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Amtsblatt VG Pirmasens-Land
Ausgabe 23/2026
Seite 3
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Ehrenamt in der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land Wir sagen Danke

Foto: Maschino; das Bild zeigt Roswitha Spies und Roland Geisler

Ehrenamt hält die Kneippanlage in Eppenbrunn lebendig

Wenn Ehrenamt sichtbar wird: Roswitha Spies und Roland Geisler kümmern sich, im Namen des Fremdenverkehrs- und Kneippvereins, seit Jahren ehrenamtlich um die Kneippanlage Eppenbrunn. Zeit, Herzblut und viel praktische Arbeit fließen in die kleine Kaltwasser-Oase, die im Sinne der Kneipp’schen Lehre nicht nur Einheimische, sondern auch unzählige Touristen erfrischt. Ihr Einsatz zeigt, wie wertvoll kontinuierliche Ehrenamtsarbeit für das Dorfleben und die Infrastruktur der Ortsgemeinde ist.

Wer die Kneippanlage in Eppenbrunn besucht, sieht auf den ersten Blick vor allem eines: einen gepflegten Ort zum Durchatmen, Abkühlen und Innehalten. Was viele dabei nicht sehen, ist die Arbeit, die dahintersteht. Denn eine solche Anlage bleibt nicht von allein sauber, einladend und nutzbar. In Eppenbrunn sind es vor allem Roswitha Spies und Roland Geisler, die sich seit Jahren ehrenamtlich darum kümmern, dass die Eppenbrunner Kneippanlage unter Schirmherrschaft des Fremdenverkehrs- und Kneippvereins Eppenbrunn e.V. in gutem Zustand bleibt.

Ihr Einsatz ist vielseitig und regelmäßig. Sie halten die Anlage sauber, kümmern sich um die Bepflanzung, pflegen die Beete, gießen Blumen und sorgen dafür, dass der Bereich rund um die Wasserbecken ein gepflegtes Erscheinungsbild behält. Besonders wichtig ist die Reinigung der Wasserbecken für die Kneippanwendungen, die üblicherweise im Zwei-Tage-Rhythmus erfolgt. Gerade diese Arbeit ist entscheidend dafür, dass Besucherinnen und Besucher die Anlage gerne nutzen und sie als angenehmen Ort wahrnehmen.

Damit leisten die Freiwilligen einen stillen, aber wertvollen Beitrag für das Dorf. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit für das öffentliche Leben in einer Gemeinde ist. Vieles, was selbstverständlich wirkt, ist in Wahrheit das Ergebnis verlässlicher Menschen, die anpacken, ohne großes Aufheben darum zu machen. Die gepflegte Kneippanlage ist damit nicht nur ein Ort für Gesundheit und Erholung, sondern auch ein sichtbares Zeichen dafür, was Ehrenamt im Dorf bewirken kann.

Unterstützung erhält die Arbeit auch aus der Dorfgemeinschaft. Nelli Illenseer-Schmidt vom Blumenladen hat zahlreiche Blumen und Pflanzen gespendet und damit dazu beigetragen, dass die Anlage freundlich, lebendig und einladend wirkt. Solche Gesten machen deutlich: Wenn viele kleine Beiträge zusammenkommen, entsteht ein Mehrwert für alle.

Die Kneippanlage selbst knüpft an die Gesundheitslehre von Sebastian Kneipp an, die weit mehr umfasst als das bekannte Wassertreten. Das Kneipp-Konzept basiert auf fünf Elementen: Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Lebensordnung. Besonders das Wasser spielt dabei eine zentrale Rolle. Wasseranwendungen setzen gezielte Reize, die den Körper anregen und das Wohlbefinden unterstützen können. Bekannt ist vor allem das Wassertreten, bei dem man im sogenannten „Storchengang“ durch kaltes Wasser geht. Auch Armbäder gehören zu den klassischen Kneippanwendungen.

Gerade in einem Luftkurort wie Eppenbrunn passt die Kneippanlage gut zum Charakter des Ortes: Natur, Erholung, Bewegung und Gesundheit gehören hier eng zusammen. Für Spaziergänger, Wanderer, Einheimische und Gäste bietet die Anlage eine einfache Möglichkeit, eine kleine gesundheitsbewusste Pause einzulegen – kostenlos, naturnah und mitten im Ort.

Dass dieser Ort so genutzt werden kann, ist aber nicht allein der Idee Kneipps zu verdanken, sondern vor allem den Menschen vor Ort. Ihr ehrenamtlicher Einsatz sorgt dafür, dass ein gepflegter Treffpunkt erhalten bleibt. So ist die Kneippanlage ein Ort, der zeigt: Gesundheit beginnt manchmal mit kaltem Wasser – aber bleibt nur mit Menschen, die sich kümmern.