St. Wendel (pdk). Mit den ersten sonnigen Tagen hat die Fahrradsaison begonnen. Insbesondere ältere Menschen nutzen das Fahrrad verstärkt zur Förderung ihrer Fitness. Gleichzeitig steigt jedoch das Unfallrisiko – vor allem im Zusammenhang mit der Nutzung von E-Bikes, darauf weisen die Seniorensicherheitsberater des Landkreises Sankt Wendel hin. Grundlage hierfür ist unter anderem die aktuelle Verkehrsunfallstatistik der saarländischen Polizei.
Im Jahr 2025 stieg die Zahl der registrierten Fahrradunfälle gegenüber dem Vorjahr von 528 auf 760. Auch die Zahl der schwer verletzten Radfahrer erhöhte sich um 15 Prozent. Drei Radfahrer kamen – wie bereits 2024 – ums Leben. Auffällig ist der hohe Anteil sogenannter Alleinunfälle ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer. Hauptursachen sind eine nicht angepasste Geschwindigkeit sowie alkoholbedingte Beeinflussung.
Für eine möglichst sichere und unfallfreie Fahrradsaison geben die Seniorensicherheitsberater gemeinsam mit der Polizei folgende Empfehlungen: Das Tragen eines Fahrradhelms kann schwere oder tödliche Kopfverletzungen verhindern. Gerade bei älteren Menschen, die häufig blutverdünnende Medikamente einnehmen, können Stürze besonders schwerwiegende Folgen haben. Zudem wird das Tragen heller, reflektierender Kleidung empfohlen, um die Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu erhöhen. Darüber hinaus betonen die Berater die Vorbildfunktion gegenüber jüngeren Generationen: Wer sich verantwortungsbewusst im Straßenverkehr verhält, trägt auch zur Sensibilisierung von Kindern und Enkeln bei.
Weitere Informationen – auch für Vereine und Gruppen – gibt es bei der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater im Seniorenbüro des Landkreises Sankt Wendel. Dort können auch Anfragen für kostenfreie Vorträge und Beratungen gestellt werden: Tel. (06851) 801 5201, E-Mail: seniorenbuero@lkwnd.de