Die für den Rehnachwuchs kritische Phase der Mähsaison 2026 ist abgeschlossen.
Um die Landwirte bei ihrer Verpflichtung zu unterstützen, die Flächen vor der Mahd nach Jungtieren abzusuchen, sind wir von Anfang Mai bis Ende Juni mit unserer Drohne zahlreiche Einsätze geflogen und haben Flächen in Güdesweiler sowie in angrenzenden und benachbarten Gemeinden mit der Wärmebildkamera insbesondere nach Rehkitzen abgesucht. Die Kitze sind im Mai oft gar nicht oder nicht hinreichend mobil, um sich vor dem Mähwerk in Sicherheit zu bringen. Ihr Fluchtreflex ist noch nicht ausgebildet, sie verlassen sich rein auf ihre Tarnung, ducken sich lediglich bei Gefahr und erleiden, wenn sie überleben, schwerste Verletzungen.
Bei 209 Flügen war die Drohne 34 Stunden in der Luft und hat dabei 257 Kilometer zurückgelegt. Wir konnten während 200 Einsatzstunden insgesamt 65 Rehkitze finden.
Die Tiere wurden in speziellen Rehkitzboxen gesichert, bis die Mäharbeiten abgeschlossen waren und sie wieder in die Freiheit entlassen werden konnten. Die Mutter ist dabei stets – meist unsichtbar – in der Nähe, sodass nach dem Freilassen des Nachwuchses der Kontakt zur Mutter gleich wiederhergestellt ist.
Hinweis: Wenn man ein Rehkitz findet, Abstand halten und vor allem grundsätzlich liegen lassen, die Mutter ist üblicherweise in der Nähe. Es kommt leider immer wieder vor, dass besorgte Finder sich in der Nähe aufhalten und auf die Geiß warten, die in diesem Fall gerade nicht kommt. Wenn man sichergehen will, kann man die Situation versteckt aus großem Abstand mit dem Fernglas beobachten. Sofern sich dann nach Stunden nichts tut oder das Tier offensichtlich verwaist ist und vergeblich nach seiner Mutter ruft, den Jagdpächter (ggf. über die Polizei) oder uns direkt informieren.
Wir fliegen für die Vereinsmitglieder grundsätzlich unentgeltlich, d. h. die Aufwendungen für Fahrten zu den Einsatzorten, Hilfsmittel (Funkgeräte, Markierungsbänder, Rehkitzboxen etc.) tragen Pilot und Helfer privat. Soweit wir für Dritte fliegen, erbitten wir eine Spende in die Vereinskasse, die den Zeitaufwand für den Einsatz honorieren sollte. Für die Drohne entstehen jährliche Aufwendungen für Versicherung, Instandhaltung etc. in Höhe von rund 1.200 EUR, die vom Verein finanziert werden müssen. Dafür reichen unsere Mitgliedsbeiträge nicht aus. Wir sind auf Spenden angewiesen.
Wenn Sie die Arbeit des Vereins unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende:
IBAN DE51 8306 5408 0004 2951 61 | Wildtierrettung Güdesweiler-Saar e. V.
Paypal: wildtierrettung.gued.saar.ev@gmail.com
Eine Spendenbescheinigung wird ausgestellt.