Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich freue mich, Ihnen heute einen Überblick darüber zu geben, was uns in den kommenden Wochen und Monaten in unserer Gemeinde beschäftigen wird und vor allem darüber, wohin wir uns gemeinsam entwickeln wollen.
Bereits Anfang März stehen die ersten Ausschusssitzungen und am 10.02.2026 die nächste Gemeinderatssitzung an. Ein zentrales Thema dabei wird die Unterstützung unserer Vereine sein. Dafür stehen mittlerweile jährlich 20.000 Euro im Haushalt zur Verfügung: ganz gezielt für infrastrukturelle Maßnahmen.
Warum ist das wichtig?
Unsere Vereine sind das Rückgrat unseres Gemeinschaftslebens. Sie leben vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen. Gleichzeitig wird es für viele Vereine immer schwieriger, notwendige Investitionen allein aus eigenen Mitteln zu stemmen. Genau hier setzt diese Förderung an: unkompliziert, passgenau und schnell wirksam. Dass die Mittel regelmäßig vollständig abgerufen werden, zeigt deutlich, wie groß der Bedarf ist – und dass wir hier den richtigen Weg eingeschlagen haben.
Parallel dazu prüfen wir weitere Förderprogramme, die gemeinsam mit einem angemessenen Eigenanteil größere Maßnahmen ermöglichen könnten. Unser Ziel ist klar: Vereine stärken, Engagement ermöglichen und Strukturen erhalten.
Ein weiteres Thema, das viele von Ihnen bewegt und über das viel gesprochen wird, ist der Bliestalcampus. Auch hier möchte ich heute für Klarheit sorgen.
Wir befinden uns aktuell in einer Vorprüfungsphase. Das bedeutet: Noch ist nichts entschieden, noch wird nichts gebaut. Aber wir prüfen sehr sorgfältig, was überhaupt möglich, sinnvoll und finanzierbar ist. Dazu gehören Machbarkeitsstudien, die uns belastbare Zahlen und rechtliche Rahmenbedingungen liefern.
Eine solche Studie zum Neubau einer Kita innerhalb der bestehenden Sporthalle wurde bereits beauftragt und wird im März vorgestellt. Ergänzend dazu soll nun auch geprüft werden, ob ein Neubau einer Sporthalle mit Außengelände realistisch ist.
Dieses Außengelände könnte unter anderem einen Kunstrasenplatz, gegebenenfalls erneuerte Tennisplätze, neue Wege sowie Aufenthalts- und Bewegungsflächen umfassen. Wichtig ist uns dabei:
Der Kunstrasenplatz soll im Eigentum der Gemeinde bleiben. Er soll der Öffentlichkeit zugänglich sein und den Schulsport – insbesondere für Grund- und Förderschule – dauerhaft sichern. Gleichzeitig bleiben die Sportanlagen selbstverständlich weiterhin für unsere Vereine nutzbar und ausdrücklich erwünscht.
Auch Fragen der Verkehrsführung und ein Nahwärmekonzept werden im Rahmen der Vorprüfung mitgedacht. Denn ein solches Projekt funktioniert nur, wenn es insgesamt stimmig ist – für Nutzerinnen und Nutzer, für Anwohnerinnen und Anwohner und für die Gemeinde als Ganzes.
Vielleicht fragen sich manche:
Wie ist es überhaupt zu diesem großen Projekt gekommen?
Der Ausgangspunkt war ein ganz konkreter und dringender Bedarf: fehlende Betreuungsplätze für unsere Kita-Kinder. Nach sorgfältiger Prüfung aller Optionen entstand die Idee, einen bestehenden Baukörper weiterzuentwickeln, statt ihn abzureißen. Die vorhandene Halle bringt viele Voraussetzungen mit, um künftig mehr Plätze und zusätzliche Räume zu schaffen.
Natürlich ist mir bewusst: Jede Idee zieht neue Fragen nach sich: etwa zur Sporthalle oder zur Verkehrssituation. Genau deshalb prüfen wir all das jetzt. Aktion erzeugt Reaktion, und das ist auch richtig so.
Ein Punkt, der dabei immer wieder angesprochen wird, ist die Finanzierung.
Kann sich die kleinste Kommune im Saarland ein solches Projekt leisten?
Meine Antwort lautet: Ja – es ist anspruchsvoll, aber machbar. Und es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu nutzen. Der bauliche Zustand der bestehenden Halle ist nicht mehr zufriedenstellend, eine weitere Sanierung wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll. Wenn wir diese Chance jetzt nicht ergreifen, werden die Probleme in den kommenden Jahren eher größer als kleiner.
Ein kommunaler Haushalt funktioniert nicht wie ein Unternehmen. Wir investieren nicht, um Gewinne zu erzielen, sondern um Lebensqualität, Bildung und Gemeinschaft für die nächsten Jahrzehnte zu sichern.
Sobald belastbare Ergebnisse vorliegen, werden wir Anwohner, Vereine und die Öffentlichkeit aktiv einbinden – durch Gespräche, Treffen und Veranstaltungen. Aber auch hier gilt: Erst prüfen, dann informieren. Geduld ist gefragt. Noch ist nichts entschieden, noch ist kein Stein bewegt.
Ein weiteres wichtiges Thema betrifft unsere Kita Waldwichtel. In den Medien hören wir derzeit viel über Personalengpässe, Schließtage und fehlende Plätze. Ich kann nicht für alle Kitas sprechen, aber sehr wohl für unsere.
Ja, die Personalsituation ist herausfordernd. Stellenausschreibungen gehören inzwischen zum Alltag. Dennoch können wir insgesamt sehr zufrieden sein:
In den vergangenen Jahren musste keine Gruppe dauerhaft geschlossen werden – auch nicht während der Ferienbetreuung. Lediglich an wenigen Tagen kam es zu kurzfristigen Gruppenschließungen.
Das ist vor allem dem großen Engagement unserer Erzieherinnen und Erzieher zu verdanken – unter der Leitung von Janine Geis. Dafür möchte ich ausdrücklich Danke sagen. Sie leisten Tag für Tag hervorragende Arbeit.
Zum Schluss noch ein Blick auf unseren Bauhof:
Der Winterdienst war erstklassig, und auch aktuell wird mit großem Einsatz gearbeitet. Derzeit werden Sträucher, Äste und Baumstümpfe entfernt – notwendige Arbeiten vor Beginn der Brut- und Setzzeit. Ziel ist es, Flächen künftig mit Blumen, Blühsträuchern oder Rasen aufzuwerten.
Manches sieht im Moment noch etwas „ruppig“ aus. Aber mit etwas Geduld werden ab dem Frühjahr sichtbare Verbesserungen folgen – für ein schöneres Ortsbild, effizientere Pflege und mehr Lebensraum für Insekten.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
gemeinsam mit meinem Team in der Verwaltung, unseren Partnern und dem Gemeinderat arbeite ich daran, unsere Gemeinde zukunftsfähig zu gestalten. Ob man einzelne Vorhaben befürwortet oder kritisch sieht – beides ist richtig und wichtig. Das ist gelebte Demokratie.
Kommen Sie gerne auf mich zu, sprechen Sie mich an, äußern Sie Ihre Anliegen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen.
Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Woche