Aktuell sind viele falsche Mails des Bundeszentralamtes für Steuern im Umlauf. In diesen Mails werden die Empfänger darüber informiert, dass ein Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet wurde. In der angehängten PDF-Datei werden folgende Forderungen festgesetzt:
Verfahrenskosten: 145,00 €
Ordnungsgeld: 180,00 €
Mahngebühr: 55,00 €
Gesamtsumme: 380,00 €
Mit dieser Betrugsmasche gelingt es den Betrügern immer wieder achtlose Bürger zur Überweisung der geforderten Beträge zu veranlassen.
Ständig aktualisierte Informationen zu Betrugsversuchen unter dem Namen des Bundeszentralamtes für Steuern findet man unter dessen Internetadresse: https://www.bzst.de/DE/Service/Betrug/warnung_betrugsversuche_node.html#js-toc- entry1
Ähnlich sind die Betrugsversuche mittels falschen Mails durch angebliche Bankmitteilungen:
„Ihr Konto wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.“ Das ist ein klassischer Einstieg in den Betrug. Unter dem Vorwand, bisherige Online-Banking-Funktionen wiederherstellen oder Sicherheit gewährleisten zu müssen, soll der Anrufer eigene Kontodaten oder andere persönliche Daten „abgleichen“. In anderen Fällen versuchen Kriminelle, die Angerufenen zum Herunterladen einer Fernwartungssoftware zu bewegen. So erhalten sie Zugang zum (Opfer-)Computer und können Zahlungen auslösen.
So kann man sich schützen
Die eigene „Hausbank“ fordert niemals per Anschreiben oder Email dazu auf, vertrauliche Daten wie NetKey, PIN oder TAN anzugeben! Man sollte daher niemals einen Link in einer Email aktivieren. Wenn man Zweifel an dem Absender hat oder diesen nicht kennt, sollte man immer über eine sichere Kommunikation (z. B. Telefon oder persönliche Kontaktaufnahme in der Bank) die Zweifel ausräumen.
Phishing-E-Mails erkennen
Bei Phishing spielen Cyberkriminelle mit Einschüchterung, fehlendem Misstrauen und dem mangelnden technischen Verständnis potenzieller Opfer. Das Schema von Phishing-Angriffen ist immer gleich: Man bekommt eine gefälschte E-Mail, die Links zu ebenso gefälschten Webseiten oder Pop-Up-Fenstern beinhaltet. Dort wird unter einem Vorwand dazu aufgefordert, Zugangs- oder Bezahldaten einzugeben. Kriminelle können so – zum Teil unbemerkt – an die Opferlogin-Daten für das Online- Banking oder Webshops gelangen. Sobald Verdacht auf eine derartige Betrugsmasche besteht, sollte man die eingegangene Mail ignorieren und sofort löschen.
10 Merkmale, an denen Phishing-Inhalte zu erkennen sind:
Wichtig: Wenn an der Echtheit einer E-Mail Zweifel bestehen, sollte man nicht auf die E-Mail reagieren, sondern diese löschen oder die eigene Bank persönlich oder per Telefon kontaktieren und dort nachfragen.
Weitere Informationen – auch für Vereine und Gruppen – sind in der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater beim Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel erhältlich. Man erreicht die Geschäftsstelle telefonisch unter 06851/801- 5201 oder per Email an seniorenbuero@lkwnd.de. Dorthin können auch Anfragen für kostenfreie Vorträge und Beratungen gerichtet werden.