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Ausgabe 8/2026
Allgemeine Nachrichten
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Zukunft der Wärmeversorgung in Nonnweiler

Einladung zur Bürgerinformation

Die Gemeinde Nonnweiler lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zur öffentlichen Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 3. März 2026, um 17:30 Uhr in der Kurhalle (Am Hammerberg 1A, 66620 Nonnweiler) statt.

Im Mittelpunkt stehen die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen sowie die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen, sicheren und bezahlbaren Wärmeversorgung. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde und der beauftragten Planungsbüros stellen die zentralen Erkenntnisse vor, erläutern, wie die Wärmeversorgung in den kommenden Jahren umgestaltet werden kann, und beantworten Fragen aus der Bürgerschaft. Auch Anregungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger sind ausdrücklich willkommen.

Was ist die kommunale Wärmeplanung?

Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Instrument, das helfen soll, die Wärmeversorgung einer Gemeinde langfristig klimafreundlich und bezahlbar zu gestalten. Hintergrund ist das Wärmeplanungsgesetz, das seit dem 1. Januar 2024 bundesweit gilt. Es verpflichtet Städte und Gemeinden, einen Wärmeplan zu erstellen und darin festzuhalten, wie künftig erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme (zum Beispiel aus Industrieanlagen oder Rechenzentren) genutzt werden können.

Derzeit stammen noch rund 80 Prozent der in Deutschland verbrauchten Wärme aus fossilen Energieträgern wie Gas und Öl. Diese Abhängigkeit ist nicht nur klimaschädlich, sondern macht Verbraucherinnen und Verbraucher auch anfällig für Preisschwankungen auf den Weltmärkten. Ziel der Wärmeplanung ist es daher, vor Ort den besten und wirtschaftlichsten Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung zu finden – sei es über Wärmenetze, Nahwärmelösungen oder individuelle erneuerbare Heizsysteme.

Ein Schritt hin zu mehr regionaler Unabhängigkeit

Mit dem Wärmeplanungsgesetz soll langfristig der Ausbau erneuerbarer und lokaler Wärmelösungen vorangetrieben werden. Neue Wärmenetze müssen ab März 2025 bereits zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien oder Abwärme gespeist werden; bis 2040 soll dieser Anteil auf 80 Prozent steigen. Spätestens 2045 soll die Wärmeversorgung in Deutschland vollständig ohne fossile Energieträger funktionieren.

Europaweit gilt dieses Vorgehen als bewährtes Modell: Länder wie Dänemark setzen bereits seit den 1970er-Jahren auf kommunale Wärmeplanung und erreichen heute eine nahezu flächendeckende Versorgung mit erneuerbarer Fernwärme.

Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger

Mit der kommunalen Wärmeplanung nimmt Nonnweiler die Zukunft seiner Energieversorgung aktiv in die Hand. Bürgermeister und Verwaltung laden deshalb ein, sich ein eigenes Bild zu machen, Fragen zu stellen und Ideen einzubringen:

Dienstag, 3. März 2026, 17:30 Uhr, Kurhalle Nonnweiler.

Die Gemeinde freut sich auf eine rege Teilnahme und einen konstruktiven Austausch. (LeWe)