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Ottweiler Zeitung
Ausgabe 29/2019
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Ortsgruppe OTW auf den Spuren der Bergleute in der Grenzregion

Das Schaubergwerk "La Mine Wendel" (La Houve) in Petite Rosselle ist ein interessantes Ziel für Bergbau-Interessierte

Gewerkschaft IGBCE OG OTW machte "Tour du Charbon"

Eine Exkursion der besonderen Art hatte die IGBCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) Ortsgruppe OTW ihrer Mitgliedschaft aus Ottweiler, Steinbach, Fürth, Lautenbach und Mainzweiler im Angebot. Sie folgten der Spur der Bergleute. Die Route führte sowohl durch das Saarland, als auch jenseits der Landesgrenze, ins benachbarte Lothringen.

Zunächst ging es ins Ostrevier des Saarbergbaus. In Göttelborn wurde zunächst an die Teilnehmer ein traditionelles Bergmannsfrühstück gereicht. Die Ortsgruppe hatte die Teilnehmer der Bildungsveranstaltung dazu eingeladen.

Nächste Station war dann das von weitem sichtbare Fördergerüst von Schacht IV, in Göttelborn. Die Exkursionsteilnehmer hatten oben von der oberen Plattform, wo sich auch die Seilscheiben befinden, an diesem Sonntagmorgen eine sehr gute Aussicht. Es war schon das erste Highlight der von Jörg Dammann organisiert und geführten Bergbau-Tour. Auf dem Gelände des Bergwerks Göttelborn haben sich inzwischen mehrere namhafte Unternehmen und Institutionen angesiedelt. Unter anderem ein Forschungszentrum und ein Trainigszentrum für Sondereinsatzkommandos der Polizei.

Zweite Station war dann Luisenthal, wo man das ehemalige Bergwerksgelände begutachtete. "Die Natur holt sich langsam wieder alles zurück", sagt Vorstandsmitglied Dietmar Möhrle. Von Luisenthal ging es weiter zum Warndtschacht. Auf dem ehemaligen Bergwerksgelände haben sich zwischenzeitlich kleinere Betriebe nieder gelassen.

Schließlich war die Besuchergruppe dann an ihrem Hauptziel eingetroffen, das Bergbaumuseum "Musée Les Mineurs Wendel und die Mine Wendel (la Houve)" in Petite Rosselle. Zunächst betraten die Teilnehmer einen fast echt wirkenden Förderkorb und fuhren (gefühlt) in die Tiefe. Unten angekommen ging es dann in der Streb, wo moderne Bergbautechnik, wie sie auch im Saarbergbau eingesetzt wurde, bestaunt werden konnte. "Das ist einfach faszinierend. Man meint vor Ort zu sein. Es ist nur ein bisschen sauberer und angenehmer vom Klima. Alles in allem ist das hier sehr beeindruckend", sagt der ehemalige Bergmann und IGBCE Vorstandsmitglied Günther Recktenwald.

Zu sehen ist in der Mine la Houve neben der Abbautechnik auch die Vortriebstechnik. Auch die Sicherheitstechnik wurde vom "Bergführer" Jörg Dammann erklärt. Die hohen Sicherheitsstandarts zeichneten sowohl den deutschen als auch den französischen Bergbau aus.

Nach der Grubenfahrt durch das Schaubergwerk, ging die Besuchergruppe noch durch das Bergbaumuseum Carreau Wendel. Hier war einiges aus dem Lebensumfeld der Bergarbeiter und ihrer Familien zu erfahren. "Die zahlreichen Utensilien, die hier ausgestellt sind, haben mich sehr beeindruckt. Die Region dies und jensetz der Grenze hat dem Bergbau viel zu verdanken. Auch im sozialen Bereich", betont der OG Vorsitzende Daniel Deckarm.

Den Abschluss der Exkursion bildete dann ein Kurzbesuch des Erlebnisbergwerks Velsen, das an diesem Tag auch die Pforte für besucher geöffnet hatte. Am Ende eines ereignisreichen Tages hatten die Besucher viel erlebt. "Es wurden bei mir viele Erinnerungen geweckt", sagt der Seniorenbeauftragte der Ortsgruppe, Josef Mrosek.

Die Teilnehmer der Exkursion konnten am Ende auf einen ereignisreichen Tag zurückblicken.