Die meistgestellten Fragen des Konzerts am 21. März hörte man im Vorfeld: „Gibt es denn nicht noch Karten?“ oder „Sollten Karten zurückgegeben werden, kann ich dann gleich auf die Liste der Nachbestellungen?“ Die Konzerttickets für den Auftritt von Langhals & Dickkopp, alias Jürgen Brill (Klarinette und Gesang) und Uli Schu (Gitarre und Gesang), waren kurz nach Konzertankündigung ausverkauft.
Der Ansturm ist nicht verwunderlich, handelt es sich doch bei der Marpinger Formation um Künstler, die zwar überregional bekannt sind, die aber aus typisch saarländischer Perspektive treffend Situationen besingen, die aus dem richtigen, vollen Leben stammen. Das alles „off Mäbinger Platt“ - und damit hat man natürlich in Oberthal keine Verständigungsschwierigkeiten. Nicht nur sprachlich lagen Langhals & Dickkopp, unterstützt von Stefan Scharle am Bass, mit dem „super Oberthaler Publikum“ auf einer Wellenlänge, auch thematisch trafen sie humorvoll den richtigen Nerv. So besangen sie den einzigen noch verbliebenen echten Männertreff, den Wertstoffhof, schilderten ihren Auftritt vor 300 tschechischen Rockern, hatten Neues von Sepp und Erich zu berichten und brachten ihre Beschreibung des Lebens in unserer Region in einem Lied auf den Punkt: „Mir sinn Saarlänner“.
Die Beschreibung des ganz normalen saarländischen Mikrokosmos an sich ist schon schwierig genug. Das alles dann so gekonnt musikalisch und sprachlich auf den Punkt zu bringen, ohne dabei ins Klischeehafte abzudriften und auch noch das Publikum mitzureißen, ist ein enormer Anspruch, dem Langhals & Dickkopp in vollem Umfang gerecht wurden.
Da sich davon leider nicht alle überzeugen konnten, die zum Konzert kommen wollten, stellte der Vorstand des Freundeskreises Kultur in Oberthal e. V. nach Rücksprache mit Langhals & Dickkopp spontan eine Neuauflage im nächsten Jahr in Aussicht.