Aufgrund der gestiegenen Nachttemperaturen (> 5 Grad) machen sich jetzt wieder Frösche, Kröten und Molche auf den Weg zu den Laichgewässern. In der Monatsmitte Februar wurde der Schutzzaun in der verlängerten Von-der-Heydt-Straße und Anfang März auch am Völklinger Wildpark aufgestellt. Die jetzt wandernden Amphibien haben in Teichen, Bächen oder Erdhöhlen überwintert und auf ihrem Weg zum Laichgewässer oftmals bereits ihren Partner gefunden. Kröten-Männchen umklammern ihr Weibchen und lassen sich gerne zur Fortpflanzung tragen. So sitzen sie häufig schon im „Doppelpack“ in den Eimern am Schutzzaun, wo sie von den ehrenamtlichen Helfer/innen des NABU Köllertal eingesammelt und über die Straße transportiert werden.
In der verlängerten Von-der-Heydtstraße begann die Wanderung bereits in der 2. Februarwoche und dort sind es hauptsächlich Kröten (869) und Molche (136) und weniger Frösche (44), die zum ehemaligen Absinkweiher der Grube Luisenthal wandern, so die aktuellen Zahlen von Michael Schäfer, der für den NABU Köllertal den Amphibienschutz koordiniert. Insgesamt sind es bereits über 800 Lurche, die hier transportiert wurden und zeigen, dass der Schutzzaun vielfaches Leben schenkt. Am Wildpark Völklingen sind es bis jetzt knapp 100 Frösche, Kröten und Molche, die die Straßenseite zum Ablaichen wechseln wollen. Wünschenswert wäre auch hier für nächstes Jahr ein frühzeitiger Aufbau der Schutzzäune vor dem Start der Wanderung. Es wird voraussichtlich bis etwa Mitte April dauern, bis auch die letzten Lurche ihre Wanderung beenden und die Zäune wieder abgebaut werden können. In den Laichgewässern sind inzwischen große Laichballen von 700 bis 3000 Gallerteiern zu entdecken, die typisch für die Fortpflanzung der Frösche sind. Kröten spannen dagegen Laichschnüre an Pflanzen, die aus 3000 bis 6000 Eiern bestehen. Molche, die ebenfalls transportiert werden, heften 100 bis 300 Gallerteier einzeln an Wasserpflanzen oder Falllaub. Beim Transport der Lurche helfen in diesem Jahr insgesamt über 30 Mitglieder der NABU-Ortsgruppe Köllertal, jedes Jahr kommen neue Helfer und Helferinnen dazu. Das zeigt, dass immer mehr naturbegeisterte Menschen solche Schutzprojekte gerne unterstützen.
Foto: Dr. Michaela Neudeck
Dieser Springfrosch wurde auf der Von-Der-Heydt-Straße über die Straße gebracht und sicher auf dem Laub Richtung Absinkweiher abgesetzt.