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Oberthaler Nachrichten
Ausgabe 34/2026
Informationen aus dem Rathaus
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Informationen aus dem Rathaus

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

der Sommer bringt in diesem Jahr nicht nur viele schöne Momente und besondere Ereignisse mit sich, sondern stellt unsere Gemeinde an verschiedenen Stellen auch vor Herausforderungen. Gleichzeitig gibt es Entwicklungen, die für unsere Gemeinde von großer Bedeutung sind. Über einige dieser Themen möchte ich Sie heute informieren.

Ein ganz besonderer Moment in der Donatuskapelle

In der ersten Augustwoche wurde in unserer historischen Donatuskapelle ein ganz besonderes Kapitel aufgeschlagen. Laura Kiefer, geborene Scheid, und Yannik Kiefer haben sich dort das Ja Wort gegeben.

Die im Jahr 1836 errichtete Donatuskapelle kann seit diesem Jahr auch für standesamtliche Trauungen genutzt werden. Laura und Yannik waren nun das erste Paar überhaupt, das an diesem besonderen Ort sein Eheversprechen gegeben hat.

Damit war es nicht nur für das Brautpaar ein ganz persönlicher und unvergesslicher Tag, sondern zugleich ein historischer Moment für unsere Gemeinde und die Donatuskapelle.

 

Ich gratuliere Laura und Yannik im Namen der Gemeinde Oberthal und auch ganz persönlich sehr herzlich zur Hochzeit und wünsche beiden für ihren gemeinsamen Lebensweg viel Glück, Liebe und alles erdenklich Gute.

Abwasserbetrieb kehrt zurück in die Verantwortung der Gemeinde

Seit dem 10. August 2026 übernimmt die Gemeinde Oberthal den Betrieb des Abwasserwerks wieder in eigener Verantwortung. Damit beginnt für unsere kommunale Abwasserentsorgung ein neues Kapitel.

Die Verbindung zwischen der Gemeinde Oberthal und der WVW St. Wendel reicht dabei weit zurück. Seit Anfang der 1990er Jahre besteht eine enge, vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit. Über mehr als drei Jahrzehnte wurde gemeinsam dafür gesorgt, dass eine der wichtigsten Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge zuverlässig erfüllt werden konnte.

 

Nun zieht sich die WVW St. Wendel aus dem Bereich Abwasser zurück und die Gemeinde Oberthal übernimmt diese Aufgabe wieder selbst. Eine solche Veränderung nach einer derart langen und erfolgreichen Zusammenarbeit ist durchaus ein besonderer Schritt. Umso wichtiger war es mir, den Übergang gemeinsam, offen und partnerschaftlich zu gestalten.

Im Rahmen des gemeinsamen Übergabetermins mit den Verantwortlichen der WVW wurde der Wechsel offiziell vollzogen. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei Geschäftsführer Hanno Huwer und seinem gesamten Team für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die Unterstützung und die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten bedanken.

 

Für die Gemeinde bedeutet die Rückübernahme vor allem eines: Wir sind künftig wieder unmittelbar für diese wichtige Aufgabe verantwortlich. Damit verbinden wir kurze Wege, direkte Ansprechpartner und eine noch engere Betreuung vor Ort.

Bei Fragen rund um den Abwasserbetrieb stehen künftig Leon Gisch unter 06854 9017 48 und Peter Müller unter 06854 9017 45 als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Gemeinde eine eigene Abwasser Bereitschaft sicherstellen, damit bei Störungen oder dringenden Anliegen schnell und zuverlässig reagiert werden kann.

Auch das bisher eingesetzte Einsatzfahrzeug wurde im Zuge der Übergabe übernommen. Damit sind die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um die Aufgaben auch technisch und organisatorisch zuverlässig wahrnehmen zu können.

Ich bin überzeugt, dass wir mit der Rückübernahme eine gute Grundlage geschaffen haben, um den Abwasserbetrieb langfristig zuverlässig, bürgernah und zukunftssicher aufzustellen. Gleichzeitig wissen wir um die Verantwortung, die mit dieser Aufgabe verbunden ist. Abwasserentsorgung funktioniert im Alltag meist unbemerkt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Strukturen dahinter funktionieren, wenn es darauf ankommt.

Neue Verkehrsführung in der Ortsmitte wird getestet

Am Montag, dem 17. August 2026, wurde im Rahmen der Umsetzung des Verkehrsgutachtens „Ortsmitte Oberthal“ eine neue Verkehrsführung eingerichtet.

Das Teilstück der Poststraße zwischen den beiden Einmündungen „Poststraße/Im Brühl“ wird zunächst für sechs Monate als Einbahnstraße in Richtung Hauptstraße geführt. Der Radverkehr darf die Strecke weiterhin in Gegenrichtung nutzen. Auch der Beginn der Tempo 30 Zone wird entsprechend angepasst. Die bestehende Einbahnstraßenregelung in der Römerstraße bleibt unverändert.

Die sechsmonatige Testphase ist bewusst gewählt. Wir wollen praktische Erfahrungen sammeln, die Auswirkungen beobachten und anschließend auswerten, ob und in welcher Form sich die vorgeschlagenen Maßnahmen bewähren.

Gleichzeitig bitte ich Sie, unsere Gewerbetreibenden und Gastronomiebetriebe in der Ortsmitte gerade während dieser Erprobungsphase weiterhin zu unterstützen. Eine lebendige Ortsmitte lebt davon, dass sie genutzt wird. Deshalb: Fahren Sie gerne vorbei, kommen Sie vorbei und kaufen Sie weiterhin vor Ort ein.

Unsere Feuerwehr: Wenn Hilfe gebraucht wird, sind sie da

Die anhaltende Hitze und die außergewöhnliche Trockenheit dieses Sommers machen sich auch bei unseren Feuerwehren deutlich bemerkbar. Gerade in den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns auf unsere Feuerwehr verlassen können.

Seit Mai waren unsere Kameradinnen und Kameraden bereits bei mehr als 30 Einsätzen gefordert. Dabei handelte es sich sowohl um größere Haupteinsätze als auch um weitere unterstützende Einsätze. Besonders der Juli war mit einer Vielzahl von Alarmierungen sehr einsatzreich. Auch im August mussten unsere Feuerwehrleute bereits mehrfach ausrücken.

Hinter jeder dieser Zahlen stehen Menschen, die ihre Freizeit und ihre persönliche Zeit dafür einsetzen, anderen zu helfen. Sie lassen Familie, Arbeit oder andere Verpflichtungen zurück, wenn der Alarm eingeht, ziehen ihre Einsatzkleidung an und machen sich auf den Weg dorthin, wo Hilfe benötigt wird.

Gerade bei Bränden zählt dabei häufig jede Minute. Die anhaltende Trockenheit erhöht die Gefahr, dass sich Feuer schnell ausbreiten und Einsatzlagen dadurch innerhalb kürzester Zeit verändern können. Unsere Feuerwehr war dabei nicht nur innerhalb der Gemeinde Oberthal gefordert, sondern unterstützte auch Feuerwehren im gesamten Landkreis, wenn zusätzliche Kräfte benötigt wurden.

Was dabei besonders beeindruckt, ist die Zusammenarbeit. Feuerwehr ist Teamarbeit. Sie funktioniert innerhalb des eigenen Löschbezirks, zwischen den verschiedenen Löschbezirken, über Gemeindegrenzen hinweg und gemeinsam mit den weiteren Einheiten des Katastrophenschutzes. Jeder muss sich auf den anderen verlassen können.

Diese gute Zusammenarbeit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis von Ausbildung, Übung, Erfahrung und vor allem von Menschen, die bereit sind, Verantwortung für ihre Mitmenschen zu übernehmen.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle allen Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen. Danke für eure Einsatzbereitschaft, euren Mut, eure Zeit und euren Zusammenhalt. Ein ebenso großer Dank gilt den Feuerwehren im Landkreis und allen weiteren Einsatzkräften, mit denen unsere Feuerwehr so hervorragend zusammenarbeitet.

Wir können sehr froh und dankbar sein, eine solche Feuerwehr in unserer Gemeinde zu haben. Gerade in Zeiten, in denen Wetterextreme und damit verbundene Gefahren häufiger auftreten können, wird deutlich, wie unverzichtbar dieses ehrenamtliche Engagement für unsere Gesellschaft ist.

Björn Gebauer
Bürgermeister