Titel Logo
Amtsblatt VG Offenbach an der Queich
Ausgabe 40/2026
Titelseite
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe
-

Brand im Feuerwehrhaus Offenbach - Dank, Zusammenhalt und Blick nach vorn

 

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Nacht auf Montag, den 28. September 2026, wird uns in der Verbandsgemeinde wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Um 00:34 Uhr wurde unsere Feuerwehr zu einem Einsatz alarmiert, der für die Kameradinnen und Kameraden kaum schwerer hätte sein können: Das eigene Feuerwehrhaus in Offenbach stand in Flammen.

Als ich in dieser Nacht vor Ort eintraf und das Ausmaß des Brandes sah, war schnell klar, dass dies kein gewöhnlicher Feuerwehreinsatz ist. Ein Feuerwehrhaus ist schließlich weit mehr als eine Halle mit Fahrzeugen und Ausrüstung. Es ist der Ort, von dem aus Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit ausrücken, um anderen zu helfen. Es ist Ausbildungsstätte, Treffpunkt und für viele Kameradinnen und Kameraden ein Stück Heimat.

Umso schwerer muss es gewesen sein, das eigene Gerätehaus brennen zu sehen - und trotzdem genau das zu tun, was Feuerwehrleute in solchen Situationen tun: handeln.

Mehrere Kameraden haben geistesgegenwärtig Fahrzeuge aus der brennenden Halle gefahren und damit vor den Flammen gerettet. Gleichzeitig begann unter schwierigsten Bedingungen die Brandbekämpfung. Drei Kameraden mussten aufgrund einer Rauchgasintoxikation ins Krankenhaus gebracht werden. Umso erleichterter bin ich, dass niemand schwer verletzt wurde.

Der materielle Schaden dagegen ist gewaltig. Sechs Fahrzeuge unserer Offenbacher Wehr sowie ein Fahrzeug des Landkreises wurden zerstört. Hinzu kommen erhebliche Schäden am Gebäude, an der Ausrüstung und der Beladung. Schon jetzt ist klar, dass sich der Gesamtschaden auf mehrere Millionen Euro belaufen wird. Die Brandursache ist noch ungeklärt; die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bei all dem, was wir in dieser Nacht verloren haben, habe ich aber auch etwas erlebt, das mich tief beeindruckt hat: einen unglaublichen Zusammenhalt.

Feuerwehrkräfte aus unserer gesamten Verbandsgemeinde sowie aus Landau-Land, Herxheim und der Stadt Landau waren im Einsatz. Der Landkreis unterstützte uns ebenso. Der FSV Offenbach und der TV Offenbach organisierten gemeinsam mit der Bäckerei Stephan in kürzester Zeit die Versorgung der Einsatzkräfte. Das Team des Queichtalbads stellte zusätzlich Beckenwasser für die Löscharbeiten zur Verfügung. Viele weitere Menschen boten spontan ihre Hilfe an.

Dafür möchte ich von Herzen Danke sagen.

Mein besonderer Dank gilt unseren Feuerwehrkameradinnen und -kameraden. Sie haben in einer für sie persönlich extrem belastenden Situation professionell gehandelt und alles getan, um noch größeren Schaden zu verhindern. Ebenso danke ich allen Einsatzkräften der benachbarten Feuerwehren, dem Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises, allen Hilfsorganisationen und allen, die in dieser Nacht angepackt haben.

Wichtig ist mir auch eine klare Botschaft: Der Brandschutz in unserer Verbandsgemeinde ist sichergestellt. Unsere benachbarten Einheiten stehen bereit und unterstützen die Offenbacher Wehr. Gleichzeitig arbeiten wir mit Hochdruck daran, deren eigene Einsatzbereitschaft schnellstmöglich wiederherzustellen.

Was zerstört wurde, können wir ersetzen und wieder aufbauen. Fahrzeuge können neu beschafft, Ausrüstung ersetzt und ein Feuerwehrhaus wieder errichtet werden.

Was man nicht kaufen kann, haben wir in dieser Nacht eindrucksvoll erlebt: Mut, Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt.

Und genau darauf können wir jetzt aufbauen.

Simon Wingerter
Bürgermeister der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich