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mein Nonnweiler
Ausgabe 8/2026
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Kappensitzung in Bierfeld

Ein gelungener Abend voller besonderer Momente

Am Freitag, den 6. Februar 2026, verwandelte sich der Ortsteil erneut in eine Hochburg des närrischen Frohsinns. Der Jugendclub Bierfeld lud zur alljährlichen Kappensitzung ein und bewies eindrucksvoll, dass die Fasend-Tradition im Ort nicht nur lebendig, sondern auch in besten Händen ist. Die rund 200 Besucher erlebten einen Abend, der von Herzlichkeit, Überraschungen und jeder Menge Elan geprägt war.

Ein Jubiläum der besonderen Art

Obwohl der Fasendverein "Mir mache bees" nach seiner Gründung im Jahr 1960 immer wieder von aktiven Phasen und Ruhepausen geprägt war, konnte man in dieser Session ein ganz besonderes Jubiläum feiern: 6 x 11 Jahre karnevalistische Geschichte. "Es gab nicht immer 66 Sitzungen am Stück, aber das Wichtigste ist, dass immer wieder Leute mit Lust an der Fastnacht zusammenkommen und eine Veranstaltung auf die Beine stellen", betonte Ortsvorsteher Thomas Lauer, der an diesem Abend als Moderator fungierte.

Der Jugendclub Bierfeld führt diese Tradition seit etwa zehn Jahren mit viel Herzblut fort. Seit 2016 organisieren die jungen Aktiven, nur unterbrochen durch die Corona-Pandemie, jedes Jahr eine Kappensitzung, beteiligen sich mit einem Wagen am Rosenmontagsumzug und veranstalten seit Jahrzehnten die beliebte Rosenmontagsdisco in den eigenen Räumen.

Der Einmarsch und ein kurioser Zahlenstau

Pünktlich zum Auftakt marschierte der Siebener-Rat ein – oder besser gesagt der Achter-Rat. Neben den Moderatoren Thomas Lauer, Julian Petry und Julia Volkmer komplettierten die Jugendclub-Mitglieder Max Hornig (als Tuschmeister für die akustischen Glanzpunkte zuständig), Nils Hornig, Matthias Wiesen, Michael Wiesen und Luca Trampert das närrische Führungsgremium. "Wir haben uns offenbar verzählt", sorgte die Runde augenzwinkernd für den ersten Lacher des Abends.

Ein Programm voller Höhepunkte und Emotionen

Das bunte Programm ließ keine Wünsche offen und bot eine gelungene Mischung aus traditionellem Karneval und modernen Tanzeinlagen.

Tradition und Nachwuchs

Die Garde aus Gusenburg, das direkt angrenzende Nachbardorf mit der "grünen Grenze" zu Rheinland-Pfalz, gab wie in jedem Jahr ihre Visitenkarte ab. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der jüngsten Teilnehmerinnen: Die Prinzessinnen Mila und Lana von der KGN (Karnevalsgesellschaft Nonnweiler) begeisterten mit einem urlaubserprobten Vortrag in Reimform. Für weitere Begeisterung sorgten die Juniorgarde, die Tanzgruppe "Lets Fetz" sowie die Prinzengarde, alle von der KGN.

Artistik und Überraschung

Einen artistischen Glanzpunkt setzte Funkemariechen Xenia Martin aus Otzenhausen mit ihrer akrobatischen Solotanzeinlage.

Ein emotionaler Moment

Einen der bewegendsten Augenblicke des Abends bescherten Julian Petry und Max Hornig mit ihrem Wortvortrag, der in einer großen Überraschung gipfelte. Für ihr unermüdliches Engagement und als Initiatoren der neuesten Serie von Kappensitzungen seit 2016 wurden Michael Wiesen, Matthias Wiesen und Thomas Lauer zu Ehrenmitgliedern des Fasendvereins "Mir mache bees" ernannt. Mit Urkunde und Medaille wurde ihr Einsatz für die närrische Tradition gewürdigt.

Premieren und Gäste

Mit "Fresh Elements" aus Primstal durfte eine neue Tanzgruppe auf der Bierfelder Bühne Premiere feiern. Ein lang erwartetes Debüt gab es nach der Pause: Gerd Seiwert wagte sich nach zwei gescheiterten Anläufen in den Vorjahren endlich als "Helmuth Platzhirsch" in die Bütt und berichtete von den Abenteuern eines Singles im modernen Dating-Dschungel – ein voller Erfolg.

Büttenreden im Zeitalter der KI

Thomas Lauer schlüpfte als "Verdrehter Bock" in die Bütt und widmete sich augenzwinkernd dem Thema "Büttenreden in Zeiten der Künstlichen Intelligenz".

Tanzgruppen und ein weit gereister Act

Neben den Auftritten der Garden aus Otzenhausen und dem Löstertal ("Bächer Garde") begeisterte der Showtanz "Reset" der KGN das Publikum. Ein besonderer Programmpunkt war der Auftritt des Männerballets Soest, einem Ortsbezirk von Wincheringen. Die Truppe, deren Trainerin mit einem Bierfelder liiert ist, reiste für diesen Auftritt immerhin vier Kilometer von der luxemburgischen Grenze nach Bierfeld an.

Ausklang mit Geburtstagstorte

In der Pause wurde eine Geburtstagstorte in den Saal gerollt, angeschnitten und an die Gäste verteilt – eine süße Anspielung auf das gefeierte Jubiläum.

Ein Finale, das keine Wünsche offen ließ

Zum großen Finale kamen alle Akteure noch einmal gemeinsam auf die Bühne. Bei ausgelassener Stimmung wurde bis spät in die Nacht weitergetanzt und gefeiert. Der Jugendclub Bierfeld hatte einmal mehr bewiesen, dass man mit Engagement und Teamgeist eine traditionsreiche Veranstaltung mit Leben füllen und gleichzeitig neue, frische Akzente setzen kann. Die Kappensitzung 2026 war ein voller Erfolg – und ein würdiges Kapitel im 6x11-jährigen Jubiläum der Bierfelder Fasend. (LeWe)