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Amtsblatt Verbandsgemeinde Offenbach
Ausgabe 27/2018
Amtlicher Teil
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In Bornheim hat die Getreideernte begonnen

Seit dem 30. Juni rollen in der Bornheimer Gemarkung wieder die Mähdrescher. Als erstes wurde von Florian Damian der Winterhafer eingebracht. Derzeit läuft schwerpunktmäßig die Raps- und Durumernte. Es folgen Braugerste, Roggen und Winterweizen.

Zeitlich ist die Getreideernte in Bornheim dank gutem Wetter über die Wachstumszeit etwa zwei Wochen früher als letztes Jahr. Auch bei der Weinernte erwartet Martin Ladach vom Weinbauinstitut in Neustadt-Mußbach einen ungewöhnlich frühen Erntebeginn. Bernhard Bentz schätzt bei den frühen Rebsorten den Beginn der Weinlese schon Ende August. Die Hauptlese wird statt im Oktober im September sein. All dies ist extrem früh und ein Ergebnis der Klimaänderung.

Rapsernte auf dem Feld von Gerhard Bach – Vorsitzender der Bornheimer Bauern- und Winzerschaft – Abtransport der Ernte durch das landwirtschaftliche Lohnunternehmen Karlheinz Neeb aus Queichheim

In Nord- und Ostdeutschland, aber auch in Dänemark, Polen und den baltischen Staaten wird wegen dortiger großer Trockenheit eine deutlich geringere Ernte erwartet. Für Bornheim ist die Ernteerwartung unserer Landwirte tendenziell die eines Normaljahres. Der Starkregen im Juni hat im Gegensatz zu anderen Regionen in Rheinland-Pfalz zu nur geringen Schäden im Getreide geführt. Insoweit ist man für dieses Jahr zufrieden.

Immer frühere Erntebeginne, so gut dies im Einzelfall ist, müssen uns jedoch nachdenklich machen. Denn sie sind Belege für den Klimawandel, der uns nicht nur wärmere Jahre beschert, sondern künftig auch mehr Extremwetterereignisse wie z.B. Starkregen etc. mit im Einzelfall gravierenden negativen Folgen. Von daher gehören Klimaschutzmaßnahmen zu den vordringlichen politischen Hausaufgaben.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister