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Oberthaler Nachrichten
Ausgabe 17/2021
Informationen aus dem Rathaus
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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

erneut traf sich der Gemeinrat von Oberthal in der vergangenen Woche im Rahmen einer Videokonferenz, um eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Einem Tagesordnungspunkt im öffentlichen Teil widmete man hierbei besondere Aufmerksamkeit, und das zeigte sich auch in dem Zeitrahmen, welcher hierfür aufgewandt wurde. Über eine Stunde nahm die Vorstellung des Projektes „Erweiterungsbau an der Grundschule“ in Anspruch, und am Ende der Präsentation war man sich im Rat einig, dass die umfangreichen Informationen, die an diesem Abend von Architekt Jörg Kühn bzw. von der Projektplanung durch Herrn Dr. Werner Backes von der WPW GmbH vorgetragen wurden, jede Minute wert waren.

„Was brauchen Kinder, um sich wohlzufühlen?“ lautete der Auftaktsatz in der Saarbrücker Zeitung vergangene Woche, als sie über diesen Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Oberthaler Gemeinderates berichtete. Die Antwort hierauf ist vielleicht genau dieses Angebot im Bereich der Nachmittagsbetreuung, wie es jetzt mit dem geplanten Neubau in Oberthal an der Grundschule umgesetzt werden soll. Die optimale Nutzung dieses neuen Gebäudes für den schulischen Bereich in den Vormittagsstunden und gleichzeitig ein perfektes Raumangebot, um in den Nachmittagsstunden auch ein abwechslungsreiches und spannendes Konzept mit den Kindern durchführen zu können, so lautete die Aufgabenstellung vor Beginn der Planungen. Um dieses Ergebnis letztlich in der Sitzung am 20. April vorstellen zu können, war manches in den letzten Monaten an Herausforderungen zu bewältigen. Projektplaner, Architekt, die involvierten Ingenieure, Bürgermeister und meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, wir alle haben gemeinsam in Teamarbeit “in rekordverdächtiger Zeit“ den jetzt präsentierten Entwurf erarbeitet und wir sind sehr froh, dies in dem doch sehr engen Zeitkorridor hinbekommen zu haben. Sehr wichtig war es für uns auch, die Schulleitung und die Verantwortlichen der WIAF gGmbH, die in Oberthal mit der Nachmittagsbetreuung betraut sind, in unsere Planungen eng einzubinden. Aber auch der Bauausschuss und der Gemeinderat waren stets über das jeweilige Planungsstadium informiert worden. Und so wie in der Vergangenheit die Gremien die einzelnen Planungsabschnitte und Vorstellungen jeweils befürwortet haben, ist auch jetzt bei der Vorstellung des finalen Entwurfes der Gemeinderat unserem Vorschlag gefolgt und hat einstimmig die Umsetzung des Bauvorhabens befürwortet. Die Bauantragsunterlagen sind in dieser Woche bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde eingereicht worden und sobald die Baugenehmigung erteilt ist, wird die Ausschreibung der Baumaßnahmen erfolgen. Wir hoffen, dass die schnelle Projektbearbeitung, die wir in den letzten Monaten an den Tag gelegt haben, auch im Genehmigungsverfahren eine Fortsetzung erfahren wird, denn wir würden gerne im Verlaufe des 2. Halbjahres mit den Baumaßnahmen beginnen. Dann könnten zum Schuljahresbeginn 2022/2023 vielleicht schon die ersten Grundschüler/innen die neuen Räume mit Leben erfüllen.

Die Kosten für den Erweiterungsbau belaufen sich nach der derzeitigen Planung auf eine Summe von cirka 2,69 Mio €. Im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme werden auch im jetzigen Schulgebäude und in der Turnhalle noch verschiedene Eingriffe und Baumaßnahme notwendig sein. Hier gehen wir von Kosten in einer Höhe von ca. 330.000,-- € aus. Bei Umsetzung der geplanten Neubaumaßnahme werde auch noch kleinere Sanierungsarbeiten am Bestand mit ausgeführt, die in den kommenden ein oder zwei Jahren eh angefallen werden. Zusammen mit den vorgenannten Kosten wird die Gemeinde Oberthal somit am Schulstandort in Oberthal ca. 3.077.000,-- € investieren. Geld, welches in die Bildung und die Zukunft unserer Kinder investiert wird. Und dies hat der Gemeinderat von Oberthal durch sein einstimmiges Votum unterstützt. Neben den Fördermitteln aus dem Bildungsministerium und einer Bedarfszuweisung aus dem Innenministerium (beide jeweils 400.000,-- €) werden auch Fördermittel aus dem Bundesprogramm zur Umsetzung des Bauprojektes gewährt. Aus dem sogenannten Beschleunigungstopf sind Mittel von ca. 67.000,-- € und aus dem sog. Basistopf Gelder von 177.000,-- € in der Finanzierung enthalten. Offen ist noch die Frage, ob auch Bundesfördermittel aus dem „Bonustopf“ für dieses Projekt gewährt werden. Sollte hier noch eine Förderung erfolgen, würde sich die Kreditaufnahme der Kommune entsprechend reduzieren. Bezüglich der Kreditaufnahme wurde seitens der Kommunalaufsicht die Aufnahme von Sonderkrediten in einem Volumen von 750.000,-- € genehmigt. Die verbleibenden Gelder sind aus dem normalen Investitionskreditvolumen, welches die Gemeinde Oberthal aufnehmen darf, zu bestreiten. Durch die Verteilung auf die beiden Haushaltsjahre 2021 und 2022 kann die Gemeinde diese große finanzielle Herausforderung dann auch stemmen.

Über den weiteren Verlauf des Projektes sowie inhaltliche Beschreibungen über Raumaufteilung, technische Details etc. zum dem Bauwerk werde ich Sie in den kommenden Wochen informieren.

Ihr

Stephan Rausch

Bürgermeister