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Oberthaler Nachrichten
Ausgabe 10/2021
Informationen aus dem Rathaus
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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

nach den Festlegungen in der Ministerpräsidentenkonferenz vom 3. März 2021 hat die Landesregierung erste Öffnungsschritte für das Saarland beschlossen. Die Neuerungen haben Gültigkeit ab dem 8. März und berühren vielfach Regelungen im privaten Bereich.

Ab sofort sind im privaten Bereich Zusammenkünfte von insgesamt maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt aus dem familiären Bezugskreis sowie eines weiteren familienfremden Haushaltes möglich. Kinder unter 14 Jahren sind bei der Beschränkung der Personenzahl grundsätzlich ausgenommen.

Auch im Bereich der sportlichen Betätigungen wurden erste Lockerungen beschlossen. So ist kontaktfreier Freizeitsport einerseits in Kleingruppen von maximal fünf Personen aus zwei Haushalten, andererseits für Kinder unter 14 Jahren in Gruppen mit bis zu 10 Teilnehmern, exklusive einer Aufsichtsperson, möglich. Diese Regelung gilt dabei ausschließlich für den Außenbereich und für Außensportanlagen. Zu den kontaktfreien Sportarten können zum Beispiel Laufen, Leichtathletik, Radfahren, Tennis, Golfen, Reiten, aber auch u.a. Fußballtraining gehören, sofern direkter Körperkontakt vermieden werden kann. Zudem sind geeignete, kontaktfreie Kulturangebote im Außenbereich für bis zu 10 Kindern unter 14 Jahren möglich.

Der Präsenzunterricht an den saarländischen Schulen wird weiterhin eingeschränkt bleiben. Nach den Grundschulen erfolgte je nach Schulform und Klassenstufe nunmehr auch für den Bereich der weiterführenden Schulen abwechselnd Präsenzunterricht und „Lernen von zuhause“.

Auch im Einzelhandel sind zwischenzeitlich Öffnungsschritte in den Festlegungen getroffen worden. Je nach der Höhe des Insidenzwertes und dem weiteren Verlauf der Pandemie sind hier auch weitere Perspektiven für den Handel aufgezeigt worden. Die Meinungen über die getroffenen Öffnungsschritte für den Bereich des Einzelhandels werden teilweise sehr kontrovers diskutiert. Mir persönlich fällt es oft angesichts schwer nachvollziehbarer Differenzierungen bei der Größe der Handelsgeschäfte und Anwendungspraktiken (wann und wie darf ich öffnen … müssen Termine vereinbart werden … etc.) sehr schwer, diese Vorgaben noch erklären zu können. Hinzu kommt auch noch, dass je nach Bundesland oder Region die aktuell geltenden Regelungen ganz unterschiedlich ausfallen können, und dies für uns alle immer schwieriger nachzuvollziehen ist. Auch im Bereich von Gastronomie und Hotellerie, der Tourismusbranche oder auch für die Künstler fällt es mir zunehmend schwerer, diese Ungleichbehandlung und Perspektivlosigkeit gegenüber anderen Branchen nachvollziehbar erklären zu können. Es muss auch für diese Branchen eine vernünftige und auch wirtschaftlich tragfähige Öffnungsperspektive geben; dass die jetzt in Aussicht gestellten Öffnungsperspektiven dieser Forderung gerecht werden, vermag ich nicht zu erkennen. Es ist noch viel Luft nach oben!

Weitere aktuelle Informationen zu den Neuerungen und der gesamten Corona-Lage im Saarland finden Sie auf der Website www.corona.saarland.de. Hier können Sie auch die aktualisierte Corona-Verordnung einsehen.

Zu verständlichen Forderungen nach weiteren Öffnungen gehört aber natürlich weiterhin der genaue Blick auf die aktuelle Entwicklung bei der Zahl der an Corona erkrankten Personen und auch die strikte Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen, die Beachtung der Abstandsregeln und das Tragen von Masken. Diese sollten wir bei unseren Wünschen nach weiteren Lockerungen nicht vergessen! Wir haben es durch unser Verhalten in Pandemiezeiten alle ein Stück weit mit in der Hand, auf dem Weg zur Normalität die Geschwindigkeit mit zu bestimmen.

Auch die Durchführung von Schnelltest’s ist zwischenzeitlich ein weiterer Mosaikstein um mehr Informationen und eine zusätzliche Übersicht zu erhalten in dem nicht einfachen Kampf gegen das Corona-Virus. Alle Asymptomatische Personen haben einen Anspruch auf Testung mittels PoC-Antigen-Tests und die Bürgerinnen und Bürger können nunmehr einmal pro Woche einen kostenlosen Schnelltest durchführen zu lassen. Über mehrere Säulen wird gewährleistet, dass diese Testungen möglich werden. Die Schnelltests in den Schulen sind teilweise schon in der vergangenen Woche erstmals durchgeführt worden, aber spätestens in dieser Woche, werden alle Schulen hier folgen. Für alle Unternehmen besteht seit Montag die Pflicht, ihren Beschäftigten einmal pro Woche kostenlos einen Schnelltest zu gewähren. Und auch bei Ärzten und Apotheken ist vielfach die Bereitschaft vorhanden, das „Projekt Schnelltest“ direkt in der Arztpraxis oder in den Räumen der Apotheke aktiv mit zu unterstützen. Hier muss allerdings vielfach noch abgeklärt werden, wie diese Unterstützung in den Praxisablauf integriert werden kann, zumal ja in Aussicht gestellt wurde, dass voraussichtlich im April schon die Möglichkeit von Impfungen mit dem Corona-Impfstoff in den Arztpraxen vorgenommen werden sollen.

In einer Besprechung aller Bürgermeister der Gemeinden im Landkreis St. Wendel haben wir am Freitagnachmittag gemeinsam mit Landrat Udo Recktenwald festgelegt, eine weitere Säule in diesem System zu schaffen und auch in allen acht Kreisgemeinden Testzentren zu schaffen, in denen die Bürgerinnen und Bürger einmal pro Woche einen kostenlosen Schnelltest durchführen lassen können. In der Gemeinde Oberthal werden wir dieses Testzentrum im Dorfgemeinschaftshaus in Gronig einrichten. Das Raumkonzept im DGH kommt uns für diese Aufgabe sehr entgegen und auch die getrennten Flure für die Bereiche Zugang und Ausgang sind für diese Aufgabe hier geradezu optimal. Ebenso ist auch Parkraum auf dem Vorplatz des DGH in auseichendem Maße vorhanden.

Der Landkreis wird alle Kommunen im Landkreis St. Wendel mit der Aufstellung solcher Testzentren beauftragen und auch für die personelle Ausgestaltung im Testzentrum mitverantwortlich sein. Eine erste Charge an Schnelltests soll in dieser Woche eintreffen und an die Kommunen verteilt werden, damit auch diese kommunalen Testzentren ihre Arbeit aufnehmen können. Die personelle Unterstützung ist durch Mitglieder des Deutschen Roten Kreuz und durch Mithilfe der Bundeswehr teilweise gewährleistet und zusätzlich wird das Team vor Ort durch Mitarbeiter aus den jeweiligen Gemeindeverwaltungen aufgestockt. Da die Helfer von DRK und Bundeswehr in unterschiedlichen Teams in allen Kreisgemeinden im Landkreis St. Wendel eingesetzt werden, sind die Öffnungszeiten in den jeweiligen Testzentren noch nicht final festgelegt. Wir gehen nach dem derzeitigen Planungsstand davon aus, das diese Schnelltests im Dorfgemeinschaftshaus in Gronig an fünf Tagen pro Woche zu folgenden Zeiten durchgeführt werden:

Montag:

13.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Dienstag bis Freitag:

08.00 Uhr bis 11.00 Uhr

14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Sollte nach Durchführung eines Schnelltests bei der getesteten Person ein positives Testergebnis auftreten, wird zum Nachweis von Coronaviren direkt im Anschluss vor Ort ein PCR-Test vorgenommen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich zu diesen Öffnungszeiten am Dorfgemeinschaftshaus einfinden. Mit all diesen Entwicklungen und Planungen sind die Kommunen so kurzfristig konfrontiert worden, dass ein früherer Start der Testzentren faktisch einfach nicht möglich war. Ich bitte auch um Verständnis, dass Terminvereinbarungen für diese Schnelltests nicht möglich sind. Bringen Sie bitte neben Ihrem Personalausweis auch ein wenig Zeit und Geduld mit. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit sanften Mitteln gegen Raser

Vielen Autofahrern sind sie sicherlich schon aufgefallen, die Verkehrssmileys", welche die Gemeinde Oberthal vor einigen Tagen in Betrieb genommen hat. In der Schlossstraße in Oberthal (aus Richtung Güdesweiler kommend), in der Steinberger Straße in Güdesweiler, im Bereich der ehemaligen Bahnbrücke am Wendalinusradweg in Gronig und am Ortsausgang in Gronig in Richtung Selbach sind die Verkehrsanlagen jetzt installiert worden. Alle ausgewählten Standorte wurden nach detaillierter Abstimmung mit den zuständigen Behörden (Landkreis St. Wendel, Landesamt für Straßenwesen und Polizei) so ausgewählt, dass durch einen einfachen technischen Umbau bei Bedarf die Anlagen auch in die andere Fahrtrichtung optimal ausgerichtet werden können. Wir werden die Verkehrssmileys flexibel einsetzen und die Ausrichtung regelmäßig wechseln um auch hier entsprechende Erkenntnisse zu erzielen. Die Anlagen können so eingestellt werden, dass je nach Bedarf in einem Abstand von 80 bis 110 Metern Entfernung die Fahrzeuge erfasst werden und die Geschwindigkeitsanzeige aufleuchtet. Der Förderverein für Dorfentwicklung in Gronig hat eine der beiden Anlagen in Gronig aus Vereinsgeldern komplett gesponsert. Dafür nochmals ein herzliches Dankeschön. Die übrigen drei Anlagen wurden aus Haushaltsmitteln der Gemeinde Oberthal angeschafft.

Ich wurde auch schon darauf angesprochen, warum die Anlage am Ortsausgang von Gronig nur einen Tag nach der Installation wieder entfernt wurde. Die technischen Anlagen müssen beständig gegen Witterungseinflüsse jeglicher Art sein. Die Dichtung am Gehäuse sitzt richtig, war auch nicht schadhaft, aber dennoch ist Wasser in die Anlage eingetreten und dieses eintretende Regenwasser hat die Funktionsfähigkeit der Anlage beeinträchtigt. Auch bei der Anlage in Oberthal ist nach wenigen Tagen schon dieser Mangel aufgetreten und der Akku ist beschädigt. Wir haben bereits mit der Herstellerfirma wegen der schadhaften Anlagenteile Kontakt aufgenommen und hoffen, dass hier zeitnah ein Ersatz bzw. eine Reparatur erfolgt, damit die Verkehrsanlagen wieder in Betrieb genommen werden können.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund.

Ihr

Stephan Rausch

Bürgermeister