

Die Session 2025/2026 steht unter der Regentschaft von Andreas III. und Manuela I. aus dem Hause Willkomm, die in der Trierer Straße zu Hause sind.

„Das Prinzenpaar hat richtig Lust, freut sich tierisch auf die Session“, heißt es aus Vereinskreisen. Neben ihren Auftritten in Nonnweiler werden Andreas III. und Manuela I. auch bei den Umzügen in Theley und Roden mitfahren.

Höhepunkte der laufenden Session

Der Verein hat ein dichtes Programm für die laufende Session aufgestellt. Den Auftakt machte die Ordenssoirée, die nächste Veranstaltung ist die Galasitzung am 31. Januar 2026. Es folgen die Kinderkappensitzung am 8. Februar und der traditionelle Rathaussturm am 12. Februar. Eine Narrenmesse am 15. Februar stimmt geistlich auf die heiße Phase ein.

Der Höhepunkt ist der Rosenmontagsumzug am 16. Februar 2026. Er startet um 14.11 Uhr mit der Aufstellung in der Ringstraße, führt an der Parkschenke Simon vorbei durch die Trierer Straße und findet sein Ende an der Kurhalle. Ein Novum in der Vereinsgeschichte wird den Zug beschließen: Erstmals spielt im Anschluss, von 16 bis 22 Uhr, eine Live-Band („al dente“) zur After-Zug-Party auf.

Interessierte Gruppen können sich noch per Mail an

romo@kg-nonnweiler.de anmelden.

Vor und während des Umzugs werden Bändchen verkauft, um die vielfältige Arbeit des Vereins finanziell zu unterstützen – ein Aufruf an die Bevölkerung, dieses Engagement zu würdigen. (LeWe)

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